Fernwärme mit Smarthome Komponenten

Kein Geld mehr durch den Schornstein jagen. Reden Sie über das Sparen beim Heizen.

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Fernwärme mit Smarthome Komponenten

Beitragvon Energiesparer237405 » Dienstag 31. Januar 2017, 17:10

Hallo liebe Energiesparende,

Ich bin neu auf dieser Forum und suche schon länger Antwort auf meine Probleme mit unserer Fernwärme. Das ganze ist etwas langwieriger daher folgende Eckdaten:

Haus: Reihenendhaus Baujahr 1984,108,6qm, 5 Zimmer
Fenster:Neue Fenster mit einem U-Wert von 1,0
Heizung: Fernwärme, kombiniert Heizung und Warmwasser. Übergabestation im Abstellraum unten, neben dem Hauseingang.
Außentemperaturgesteuert, aktuelle Heizkennlinie auf 1,25 gestellt, Raumtemperatur auf 20,0 Grad, Nachtabsenkung - 3 Grad.
Extras: In Wohnzimmer und Küche neue Thermostate der Fa. TADO. Oben im Schlafzimmer Thermostat von Quivicon( Magenta Smart Home)
Vorlauftemperatur: Schwankt zwischen 50 und 60 Grad
Blockheizkraftwerk zur Wärmeaufbereitung befindet sich im benachbarten Mehrfamilienhaus.

Ich hoffe das reicht :)

Nun: der neue Heizungsmischer schließt nicht. Der Heizungsbauer findet das Problem nicht, muss hierbei einen Elektriker hinzuziehen.

Oft ist es so das die Heizkörper entweder "brennen", so sehe ich das oft im Wohnzimmer, gleichzeitig nebenan in der Küche quasi das selbe tun oder aber auch schwach Heizen.
Ich komme nie auf die gewünschten 20 Grad, eher auf 18-19 Grad.

Die Heizzeiten sind linear: 0-7 Uhr 17 Grad, 7-22.30 Uhr 20 Grad, 22.30-0.00 Uhr 17 Grad.

Beim Blick auf den Wärmemengenzähler bin ich fast vom Stuhl gefallen. Knallharte 2250 kwh im Januar. Das erscheint mir sehr hoch. Gerade beim einem kombinierten Arbeits/Grundpreis von 16 Cent pro KWh zittere ich schon vor der Endabrechnung.

Wir haben anhand dessen uns die SmartHome Komponenten zum Testen erstmal gemietet. In der Hoffnung die Technik arbeitet effizienter. Um Verluste zu verhindern haben wir bei Grünspar Reflektorfolie gekauft und hinter die Heizkörper (mit Magnetband) gesetzt. Jetzt Ende Januar sind wir natürlich erstmal enttäuscht, mit so viel Verbrauch für einen. Monat haben wir nicht gerechnet. Vielleicht liegt es aber auch am defekten Mischer?

Wir haben nun so viele Komponenten um etwas zu sparen und es kommt im Januar 1/6 des Jahresverbrauches dabei herum.

Im letzten Jahr hatten wir 13600 Kilowatt Verbrauch. Ist das gemessen daran das ständig einer zuhause ist (meine Frau - Mutter) normal? Was können wir tun um den Februar sparsamer zu gestalten? Kann der Mischer der Grund sein?

Viele Fragen mit der Hoffnung auf Infos. Den Heizungsbauer brauch ich nicht fragen, der ist wortkarger als wortkarg :) Ich freue mich über eure Tipps, Antworten und Anregungen.
Energiesparer237405
 
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Re: Fernwärme mit Smarthome Komponenten

Beitragvon Energiesparer185750 » Dienstag 31. Januar 2017, 22:54

Hallo,

Sehr interessanter Beitrag,
Mischerventil genau prüfen, wie wird dieses angesteuert, welche Steuerung?. Macht es auch voll auf? Das ist wichtig um die ganze Leistung abzurufen, damit es warm wird. Das Schlissen ist nur für den Sommer wichtig. Sind hier auch Zeiten Einstellbar, die mit dne anderen Thermostaten nicht zusammenpassen.

EIne richtig eingestellt Heizung ist eigentlcih "kalt" aber die Wohnung warm. ( Hydraulischer Abgleich der Heizungen durchgeführt?

Wenn ich BHKW höre, reicht hier die Leistung überhaupt aus, wenn alle Wohnungen aus der Nachtabsenkung kommen, gibt es nur morgens Probleme, Abends, wenn alle Mitbweohner wieder kommen und die Heizung anstellen? Evtl die hier reduzieren, Zeiten von Räume verschieben, evtl. füher oder Später..... sollte mit der Steuerung eigentlich kein Problem sein.
Hier mal die Vorlautemperaturen am Wärmemengenzähler regelmäßig prüfen.
Evtl auch eine Heizkennlinie, etwas kleiner wählen.

Der Januar war überall recht kalt, ist der Wärmemengenzähler richtig angeschlossen, in allen Wohnungen? Bei mir wurde so ein Zähler in einer Wohnung schon verkehrt angeschlossen..... bis er gewechselt wurde, dann würde es teuer.....
Wie hoch ist die Warmwasssertemperatur, Speicher? Zirkoleitung? Wie viel wird geduscht Gebadet? Ist nicht zu unterschätzen.


Wie kommt man auf den Arbeitspreis von 16 ct /kWh. Das wäre sehr wichtig zu wissen. Wärmemenge ist das eine, Kosten pro Einheit das andere.
Anschlussleistung evtl zu hoch gesetzt?
Energiesparer185750
 
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Re: Fernwärme mit Smarthome Komponenten

Beitragvon Energiesparer237405 » Mittwoch 1. Februar 2017, 11:15

Danke für die prompte Antwort. Vor dem hydraulischen Abgleich scheuen sich Vermieter und bestellter Heizungsbauer leider. Der Mischer wurde nun neu eingebaut, es scheint aber Probleme mit der Verkabelung zu geben.
An der,ich nenne es nun mal ,Zeitschaltuhr sind die gleichen Zeiten angestellt wie an den Thermostaten.

Dem Tipp mit dem prüfen des Wärmemengenzählers bin ich nachgegangen. Es scheint alles korrekt angebaut zu sein. Hierbei handelt es sich um den ISTA Sensonic II. Wir haben einen eigenen Wärmemengenzähler, da es sich ja um ein Reihenendhaus handelt. Das Kraftwerk steht im Nahegelegenen Mehrfamilienhaus.

Die Vorlauftemperatur prüfe ich täglich. Liegt aktuell bei diesen Temperaturen laufend zwischen 50 und 60 Grad.

Baden und duschen ist eher weniger, wir sind da sehr sparsam. Ich z.B kann auf der Arbeit duschen, hier zuhause waschen wir uns viel mehr.
Wärmwassertemperatur liegt am Speicher bei eingestellten 61 Grad.

Die 16 Cent setzen sich aus Arbeitspreis und Grundpreis zusammen. Der Arbeitspreis liegt bei 7 Cent. Der Grundpreis setzt us der Wohnfläche (108,6qm)*7,xx € zusammen . Dann werden Arbeitspreis*Kilowattanzahl gerechnet + Grundpreis und in 50/50 Relation gebracht. Ich hoffe hierbei ich habe es so richtig erklärt. Daraus ergeben sich faktisch 16,xx Cent pro Kilowatt.

Wäre der Vermieter denn verpflichtet die Anschlussleistung zu senken? Mir ist diese leider nicht bekannt. Aber wirklich interessant Ansatzpunkt, gerade weil wir ja die neuen Fenster bekommen haben. (energetischer Umbau?!)

Ich weiß dass Fernwärme die mitunter teuerste Art der Befeuerung ist, aber eigentlich auch die sagen wir mal bequemste. Der Verwalter der Immobilie ist an die Weisungen des Energiedienstleisters gebunden (Energie und Service Coesfeld). Ich habe diesen versucht zu kontaktieren, aber keine Antwort bekommen.

Aber nebenbei: Sind 20000kwh für 5 Personen bei solchem Wetter normal?? Wäre es sinnvoll die Temperatur in den Räumen zwischenzeitlich mehrmals am Tag um 1-2 Grad abzusenken? Die Wärme bleibt ja erstmal im Raum. Oder wäre es unsinnig mehrmals am Tag hoch und runter zu temperieren? Wie gesagt, einer von uns ist immer zuhause.
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Re: Fernwärme mit Smarthome Komponenten

Beitragvon Energiesparer185750 » Sonntag 5. Februar 2017, 19:41

Hallo,

ich würde die Räume nach dem Bedarf heizen, so dass es dann warm ist wenn es Warm sein soll. Ansonsten die Temperatur so gering halten wie möglich. Gleichzeitig , so einstellen, dass nicht alle Räume gleichzeitig aufheizen. (das hilft die Anschlussleistung dann zu verringern). Ideal mal einen Datenblogger der Temperatur anbringen, und schauen, wann die Temperatur des Mischers wirklich ansteht, auch die Vorlauftemperatur zu senken, kann Kosten sparen. Bei jedem Raum sollte der Thermische Fingerabdruck bestimmt werden. Wie lange braucht der Raum um sich zu erwärmen, sich abzukühlen,Nutzerverhalten, etc. . Diese kann man in den Steuerungen dann einspielen. z.B. Wohnzimmer: morgens zum Frühstück wärmer, morgens für die Hausarbeit kälter, und abends dann noch wärmer . Danach Nachtabsenkung, wenn man schlafen geht. evtl dann noch mal eine Schaltpunkt setzen, um immer sicher zu gehen, dass der Raum auf die Nachtabsenkung gebraucht wird - für jeden Raum . ( Je besser abgestimmt, desto größer ist das Potential.
Wir haben selbst Fernwärme und wir sind gerade dabei das Trinkwassernetz zu prüfen, Das isst bei uns der große Kostentreiber. Hier messen wir jetzt alle Temperaturen, um gezielte Maßnahmen zu bestimmen. (Sehr erstaunliche Daten haben wir nach ein paar Tagen festgestellt.)

Zum Wärmeverbrauch kann ich leider nichts sagen.

Fernwärme ist aus meiner Sicht nicht wirklich teuerer, für den Wohnungseigerntümer, wenn die Technik richtig abgestimmt ist. Dann kann es wirklich eine sehr günstige Alternative sein, Hier gibt es keine Wandlungsverluste und kaum Instandhaltungskosten.
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Re: Fernwärme mit Smarthome Komponenten

Beitragvon Energiesparer254955 » Montag 23. April 2018, 14:17

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