Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - Tagebuch und News

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WäPu2014
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Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 07/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Juli 2021

Stand: 24.07.2021
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Das EU-Programm „Fit for 55“ fordert von den Herstellern, dass Pkw von 2030 an 60 Prozent weniger CO2 ausstoßen dürfen, 2035 dann gar keines mehr. Alternativ könnten Fahrzeuge mit Wasserstoff, synthetischen Kraftstoffen oder Biokraftstoffen angetrieben werden.

ABER: Die EU-Kommission verweigert weiterhin die Anrechnung der CO2 Einsparungen der synthetischen Kraftstoffe auf den Flottenverbrauch. Damit erreicht schon viel früher kein Verbrenner, trotz Verfügbarkeit umweltfreundlicher Kraftstoffe, die EU-Vorgaben.
Die aktualisierten CO2-Flottengrenzwerte für Pkw schöpfen damit noch nicht das gesamte Klimaschutzpotenzial aus. Erneut wird der Tank-to-Wheel-Ansatz angewendet, wobei die Emissionen lediglich am Auspuff gemessen werden. Damit werden die Potenziale von klimaneutralen Kraftstoffen, wie Bio-CNG (compressed natural gas) außer Acht gelassen.

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Die Mitgliederversammlung des CNG Clubs fand dieses Jahr auf dem Energiehof Weitenau (http://www.energiehof-weitenau.de/start/) statt. Die Familie Vees engagiert sich hier seit Jahren mit Biogas, PV-Anlagen und CNG- wie Elektrotankstelle für den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Über 30 Clubmitglieder haben sich hier mit Ihren Fahrzeugen zum gegenseitigen Austausch, Durchführung der Mitgliederversammlung und zu einer Führung über den Hof eingefunden.
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Wir haben den Ausflug an den Neckar um Wanderungen auf der Schwäbischen Alb und im Naturpark Schönbuch ergänzt. Für die in Summe 528 km haben wir 20 kg Biomethan benötigt. Das entspricht 3,8 kg/100 km für 3,95 EUR/100 km und ca. 24 gr CO2/km.
Wir fahren Auto nur wenn es notwendig ist, aber dann bitte so umweltfreundlich und ökonomisch wie möglich.

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Quelle: Focus / CO2-Emission Strommix im Vergleich Deutschland zu Frankreich
Im Juni haben wir über die Forderung von vielen Verbänden und Wissenschaftlern berichtet, die alternativen Kraftstoffe der Elektromobilität gleich zu stellen. Ebenfalls im Juni gab es einen weiteren offenen Brief von Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie, der sich bemühte einen mathematischen Beweis zu führen, dass sich die EU bei der Kalkulation der zukünftigen CO2 Emissionen um ungefähr 100% verrechnet hatte. Diese Hypothese hat er dann von weiteren Institutionen prüfen lassen und ca. 170 Wissenschaftler aus aller Welt haben diese These unterstützt. Wie zu erwarten war, hagelte es Kritik von allen Seiten.
Eigentlich scheint klar, die Umweltbilanz der E-Fahrzeuge hängt vom Strommix ab. “Heute werden rund 70 Prozent des deutschen Energiebedarfs importiert”, sagt Professor Thomas Willner von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Das ist hauptsächlich Öl, Gas und Steinkohle, also fossile Brennstoffe, die CO2 emittieren. Will man auch die ersetzen, müssen Solaranlagen und Windräder massiv ausgebaut werden. Kommt noch mehr Strom für die E-Mobilität hinzu, wird die Vorstellung, dass man die bis 2030 CO2-neutral betreiben könnte, wohl utopisch. Abmildern könnte diese intelligente Techniken E.Fahrzeuge als mobile Speicher im Netz zu integrieren, die bei Überangebot laden und bei Bewölkung und Flaute Strom regional abgeben.
Dazu fehlen bislang die Vorgabe und Förderungen aus der Politik. Gefördert werden die Fahrzeuge und die Ladestationen. Der Ausbau der Netze, Anlagen und Speicher lässt sich politisch nicht so gut verkaufen.

Stand: 08.07.2021
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Quelle: flixbus
Auf zwei Strecken setzt Flixbus seit 1. Juli Busse mit Methan-Antrieb ein. Die Strecke zwischen Amsterdam und Brüssel wird mit einem Bus von Iveco mit CNG-Antrieb (Compressed Natural Gas) befahren. Zwischen Stockholm Oslo fährt ein Bus von Scania, der Flüssigmethan (LNG oder noch besser LBG, Liquified Biogas) tankt. Beide Busse werden ausschließlich mit zertifizierten Biomethan betrieben. ATMOSFAIR soll die Herkunft des Biomethan ständig prüfen und geht nach eigenen Angaben von einer CO2 Reduzierung von mindestens 75% gegenüber dem Diesel aus. Partner für die Versorgung in den jeweiligen Ländern sind die bekannten Bio-CNG-Lieferanten OrangeGas und GASUM.
Auch deutsche Verbindungen wurden von Flixbus für den Betrieb von Biogas-Fernlinien in Betracht gezogen. Allerdings sprachen für André Schwämmlein, Mitgründer und CEO von Flix Mobility, regulatorische Einschränkungen wie etwa eine höhere Mehrwertsteuer für klimafreundlichen Fernbusse gegen einen Einsatz. ,,Diese Diskriminierung ist nur in Deutschland zu finden, kein anderes europäisches Land geht diesen Weg", kritisiert Schwämmlein. ,,Für ökologische Fernbusfahrten gilt der volle Mehrwertsteuersatz, während für Fahrten mit Dieselloks die Steuer geringer ausfällt - und für einen Flug von Berlin nach Prag gar keine."

Schon gewusst: Weltweit ist Deutschland der größte Produzent von Biogas und Biomethan.
Deutschland produzierte 2019 rund 82 TWh Biogas und 10 TWh Biomethan. Mit 11.269 registrierten Biogasanlagen und 232 Biomethananlagen hatte Deutschland auch 2019
die höchste Anzahl an Biogas- und Biomethananlagen in Europa.
Quelle: EBA Statistical Report 2020

Auch die Stadtwerke Hattingen versorgen ihre CNG Tankstelle seit 01.07.2021 mit Biomethan und senken den Preis gegenüber fossilem Erdgas um 6 Cent pro kg. Preissteigerung für die fossile Mobilität gibt es gerade überall. Wer umweltfreundlich und günstig mit dem eigenen Auto unterwegs sein muss, sollte zu einem CNG Fahrzeug greifen.

Stand: 04.07.2021
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Quelle: https://agriportance.com/
Das Start-Up „agriportance“ bringt Landwirte und Mineralölfirmen zusammen. Was haben die beiden miteinander zu tun? Landwirte mit Biogasanlagen, die nach RED2, also mit Abfall- und Reststoffen produzieren, können ihre Anlage zertifizieren lassen und zertifiziertes Biomethan verkaufen bzw. in das Erdgasnetz einspeisen. Damit wiederum können Mineralölfirmen ihre eigene Treibhausgasquote senken. Das Prinzip ist politisch gewollt und könnte Biogasanlagenbetreibern nach dem Auslaufen der EEG Abnahmeverpflichtung eine neues Standbein bieten. Allerdings ist dies mit Investition in die Anlage und in die Zertifizierung verbunden. Über gelungen Beispiele in Verbindung mit Molkerei- und Fischzuchtabfällen haben wir hier schon berichtet.
https://f3.de/farm/biomethan-mit-co2-ze ... m=referral
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 08/2021

Beitrag von WäPu2014 »

August 2021

Stand: 28.08.2021
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Die ersten New Holland T6.180 Methane Traktoren mit dem CNG-Antrieb erreichen den deutschen Markt. Deutschland ist mit über 10000 Biogasanlagen ein wichtiger Markt für den Hersteller, da sich die Betreiber ihren Kraftstoff selbst herstellen könnten und damit zu einer bessere THG Bilanz der Anlage und des Produkts beitragen. Der neue T6.180 Methane erreicht mit einem einfachen Drei-WegeKatalysator, ohne Abgasrückführung, ohne Partikelfilter und ohne Abgasnachbehandlung, gegenüber der neuesten Stufe V für Dieselmotoren folgende Reduktionen:

* 99% weniger PM (Partikel)
* 70% weniger NOX (Stickoxide)
* 90% weniger CO (Kohlenmonoxid)
* 90% weniger HC (Nicht-Methan Kohlenwasserstoffe)

Die Zahlen zeigen eindrucksvoll was alleine mit Umstellung auf CNG und bestehender Technik machbar ist. Mit dem Kraftstoff BioCNG passt dann auch noch die CO2-Bilanz. Die Industrie zeigt wie es geht und wo es mit etwas mehr planerischer Sicherheit durch die Politik noch hingehen könnte. Weitere 4 Jahre der verpassten Möglichkeiten können wir uns nicht leisten.
https://moderner-landwirt.de/der-new-ho ... 2-neutral/

Stand: 21.08.2021
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NORMA im Hunsrück und sein Frischelogistiker Meyer Logistik setzen ab sofort 25 LNG-LKW mit Bio-LNG aus Gülle und anderen Reststoffen ein. „Da haben wir, jedenfalls im übertragenen Sinne, die Kuh im Tank«, sagt Matthias Strehl, Geschäftsführer von Meyer Logistik.
https://www.frischelogistik.com/meyer-m ... h-im-tank/

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Als Nachtrag zu dem Beitrag über die IVECO S-Way CNG-LKW´s bei Edeka ein Kommentar von Giandomenico Fioretti, Head of Alternative Propulsion bei IVECO: „Wir bei IVECO sind davon überzeugt, dass Methan auf dem Weg zum CO2-neutralen Straßengüterverkehr eine Schlüsselrolle zukommt. Im Fernverkehr ist diese alternative Antriebstechnologie die ausgereifte Lösung, die bereits heute zur Verfügung steht, um den ökologischen Fußabdruck des Transportsektors zu senken. Dieser positive Einfluss lässt sich mit Biomethan noch deutlich verstärken. Heute macht Biomethan bereits 17 Prozent (Mein Kommentar: Autsch, das ist der Wert von 2018 :lol: ) des im Verkehr verwendeten Methans aus. Seine Nutzung wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, da ständig neue Tankstellen in Betrieb gehen und die Vorteile klar dafür sprechen. Mit Initiativen wie dem IVECO Ambassador-Programm wollen wir das Bewusstsein für die Vorteile von Biomethan bei den Spediteuren erhöhen."

Stand: 15.08.2021
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Quelle: VERBIO
Die indischen Bauern fahren zwei Ernten im Jahr ein – im April die Weizenernte und im Oktober die Reisernte. In der Zwischenzeit müssen die Felder neu bestellt und das Saatgut ausgebracht werden. Die Zeit ist knapp – das Verbrennen der Strohabfälle ist bisher der schnellste und billigste Weg, um die überschüssige Biomasse zu beseitigen. Zwar wurde diese Vorgehensweise schon lange verboten, aber Alternativen standen nicht zur Verfügung. In Summe geht es hier um über 300 Millionen Tonnen Stroh - jährlich.
Nun geht nach fast 6 Jahren Planungs- und Bauzeit demnächst die erste VERBIO Biogasanlage für Reststroh mit einer Leistung von 20 Megawatt und einer Kapazität zur Verarbeitung von 100.000 Tonnen Stroh pro Jahr in Indien, genauer gesagt im nordindischen Chandigarh in der Provinz Punjab, in Betrieb. Aktuell prüfen der führende indischen Energiekonzern IndianOil Corporation Ltd. und VERBIO eine weitere Zusammenarbeit mit dem Ziel das IndianOil-Netzwerk für die Vermarktung von BioCNG zu nutzen. In Indien sind mehr als 3,5 Millionen Fahrzeuge mit CNG-Antrieb zugelassen – das ist die Hälfte des gesamten Fahrzeugbestandes. Für die indische Regierung ist BioCNG aus heimischen Abfällen ein wichtiger Baustein zur Dekarbonisierung des Verkehr.
Wer sich dazu mehr anhören möchte, empfehle ich den Podcast von #strohklug:
https://www.strohklug.de/podcast/posts/ ... atmet-auf/

Stand: 07.08.2021
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Quelle: Federspiele
Die aus Südamerika eingeschleppte Wasserhyazinthe droht den Victoriasee zu ersticken. Alle 14 Tage verdoppelt sich die Biomasse im See und erstickt alles Leben. Nicht nur, daß sie das Sonnenlicht abhält und die Organismen im See langsam erstickt, sie dient auch als Wirtin für Schnecken, welche die gefährliche Wurmerkrankung Bilharziose übertragen. Moskitos als Malariaüberträger brüten gerne in ihr, und auch Schlangen fühlen sich in dem treibenden Blattwerk wohl.Tag für Tag wachsen auf dem Victoriasee vierzig Tonnen Hyazinthen nach.
In anderen Ländern wurde die Pflanze mit Chemie bekämpft. Neben der Belastung der Umwelt mit den chlor- und phosphororganischen Verbindungen sanken die Pflanzen im Anschluss zu Boden, verrotteten und entzogen dem Wasser noch mehr Sauerstoff. Auch die biologische Bekämpfung mit Rüsselkäfern scheint maximal langfristige Wirkung zu haben. Aber nun gibt es Hoffnung. In Kenia wird bereits mit Biogasanlagen für Kuhdung experimentiert und die massereiche Wasserhyazinthe scheint ebenfalls ein interessanter Futterlieferant zu sein.

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Quelle: PIXABAY
Nach den CORONA Jahr zieht der Energieverbrauch im ersten Halbjahr in Deutschland wieder an. Da weniger Strom aus Wind erzeugt wurde, stieg auch der Anteil von Braun- und Steinkohle am Energiemix an. Erdgas übernahm mit einem Anteil von 30,6 Prozent erstmals die Führungsposition, das Mineralöl fiel mit 28,6 Prozent auf Platz zwei. Die erneuerbaren Energien belegen mit einem Anteil von 16,8 Prozent Platz drei, zuvor lag ihr Anteil allerdings bei 17,7 Prozent. Die Anteile der Braun- und Steinkohle am Gesamtverbrauch erhöhten sich leicht auf zusammen 16,6 Prozent.
Schon gewusst: Der Wasserstoffanteil im Erdgasnetz darf maximal 2% betragen. Wasserstoff ist sehr aggressiv und führt zum Beispiel bei Edelstahl zu einer Versprödung. Dies ist einer der Gründe warum in der Treibstoffnorm zu CNG der Wasserstoffanteil auf max. 2% festgelegt ist. Was viele nicht wissen, CNG wird direkt aus dem Erdgasnetz entnommen und mit Kompressoren vor Ort auf den notwendigen Druck gebracht. LNG wird dagegen mit dem Tanklastzug an die Tankstellen gebracht.

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Quelle: PIXABAY
Interessant aus welchen Reststoffen man noch Energie bzw. Kraftstoff erzeugen kann. Aus den Getreideresten der Whiskyproduktion des schottischen Herstellers Glenfiddich erzeugt die Firma inzwischen in einer Biogasanlage den Treibstoff für ihre LKW teilweise selbst. Aktuell werden 3 LKW mit Bio-CNG betrieben, in naher Zukunft sollen alle 20 LKW mit dem alternativen Treibstoff fahren.

Stand: 01.08.2021
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Quelle: IVECO
Edeka Minden-Hannover achtet auf umweltfreundliche Lieferketten und setzt dafür zehn Iveco Stralis NP und  weitere  40  Iveco  S-Way  NP  in  ihrem  Fuhrpark  ein.  NP steht bei Iveco für "Natural Power" und meint den Treibstoff CNG oder LNG. Seit Ende Mai fahren 3 der LNG Trucks mit Bio-LNG von SHELL. Die zwei 540 Liter großen Tanks der 4x2-Iveco-Natural-Power-Sattelzugmaschine mit 460 PS Motorleistung fassen zusammen mindestens 390 Kilogramm flüssiges Bio-LNG. Damit ist eine rechnerische Reichweite von bis zu 1.600 Kilometern möglich. Im Vergleich zu einem Diesel-Lkw verringert sich der CO2-Ausstoß um etwa 95 Prozent. Auch wird deutlich weniger Sickoxid und Ruß ausgestoßen als bei Dieselbetrieb.
Und so sehen die weiteren Ziele von Shell-Deutschland-Chef Fabian Ziegler aus:
„Bereits im Sommer soll in den Niederlanden die Bio-LNG-Anlage von Nordsol die Produktion aufnehmen und in unser europäisches Versorgungsnetz einspeisen. Dann geht es mit großen Schritten weiter: Denn wir haben in Köln im  Frühjahr den Bauantrag für eine 100.000-Tonnen-Anlage  zur Herstellung von Bio-LNG im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland eingereicht und hoffen, noch in diesem Herbst den ersten Spatenstich setzen zu können. So könnten wir unsere LNG-Tankstellen in Deutschland bereits ab 2023 flächendeckend mit Bio-LNG versorgen und dabei helfen, den Güterfernverkehr um bis zu einer Million Tonnen CO2 zu entlasten.“
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 09/2021

Beitrag von WäPu2014 »

September 2021

Stand: 27.09.2021
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Laut VW emittiert ein Golf 8 TDI im Laufe seines Lebens nach 200 tkm Laufleistung 32,1t CO2.
Ein ID3 mit dem EU-Strommix „nur“ 27,9t, allerdings mit dem deutschen Strommix schon 33,7t CO2.
Dazu trickst VW auch noch mit dem CO2 Werten für Fahrzeug und Akku und setzt den Strom aus österreichischen Wasser- und Pumpspeicherkraftwerken mit einem CO2 Wert von 0 statt mit ca. 39 Gramm je kWh an.
Ein Golf 8 TGI mit dem deutschen CNG-Mix 20% Erdgas und 80% Biomethan kommt dagegen auf 14,7t CO2.
Mindestens 3500 EUR kostet also 1 Tonne CO2 Einsparung im besten Fall an Fördergeldern für die Elektromobilität.
Das geht auch effektiver:
- 64 EUR kostet 1 Tonne CO2 im Rahmen einer Wiedervernässung eines Moores
- 112 EUR ist die geforderte Klimaleistungsprämie für den Erhalt von 1 Hektar Wald und bindet 8 Tonnen CO2 pro Jahr
- 850 EUR kostet es 1 Tonne CO2 aus der Luft zu filtern (Stand 2018)
UPDATE: Auf Island wurde diesen Monat die weltweit größte Anlage zur Abscheidung von CO2 aus der Atmosphäre in Betrieb genommen. Pro Jahr sollen 4.000 Tonnen CO2 aus der Luft gefiltert und in 1000 Metern Tiefe eingelagert werden. Die Anlage wird zwischen 10 Mio und 15 Mio US$ kosten. Über eine typische Lebenszeit eines KFZ von 15 Jahren gerechnet, wären das maximal 250 US$ je Tonne CO2. Die Anlage ist sicher auf eine längere Laufzeit ausgelegt.

Stand: 24.09.2021
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In Deutschland liegen wir bei 80% Biomethan im CNG Verkauf und damit entsprechen die CO2 Emission von dem verkauften CNG ca. 45 g/km. Im Vergleich liegt damit ein CNG Fahrzeug trotz des etwas höheren CO2 Verbrauchs bei der Produktion des Autos in Summe über 200 Tkm heute schon bei knapp 15 Tonnen CO2 über seine Lebenslaufzeit. Aber trotz dieser Tatsachen, interessiert das die meisten politischen Parteien incl. EU Kommission offiziell nicht. Wir brauchen weniger und leichtere Fahrzeuge, intelligente Antriebskonzepte z.B. mit kleinen Motoren in Kombination mit kleinen Akkus und ausschließlich den Elektromotor für den Vortrieb, einen besseren ÖPNV und den Grünstrom für Haushalt, Heizung und Industrie. Die hohen Förderungen für die Elektromobilität wären an anderen Stelle effizienter angelegt und dann tatsächlich ein Beitrag für die Klimaziele 2030.
https://www.zdf.de/dokumentation/planet ... o-100.html
Quelle: planet e. / ZDF

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Quelle: auto360.de
Wer sich für einen unabhängigen Test eines aktuelle CNG Fahrzeugs interessiert, ist bei auto360.de an der richtigen Adresse. Im aktuellen Bericht wurde der AUDI A3 Sportback g-tron genau unter die Lupe genommen. Übrigens bei Kaufinteresse auch mal in der eigenen Gemeinde- oder Stadtverwaltung bzw. den Stadtwerken bezüglich einer Förderung nachfragen. Viele Kommunen bezuschussen alternative Antriebe und dazu gehört auch CNG. Förderbeträge um die 500 EUR sind durchaus möglich.
https://auto360.de/test-audi-a3-sportba ... nd-sparsam

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Quelle: Case Construction Equipment
Zukunftsträchtig vom Design bis zum Antrieb: Der Case Project Tetra mit 230 PS starken CNG-Antrieb. Der Motor basiert auf einem Diesel-Aggregat und kommt auf die gleiche Drehmomentenleistung wie ein herkömmlicher Diesel. Zu den mit Bio-CNG bis zu 90% geringeren CO2 Emissionen kommt noch eine deutlich hörbare Reduzierung der Motorengeräusche. Ein großer Vorteil des CNG Antriebs kommt auch in der notwendigen Abgasnachbehandlung bzw. eigentlich in der einfacheren Technik zum Tragen. Um aktuelle Emissionswerte einzuhalten benötigt der Motor nur einen 3-Wege-Katalysator. Die aus der Dieselwelt bekannten EGR, SCR, oder DPF benötigt ein CNG Motor nicht.
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/ein ... n-anderer/

Stand: 05.09.2021
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7. Sep '21 - 12. Sep '21
Messe München
Mobilität ist im Umbruch und neue Angebote erweitern den Mobilitätsmix in der Stadt und auf dem Land. Neue Mobilitätsträger, Technologien und Akteure wie Start-ups treten auf den Plan. Und die IAA MOBILITY 2021 trägt dieser Entwicklung Rechnung. Erstmalig mit dabei auf der neuen IAA Mobility: Der CNG-Club e. V. mit einem eigenen Stand! Clubvertreter präsentieren alle Infos rund um den klimafreundlichen Antrieb BioCNG am Stand "Summit B1.A204". Weitere Infos finden Sie auf der Besucher-Website der IAA.
https://www.iaa.de/de/mobility


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Das Thema E-Fuels, also die Herstellung von Kraftstoffen mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien, Wasser und CO2 aus der Luft, nimmt etwas Fahrt auf. Die Herstellung von eFuels basiert auf der Gewinnung von Wasserstoff. Dieser entsteht durch ein Elektrolyseverfahren, welches Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Für dieses Verfahren und für alle weiteren Produktionsschritte wird Strom benötigt.
In einem zweiten Verfahrensschritt wird der Wasserstoff mit aus der Luft gewonnenem CO2 oder Industrieabgasen mit Hilfe der Fischer-Tropsch-Synthese zu einem flüssigen Energieträger, eFuel, umgewandelt. Unter hohem Druck und mit Hilfe eines Katalysators verbindet sich der Wasserstoff mit dem CO2. Durch die Nutzung von Strom bei der Herstellung spricht man von einem „Power-to-Liquid“-Verfahren: Strom wird zu einer synthetischen Flüssigkeit umgewandelt. Der Energieaufwand ist erheblich, allerdings lässt sich diese Basis zu allen herkömmlichen Kraft- und Heizstoffen verarbeiten, über die bestehende Infrastruktur transportieren und lagern sowie ohne Einschränkungen mit der aktuellen Motor- und Brennertechnologie einsetzen.
Die Idee ist, zunächst über eine Beimischungen von ca. 4% ab 2025 den klimawirksamen CO2 Ausstoß herkömmlicher Kraftstoffe zu reduzieren und ab 2050 vollständig durch E-Fuels zu ersetzen.
Die eFuel Alliance e.V. geht davon aus, daß ein Liter Diesel im Jahr 2050 mit heutigen Abgaben und Steuern zwischen 1,38 EUR und 2,17 EUR kosten könnte.
Für die E-Fuels spricht die Tatsache, dass auch 2050 noch sehr viele Fahrzeuge weltweit mit herkömmlichen Verbrennern unterwegs sein werden und im Hinblick auf die Klimaziele 2030 eine Reduzierung der THG-Belastungen im Verkehr von 12% durch E-Fuels ein wertvoller Beitrag sein würde.
https://www.e-fuels.de/landingpage/
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 10/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Wird bis Ende Oktober 2021 immer wieder ergänzt
Tip: Wer sich beim Energiesparkonto kostenlos anmeldet, kann für sich die Darstellung so einstellen, dass der aktuelle Beitrag immer oben angezeigt wird. Man spart sich das lästige Scrollen. :!:
Alternativ funktioniert auch dieser Link zum Speichern in den eigenen Favoriten:
https://forum.energiesparkonto.de/viewt ... 3809824d90


Tip: Interessierte machen sich immer wieder die Mühe unsere Telefonnummer heraus zu finden. Einfacher geht es mit einem Account beim Energiesparkonto oder über https://www.instagram.com/liebermitcng/ und einer privaten Nachricht

Unser Fahrzeug bei https://www.spritmonitor.de:
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https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 17963.html
Unser aktueller Bio-CNG Verbrauch:
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Unser CO2 Fußabdruck für den Kraftstoff incl. Vorkette berechnet über https://www.kraftstoffvergleich.de/:
26 gr/km

Stand: 23.10.2021
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Welches Auto ist laut ADAC das günstigste Fahrzeug in der Mittelklasse im Vollkostenvergleich?
Berücksichtigt wurden Anschaffungspreis, der Wertverlust und die Ausgaben für den Kraftstoff sowie Motorölwechsel, Autowäsche, Versicherung, Werkstatt- und Reifenkosten.
Das Auto wird mit einer Haltedauer von 5 Jahren und einer durchschnittlichen Jahreslaufleistung von 15 tkm angesetzt. Nein, es ist kein Diesel und kein Stromer, es ist ein CNG Fahrzeug. Wer günstig und umweltschonend fahren möchte, fährt Bio-CNG.
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/a ... sse-autos/

Eine Marktauswertung des Ökostromanbieters LICHTBLICK hat ergeben, dass Kunden an Standardladesäulen bis zu ca. 50% mehr zahlen als für Haushaltstrom und fast doppelt so viel an Schnellladesäulen. Demnach koste die Ladung eines VW ID.3 für 100 Kilometer mit einem durchschnittlichen Haushaltsstromtarif etwa 4,48 Euro. An einer Ladesäule wären hierfür bis zu 6,68 Euro fällig, an einer Schnellladesäule in der Spitze bis zu 10,77 Euro. Meist sind die Tarifkosten für den Verbraucher dabei nur schwer zu erkennen.
Da lobe ich mir die klare Auszeichnung von CNG an den Tankstellen und den stabilen Preis. Unser LEON ST kostet uns im Kraftstoffverbrauch für Bio-CNG im Durchschnitt der letzten 3 Jahre 4,50 EUR pro 100 Kilometer, Tendenz abnehmend.
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Beispielrechnung Skoda Octavia Combi, Anbieter Orangegas, Preisstand: 20.8.2021 mit 112,9 ct/kg (H-Gas)

Stand: 16.10.2021
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Verwendete Kraftstoffe im Bestand und bei den Neuzulassungen 2020.
Dem gegenüber steht die Erwartungshaltung der Verbraucher bezgl. der heutigen und zukünftigen erneuerbaren und klimaschonenden Antriebskonzepte. Nur auf die Elektromobilität zu setzen, scheint für viele der falsche Weg. Wer sich ein Auto aus dem VW-Konzern zulegen möchte, sollte sich die TGI Varianten ansehen. Eine Beratung in den Autohäusern wird es dazu mit wenigen Ausnahmen leider kaum geben, wir oder der https://www.cng-club.de/ können hier helfen.
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Stand: 11.10.2021
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In München fahren 28 Müllautos mit Bio-CNG, 34 weitere kommen bis Mitte 2022 dazu und das einzige Elektrofahrzeug der Flotte ist für die Zeitung abgelichtet worden. Klar braucht es für so viele neue CNG Fahrzeuge mit großem Tank größere Druckspeicher an ausgewählten Tankpunkten, die meisten Tankstellen sind in MUC auf PKW ausgelegt und vorbildlich über die Stadt verteilt. Es bleibt einem CNG Fahrer nach einer LKW Betankung nicht viel Druck übrig und es dauert etwas bis die Kompressoren wieder aus dem Erdgasnetz nachbefüllt haben.
Berlin und andere große wie kleine Städte produzieren aus dem kommunalen Abfall in eigenen Biogasanlagen Biomethan, speisen ins Netz und verkaufen an den schon ein vorhandenen Tankstellen auch an sonstige Kunden Es gibt auch Lösungen für ein nächtliches Massentanken im Depot mit deutlich weniger Druck. Leider gibt es nur noch wenige Firmen, die solche Technik planen und realisieren können, da Politik und Industrie das Thema CNG über Jahre vernachlässigt haben.
https://amp.abendzeitung-muenchen.de/mu ... art-760923

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärte: „Klimafreundliche Kraftstoffe leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz im Verkehr. Doch was gut fürs Klima ist, darf nicht der Umwelt schaden. Daher verbannt Deutschland Palmöl ab 2023 aus dem Tank. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen [soll] insgesamt nicht weiter anwachsen. Kraftstoffe aus Gülle und Stroh oder altem Frittierfett dagegen schonen natürliche Ressourcen und senken den CO2-Ausstoß der zugelassenen Fahrzeuge.“ Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts wird die neue Verordnung voraussichtlich im Oktober verkündet und tritt am 01. Januar 2022 in Kraft. Der Anteil von fortschrittlichen Biokraftstoffen aus Stroh und Gülle soll bis 2030 von derzeit nahe null auf mindestens 2,6 Prozent steigen. Oberhalb der vorgegebenen Mindestmengen wird ihre Verwendung zusätzlich mit einer doppelten Anrechnung innerhalb der THG-Quote gefördert. Über 110 Mio. Tonnen CO2 sollen so durch nachhaltige Biokraftstoffe eingespart werden.
Quellen: BMU und BBE

Stand: 07.10.2021
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Quelle: Stadtwerke Augsburg
Man muss zwischen den vielen Elektromobilitätsförderungen schon etwas genauer hinsehen, aber Brüssel hat jetzt auch die Förderung von biomethangetriebenen Bussen im ÖPNV mit der technologieneutralen „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ genehmigt. Gefördert werden dabei Machbarkeitsstudien, Beschaffung der Busse sowie der notwendigen Infrastruktur. Die laufenden Betriebskosten müssen die Antragsteller selbst tragen. Während beispielhafte Betriebsszenarien für BioCNG-Busse schon in vielen Städten mit teils hunderten von Bussen je Flotte weltweit existieren, sind Betrieb und Kosten einer Elektroflotte noch weitgehend Neuland für die Betreiber.
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Press ... busse.html

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Quelle: auto360.de
Ein sehr realistischer Fahrbericht zum Skoda Kamiq mit dem 1,0 Liter TGI Motor kommt wieder von Dietmar Stanka. Der kleine Motor ist im UP gut aufgehoben, im Polo noch akzeptabel aber für die CrossOver einfach zu schwachbrüstig. Leider dürfen wohl weder SEAT noch SKODA den 1,5 Liter TGI in dieser Klasse seitens VW verbauen. Dieser Motor würde deutlich besser zu dem Fahrzeug passen und zudem noch sparsamer im Verbrauch sein.
https://auto360.de/test-skoda-kamiq-g-t ... r-tscheche


Zuletzt als neu markiert von WäPu2014 am Samstag 23. Oktober 2021, 15:32.
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