PLZ 6 - Doppelhaus - energetische Maßnahmen

Hier können Sie Ihr Energiespar-Projekt vorstellen.

PLZ 6 - Doppelhaus - energetische Maßnahmen

Beitragvon Energiesparer26990 » Sonntag 20. August 2017, 12:48

Objekt:
Doppelhaushälfte Baujahr 1960/61
132 m² Wohnfläche verteilt auf 2 Etagen.
Massivbau mit 24er Mauerwerk, nicht isoliert.
Satteldach mit 45° Neigung. Ausrichtung Süd-Ost.
Unterkellert, jedoch im Keller nicht volle Geschoßhöhe (nur 210 cm)
Keller nicht isoliert.
Dachgeschoß ausgebaut. Dach zum damaligen Zeitpunkt nicht isoliert.
Technik:
Wasserleitungen verzinkt.
Beheizt wurde das Gebäude nur im Wohnzimmer mit einem Ölofen und in der Küche
mit einem Kohleherd, der gleichzeitig Kochstelle war.

Bewohnt wird das Gebäude aktuell von 4 Personen.
Gekauft haben wir das Objekt 1995.


Maßnahmen des Vorbesitzers: (soweit uns mitgeteilt)
- 1978
Einbau einer Ölzentralheizung.
Ölkessel: 28 kW
Brauchwasserbehälter: 120 Liter
Lagervolumen: 8.000 Liter (4 Kunststofftanks a 2.000 Liter)
Kein Außentemperaturfühler. 3-Wege Mischer. 1 Heizkreis mit Heizkörper in jedem Zimmer.
Die Rohrleitungsquerschnitte wurden damals üppig bemessen. Im Keller wurden z.B. 11/2"-Leitungen verlegt!
Alle Rohrleitungen wurden vom Vorbesitzer isoliert.
- 1986
Isolierung des Dachgeschosses mit Glaswolle. Ca. 12 cm. Zwischensparrendämmung.
- 1989 - 1991
Austausch der einfach verglasten Fenster durch Fenster mit Doppelverglasung.
Austausch der Haustüre.

Gemessener durchschnittlicher Verbrauch pro Jahr (nach Kauf):
3600 Liter Heizöl. (ca. 36.000 kWh)
ca. 120 m² wurden beheizt = ca. 30 Liter / m² Verbrauch.
Warmwasserverbrauch wurde nicht seperat erfasst und ist in obigem Verbrauch enthalten. Der reine Heizanteil ist somit
etwas geringer, aber immer noch sehr hoch.

Persönliche Situation, Motivation
Die sehr gute Lage des Hauses, ruhig und trotzdem eine sehr gute verkehrstechnische Anbindung des Wohngebietes,
eine sehr gute Infrastruktur in Bezug auf Ärzte, Kindergärten, Schulen; eine sehr angenehme Nachbarschaft, haben uns bis
heute unseren Kauf des Hauses nicht bereuen lassen.
Ich selbst habe einen Elektroberuf erlernt, arbeite aktuell aber in der Industrie.
Handwerklich gehöre ich nicht zu den "Hochbegabten". Ich lasse eigentlich lieber Arbeiten durch einen Handwerker
ausführen. Dies hat sich im Laufe der Zeit jedoch etwas verändert. Auch weil wir viele Enttäuschungen mit Handwerkern
hatten. Hierzu aber in späteren Berichten mehr.
Der hohe Heizölverbrauch hat zum damaligen Zeitpunkt nicht gestört. Damals ist man noch nicht von hohen Preissteigerungen beim Öl ausgegangen.
Die ersten Heizölrechnungen lagen bei 0,38DM / Liter. Energetische Sanierungen waren deshalb
nicht oberstes Ziel, sollten jedoch bei anstehenden Sanierungen oder Reparaturen immer wieder mit einbezogen werden.
Persönlich habe ich mir dabei folgende Vorgaben gesetzt:
1. Umsetzung von energetischen Maßnahmen, die sich innerhalb eines Zeitfensters von max. 10 Jahren amortisieren. (= rentabel)
2. Maßnahmen die das "Wohngefühl" verbessern, sich aber nicht zwangsläufig gemäß Punkt 1 "rechnen"

Ich werde hier über die verschiedenen Maßnahmen berichten. Positiv wie negativ.
Warum wurden die Maßnahmen durchgeführt?
Was haben die Maßnahmen gebracht?
Was haben die Maßnahmen gekostet?
Wie schwierig war es an passende Infos zu kommen bzw. die "richtigen" Handwerker zu finden?

Ich möchte es bei dieser "Einführung" belassen. Für die Berichte zu den bisher umgesetzten Maßnahmen benötige ich ein wenig Zeit und muß erst die Daten heraussuchen und aufbereiten.
Energiesparer26990
 
Beiträge: 25
Registriert: Sonntag 8. Dezember 2013, 18:04

PLZ 6 - Doppelhaus - energetische Maßnahmen - 1.Update

Beitragvon Energiesparer26990 » Donnerstag 24. August 2017, 18:35

Die ersten Schritte beim Energiesparen

1. Problem: Fehlende Informationen.
Nach dem Kauf des Hauses wurden rege Diskussionen im Kollegen- und Freundeskreis geführt.
Der Energieverbrauch war natürlich auch ein Thema. Im Vergleich zu Neubauten aus den 90er Jahren,
bzw. ähnlich großen Mietwohnungen, zeigte sich, das unser Haus einen relativ hohen Energieverbrauch hatte.
Vor allem auch, weil der Vorbesitzer bereits erste energetische Maßnahmen durchgeführt hatte.

Schnell zeigte sich Problem Nr. 2: Viele unterschiedliche Meinungen und Ansätze zum gleichen Thema.
Jeder favorisiert natürlich das, was er selbst umgesetzt hat als die vermeintlich beste Lösung. Bei Eigenleistungen
steckt zusätzlich "viel Herzblut" in der Arbeit. Da gibt man nicht unbedingt gleich zu, das einem selbst Fehler unterlaufen sind.
Die Bauweisen der Häuser sind letztlich nicht 1:1 vergleichbar und die jeweiligen Bewohner haben ein unterschiedliches
Empfinden zu Wärme, Kälte und Zugluft. Sind ältere Menschen, oder Kinder, im Gebäude sind die Heiztemperaturen
in der Regel höher eingestellt als man in vielen Literaturvorgaben lesen kann. Die Gebäude oder Wohnungen befinden sich
zudem oftmals in unterschiedlichen klimatischen Regionen (z.B. Bayern mit viel Schnee oder das sonnenverwöhnte Freiburg)
Als Laie macht das die Situation nicht einfacher. Aber eines zeigte sich bei den ganzen Diskussionen auf jeden Fall:
Man muß sich informieren. Und Informieren heißt nicht, direkt der 1. Quelle sein ganzes Vertrauen zu schenken.
Man muß lernen, die für sein eigenes Objekt passenden Infos herauszufiltern.

Ich hatte zum Thema Energiesparen "Feuer" gefangen. Mein persönliches Ziel war, meine Kenntnisse zu erweitern.
Meine Quellen sahen zu diesem Zeitpunkt wie folgt aus:
1. Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen
2. Internet (verschiedene Foren, WIKIS, Firmenseiten, Verbraucherseiten, Fachberichte von Universitäten.......usw.)
3. Messebesuche (Handwerksmessen, regionale Messen...... usw.)


Zur Info hier einige Temperaturen für ausgewählte Zimmer unseres Hauses:
Bad: 26°C
Wohnzimmer: 24°C
Küche: 22°C
Schlafzimmer: 19°C

Dies sind höhere Einstellwerte als bei meinen Freunden und Bekannten. Und höhere Werte als die Empfehlungen von
Verbraucherseiten usw. Abrücken von den bisherigen Einstellungen wollten wir jedoch nicht.
Klar kann man Energiesparen, indem man die Temperaturen senkt. Evtl. dickere Kleidung anzieht.
Dafür haben wir jedoch kein Haus gekauft. Ein eigenes Haus bedeutet für uns auch der Gewinn an mehr Komfort.

Unsere Definition von Energiesparen:
Energiereduzierung ja, aber bei gleichbleibendem Komfort.


Diesen "minimalsten Energieeinsatz" gilt es zu finden. In den Gesprächen kam schnell heraus, das bei den bisher verbauten
technischen Komponenten, z.B. der Heizung, "einige Luft" vorhanden ist.

In den 70er Jahren war es nicht unüblich, Heizungsanlagen überzudimensionieren.
(vermutlich ist das auch heute noch so)
Hauptsächlich kamen, wie bei uns, Heizkörper als Wärmetauscher zum Einsatz.
Auch diese Heizkörper wurden in der Regel größer als notwendig ausgelegt.
Vereinfacht könnte man sagen:
kleine Wärmetauscherfläche = Heizkörper = hohe Vorlauftemperaturen
große Wärmetauscherfläche = Fußbodenheizung (in der Regel) = kleine Vorlauftemperaturen

Zusätzlich werden bei Heizungsauslegungen die Normaußentemperaturen berücksichtigt.
Bei unsererm Wohnort habe ich -12°C recherchiert.
Leider (oder Gott sei Dank) hält sich das Wetter nicht an die Normen.
Gemäß Wetteraufzeichnungen wurden auch schon -20°C an unserem Wohnort gemessen.
Dies war allerdings immer nur ein paar Tage der Fall. Genauso hat sich gezeigt, das Temperaturen
unter 0°C auch nur sehr selten sind. Meistens liegt der Wert im Mittel bei 0°C bis +3°C. Also wesentlich wärmer
als der Normaußenwert. Der Errichter einer Heizung ist jedoch bestrebt, auch beim kältesten Wert
eine warme Wohnung zu garantieren. Deshalb war die Heizungsanlage auch unser erster Ansatz.

Die Daten unserer Öl-Heizung:
Firma: Strebel, Baujahr 1978, Gußkessel
Leistung: 28kW
Heizkreistemperatur: 80°C
Warmwassertemperatur: 60°C
Abgastemperatur: 190°C (gemäß letztem Protokoll des Schornsteinfegers)
kein Außentemperaturfühler
1 Heizkreis (Heizkörper)
Jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb.

Ein Arbeitskollege vermutete eine Auslegung der Heizkörper auf 70 / 60 / 50°C. Unterlagen dazu fand ich jedoch nicht.
Im Vor- und Rücklauf war ein Thermometer eingebaut.
Um eine Überdimensionierung zu erkennen, haben wir die Heizkreistemperatur in kleinen Schritten abgesenkt.
Wichtig hierbei waren folgende Schritte:
1. Dokumentation der vorgenommen Einstellungen und der eingetretenen Veränderung(en).
2. Klärung mit dem Kesselhersteller, in wieweit man bestimmte Parameter ohne Schäden am Gerät verändern kann.
Da es den Hersteller von unserem Kessel nicht mehr gab, haben wir uns auf Erfahrungswerte und Angaben
von Kollegen gestützt. Die Empfehlung war, tiefer als 60-65°C nicht zu gehen.
3. Nach Absenkung der Heizkreistemperatur, Nachregulierung der Wassermenge über den eingebauten Dreiwegemischer.

Ergebnis:
Heizkreistemperatur konnte bis auf 60°C abgesenkt werden. Keine Schäden am Kessel feststellbar.
Tiefste erreichte Außentemperatur im Vergleichszeitraum waren -16°C. Die Heizkörper konnten trotzdem die eingestellten Temperaturen in den Zimmern halten. Um einen realistischen Einspareffekt zu erkennen, habe ich mehrere Jahre verglichen.

ToDo:
Heizkreistemperatur vorher: 80°C
Heizkreistemperatur nachher: 60°C
Aufwand mit Dokumentation: ca. 8h - verteilt über mehrere Wochen
Schwierigkeitsgrad: einfach (kann jeder)

Kosten:
keine, da Eigenleistung
Verbrauch vorher: 3600 Liter / a
Verbrauch nachher: 3200 Liter / a
Sicher konnte eine Einsparung von 400 Liter Öl nachgewiesen werden.

Mittlere Kosten für Heizöl ca. 0,75DM / L

Einsparung:
400L * 0,75DM = 300DM (ca. 153€/a) :D

Amortisierungsdauer: 0 Jahre

Ein weiterer Ansatz haben wir erstmal nicht weiter verfolgt:
Der Heizkessel ist für unser Haus wesentlich zu groß.
Im Internet hatte ich eine grobe Formel für die Kesselleistung gefunden:

Verbrauch / Faktor 250 = Größe des Kessels
Bei uns:
3200L / 250 = 12,8kW

Es wäre also nur eine Kesselleistung von ca. 13kW für die Beheizung unseres Hauses notwendig. Installiert
sind jedoch 28kW. Also haben wir die doppelte! Leistung, die eigentlich notwendig wäre, installiert.
Diese Überdimensionierung machte sich in einer ständigen Taktung des Kessels bemerkbar.
Eine Leistungsanpassung war über die Düse oder den Brenner, gemäß Auskunft der Wartungsfirma, leider
nicht möglich. Deshalb haben wir diesen Ansatz nicht weiter verfolgt.

Ebenso war zum damaligen Zeitpunkt der hydraulische Abgleich kein Thema. Deshalb haben wir das Thema
damals auch nicht angegangen. Im Nachgang verwundert mich heute, das selbst die Wartungsfirma für die Heizung
einen solchen Abgleich nie angesprochen oder empfohlen hat.
Zuletzt geändert von Energiesparer26990 am Mittwoch 30. August 2017, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
Energiesparer26990
 
Beiträge: 25
Registriert: Sonntag 8. Dezember 2013, 18:04

Re: PLZ 6 - Doppelhaus - energetische Maßnahmen

Beitragvon Energiesparer185750 » Freitag 25. August 2017, 21:36

Da möchte sich keiner die Finger verbrennen... :D :D :D . Die meisten Personen und Firmen denken, immer noch, eine Heizung muss heiß sein.... Meistens kann man dieses selbst durchführen und alles gut aufschreiben. So kann man sehen was am besten klappt. Ideal macht man dieses im Novemberwochen , prüfen im Dezember, nachstellen im Januar Meistens sehr kalt.... so bekommt man eine sehr gute Auskühlung. Evtl kann man dann nochmal die Vorlauftemperatur anpassen..... Ganz wichtig ist auch wie die Umwälzpumpe läuft. Hier ist auch viel Potential.
Energiesparer185750
 
Beiträge: 79
Registriert: Mittwoch 30. September 2015, 19:03

PLZ 6 - Doppelhaus - energetische Maßnahmen - 2.Update

Beitragvon Energiesparer26990 » Mittwoch 30. August 2017, 13:20

Erweiterung der Wohnfläche

1999, ca. 4 Jahre nach Kauf unseres Hauses, war der Wunsch vorhanden, den Wohnraum zu vergrößern und in Teilen
neu zu gestalten. Da bisher 2 Generationen im Haus wohnen, sollten die Bereiche besser an die Erfordernisse
angepasst werden. Angedacht haben wir die Erweiterung um 2 zusätzliche Zimmer, 1 Küche und Bad sowie einen
Wintergarten im EG des Bestandsgebäudes.
Die Elektrik des vorhandenen Hauses war zwar vom Vorbesitzer schon etwas erweitert worden, jedoch entsprach die
Installation noch immer dem 70er Jahre Standard. Im Vergleich zur damaligen Zeit haben sich die elektronischen
Helfer in der Küche und allgemein im Haus (Beispiel: Computer) sowie im Garten enorm vermehrt. Die Elektroinstallation
sollte in diesem Zuge an die Neuzeit angepasst werden.
Für die Umsetzung unserer Gedanken beauftragten wir einen Architekten. Es wurden mehrere Entwürfe vorgestellt.
Die Überbauung einer vorhandenen Garage auf der Nord-West-Seite hat das beste Potential aufgezeigt und entsprach
auch unseren Wünschen. Wir hatten ursprünglich mit einer Erweiterung der Fläche von ca. 80-90m² kalkuliert.
Der vorliegende Entwurf hatte eine Fläche von zusätzlichen 120m² vorgesehen. Da dieser Entwurf aber perfekt auf unsere
Bedürfnisse passte, haben wir uns auf die größere Variante festgelegt.
Da sich die Wohnfläche verdoppeln wird, war das Thema Energie natürlich ein wichtiger Faktor.
Zum damaligen Zeitpunkt lag der Verbrauch des Hauses bei 3200 Liter Heizöl / Jahr. Durch die Verdoppelung des
Wohnraumes sollte sich nicht automatisch der Ölverbrauch auch verdoppeln. 6000 Liter Heizöl Verbrauch / Jahr wären
schon eine Hausnummer bei den Kosten. Dies war damals ein absolut "vereinfachter" Ansatz. Eine Berechnung lag uns
zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.
Da wir auch noch nicht wussten, in welche Richtung energetische Maßnahmen sinnvoll sein könnten, haben wir dem
Architekten erstmal nur eine allgemeine Vorgabe(n) mitgegeben:
1. Über die zum Genehmigungszeitpunkt vorliegenden Vorgaben hinaus sollte geprüft werden, welche erneuerbaren
Energien rechnerisch sinnvoll in die Planung eingebunden werden können (und sollen) Hier war der Amortisierungs-
zeitraum von 10 Jahren eine erste Richtschnur.
2. Energetische Maßnahmen die sich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in der Umsetzung rechnen, sollten zumindest
dahingehend geprüft werden, ob bereits die notwendige Infrastruktur, z.B. Verlegung von Kabeln, Rohre, mit geringem
Mehraufwand vorgesehen wird.

Vorgaben:
1. Isolierung des Gebäudes (wenn sinnvoll)
2. Einbindung Solarthermie
3. Wechsel des Energieträgers (bisher Öl) möglich
4. Einbau von Holzöfen sollte möglich sein (Kamin vorsehen?)

Ergebnis:
Der Architekt präsentierte uns einige Wochen später sein Ergebnis.
Das Gebäude wurde mit einer durchgängigen Außenisolierung von 8cm Styropor geplant und berechnet.
Zu allen anderen Punkten hat er "Angebote" von verschiedenen Firmen, u.a. Heizungsfirmen, angefordert.
Als diese Angebote vorlagen, wich die Freude doch erstmal einer großen Ernüchterung.
Die verschiedenen Firmen hatten nur die Berechnungsgrundlage des Architekten genommen und eine dafür
ausgelegte Heizung angeboten. Angebote kamen nur zu Öl- und Gasheizungen. Dies war erstmal nicht dramatisch.
Auffällig jedoch war, das trotz der Weitergabe unser Wünsche keine Empfehlungen und Maßnahmen für die
zukünftige Einbindung von regenerativen Energien in den Angeboten enthalten waren. In einer zweiten Anfrage
an diese Firmen konkretisierten wir nochmals unser Anliegen. Es sollte geprüft werden, ob Solarthermie, Holz-,
Pelletsöfen usw. evtl. Vorteile gegenüber Öl bieten könnten bzw. alternativ sollten die Vorkehrungen für einen
späteren Einbau vorgenommen werden. Diese zweite Runde beinhaltete nun (endlich) Solarthermie, jedoch
keine anderen Techniken. Die Erklärung, warum "nur" auf Öl oder Gas gesetzt wird, blieb unbeantwortet.
Es folgte ein längeres Gespräch mit dem Architekt. In der Regel, wie bei uns, werden TGA-Leistungen nicht
vom Architekten selbst erbracht, sondern bei Fachfirmen angefragt. Die Frage, ob ein TGA-Planer hier
sinnvollere Vorschläge unterbreiten könnte, wurde zwar nicht grundsätzlich verneint, jedoch mit Bezug auf die
zusätzlichen Kosten in Frage gestellt. Da wir mit der Umsetzung des Zusatzwohnraumes nicht in zeitlichem
Konflikt standen, haben wir den TGA-Teil komplett aus dem Leistungskatalog des Architekten herausgenommen.
Der Architekt wurde nur noch für die Erstellung des Rohbaues beauftragt.
Auch die Fenster und der komplette Innenausbau haben wir unter Eigenregie aus- bzw. durchgeführt.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde bereits ein energetisches Gutachten für ein Haus durch den Bund bezuschusst.
Um uns einen besseren Überblick über die Substanz des Gebäudes zu machen, nutzten wir diese Gelegenheit.

Gesamtkosten: 1000 DM
Zuschuss: 650 DM
Eigenanteil: 350 DM

Das Gutachten gab uns weitere technische Einblicke zu unserem Gebäude. Wer keine Infos zum energetischen
Zustand zu seinem Gebäude hat, für den ist diese Maßnahme durchaus zu empfehlen.

Parallel haben wir bei verschiedenen Firmen Angebote für die Anpassung/Erneuerung unserer Haustechnik angefragt.
Folgende Vorgaben haben wir gemacht:
1. Daten zur zukünftigen Gebäudeerweiterung
2. Angaben zur bestehenden Technik (bisher erkannte Vor - und Nachteile)
3. Vor-Ort-Termin ist möglich, wenn von Firma gewünscht
4. Wir würden gerne zukunftsfähige Energieträger einsetzen
5. keinen definierten Kostenrahmen

Ein nach oben offener Kostenrahmen sollte eigentlich die Ideen der Handwerksbetriebe geradezu "zum Sprudeln" bringen.
Doch, leider, weit gefehlt. Man nutzte eher unsere "Unerfahrenheit" für "standardisierte" technische Vorschläge.
Scheinbar haben wir ein Haus in einem absoluten Niemandsland, was zukunfts- und beratungsorientierte
Handwerksbetriebe angeht, gekauft. Dies zog sich auch wie ein "roter Faden" durch unser(e) Vorhaben.
Den, oder die, richtigen Betriebe zu finden erwies sich sehr oft als Lotteriespiel.
Vielleicht war die Zeit für Energiesparen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht reif. Heute hat sich da schon sehr viel
mehr bewegt.
Aber zurück zu unserem Bauvorhaben. Die Maßnahme sollte begonnen werden. Entwürfe zur Technik, soweit in dieser
Phase des "Rohbaues" notwendig, mussten erstellt werden.

Wir haben uns für folgende zusätzliche Maßnahmen bei der Infrastruktur entschieden:

1. Parallel zum neuen Kamin, für den (die) Holzöfen, wurde vom Keller bis ins Dachgeschoß eine Vor- und Rücklaufleitung
in DN 22 für eine zukünftige Solarthermieanlage gezogen.
2. Vorbereitung für eine Regenwasserrückhaltung.
3. Zum damaligen Zeitpunkt war Smart Home noch kein ausgeprägter Begriff. Es gab allerdings schon KNX (damals EIB)
War sehr teuer. Ich sah darin allerdings eine Zukunft. Eine Wintergartensteuerung, eine Jalousiesteuerung usw.
sind konventionell aufgebaut und verdrahtet auch sehr teuer. Ich habe ich einen Vergleich der notwendigen
konventionellen Ausführung zu der "Luxusvariante" KNX erstellt. Dieser Vergleich war, wenn nur diese Maßnahmen im
KNX-System aufgebaut werden, nahezu kostenneutral.
Deshalb habe ich in allen neuen Räumen die E-Installation wie folgt vorbereitet:
- KNX-Buskabel zur Decke, zu jedem Fenster, zu jeder Tür.
- Koax-Kabel in jede Raumecke
- CAT6-Kabel in jede Raumecke (zukünftiges Netzwerk?)
- Telefonleitung in jede Raumecke
- setzen nur von tiefen Schalterdosen. Mindestens pro Tür, Fenster, jeder Raumecke. 1 Blinddose zusätzlich.
- Verlegen von 7x1,5mm² Leitung statt 3x1,5mm². Gibt die Möglichkeit, später Steckdosen, Lampen usw. "schaltbar"
zu machen.
- Zusätzliche Mehraderkabel für Datenaustausch zwischen den einzelnen Unterverteilern

Die Infrastruktur wurde so konzipiert, das nach und nach, mit der Renovierung der restlichen Räumlichkeiten,
diese auch dort installiert werden kann.

Kosten:
Vorbereitung Solarthermie: 400 DM
Vorbereitung Regenwassernutzung: 150 DM
Vorbereitung Elektro: KNX-Bus, KOAX, CAT6 500 DM
Tiefe Schalterdosen setzen, Blinddeckel: 50 DM
verlegen von 7x1,5 statt 3x1,5mm²-Kabel: 400 DM
Mehraderkabel zwischen den Hauptverteilern: 300 DM

Zusätzliche Kosten für Infrastruktur: 1.800 DM

Bei dieser Summe handelt es sich um reine Materialkosten und die Mehrkosten zu einer "Standardinstallation".
Schlitz- und Verlegearbeiten wurden in Eigenleistung erbracht. Diese Zusatzinstallation hat sich bereits mehrfach
ausgezahlt. Nicht nur bei der Installation neuer Techniken, sondern auch bei Renovierungsarbeiten.
Alle Arbeiten konnten bisher in den vorhandenen Schaltschränken, ohne zusätzliche Schlitzarbeiten, ausgeführt
werden. Weitere Schalter konnten problemlos in den "Blinddosen" nachträglich, ohne die Optik des Raumes durch
Stemmarbeiten zu verändern, eingebaut werden.
Es rechnet sich also durchaus, im Vorfeld mehr Gedanken in den Technikbereich zu investieren.

Etwas habe ich dann aber doch übersehen (ärgert mich bis heute):
Die Installation einer (zukünftigen?) Wärmepumpe wurde weder von den angesprochenen Heizungsfachfirmen,
noch einem hinzugezogenen TGA-Planer bzw. mir ins Auge gefasst. Warum der Einsatz einer WP nicht
diskutiert wurde, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Heute ist eine WP im engeren Auswahlfeld.
Damals war ein Bagger für Erdarbeiten vorhanden. Ein zusätzlicher Graben, für einen Grabenkollektor, wäre
absolut kein Problem gewesen. Diese, optimale, Chance haben wir leider verpasst.

Ich möchte es bei diesen Ausführungen erstmal belassen. Die Aufarbeitung der Historie war doch zeitintensiver als
gedacht. In meinen nächsten Ausführungen geht es dann um die einzelnen energetischen Maßnahmen.
Energiesparer26990
 
Beiträge: 25
Registriert: Sonntag 8. Dezember 2013, 18:04

PLZ 6 - Doppelhaus - energetische Maßnahmen - 3.Update

Beitragvon Energiesparer26990 » Samstag 2. September 2017, 09:05

Austausch der Heizkörperthermostate, Hydraulischer Abgleich

Heizkörperthermostate
In unserem Haus sind insgesamt 12 Heizkörper eingebaut. Bisher waren nur einfache Thermostate installiert.
(Skala mit Zahlen von 1-5) Da an der vorhandenen Heizung keine Steuerung verbaut ist, sind die Thermostate an
den Heizkörpern die einzigste Eingriffsmöglichkeit. Offene Fenster ignorierten diese Thermostate. Ich hatte schon
längere Zeit nach Alternativen geschaut. Bei EBAY konnte ich zu einem Schnäppchenpreis 15 programmierbare
Thermostate für 20DM / Stück erwerben. Der eigentliche Verkaufspreis lag damals bei ca. 80DM / Stück.
Der günstige Preis war durch einen Materialüberhang bei einer Baumaßnahme möglich geworden.
Auch weil die 10 Thermostate in einer Auktion angeboten wurden. Gesamtpreis somit 300 DM (ohne Versandgebühren)
Die Geräte waren noch original verpackt. Die Garantiezeit war allerdings nur noch für 6 Monate gegeben. Die restliche
Zeit war bereits abgelaufen. Bei diesem Preis war mir das allerdings egal.
Bis auf einen Batteriewechsel funktionieren die Thermostate bis heute perfekt. Probleme bereiten eher die verbauten Ventile. Zum Beginn der Heizperiode müssen diese zum Teil gangbar gemacht werden.

Hydraulischer Abgleich
Im energetischen Gutachten wurde auch die Empfehlung für einen hydraulischen Abgleich gegeben. Ob der
Vorbesitzer, oder ein Heizungsfachbetrieb, einen Abgleich bisher durchgeführt hatte, war nicht bekannt.
Fließgeräusche sind im Heizungssystem keine aufgefallen. Allerdings hatten wir 2 Heizkörper in der obersten Etage
die nicht die Temperaturen an der Oberfläche wie die Heizkörper im EG erreichten. Dies deutete auf zu gering
durchströmte Heizkörper. Einstellbare Ventile waren keine verbaut. Der Vorbesitzer hatte jedoch Absperrventile
mit Feingewinde im Rücklauf der Heizkörper installiert. Einstellbare Ventile müssten erst beschafft und das
Heizsystem für den Einbau entleert werden. Diesen Weg beschritten wir nicht. Wir nahmen den Abgleich über die
Absperrventile vor. Nachteil: Der Abgleich dauerte wesentlich länger. Die Stellung der Einstellschraube (Umdrehungen
von der offenen oder geschlossenen Position) musste dokumentiert werden. Nur so ist sichergestellt, das bei einem
Schliesen der Absperrarmatur zu einem späteren Zeitpunkt wieder die beim Abgleich ermittelte Position eingestellt
werden kann. Dieser Fall ist nur 2 mal innerhalb der letzten 10 Jahre eingetreten.
(HK wurden zur Renovierung der Nische demontiert)


Ergebnis:
Die el. Thermostate schließen nun bei geöffnetem Fenster (Lüftung des Raumes) automatisch die Heizkörperventile.
Für jeden Raum wurde eine Nachtabsenkung programmiert.
Die beiden oberen Heizkörper werden nun, nach den vorgenommenen Einstellungen, warm. Fließgeräusche sind
im System weiterhin nicht aufgetreten. Bei den anderen Räumen wurden keine negativen Auswirkungen festgestellt.
Somit sollte der hydraulische Abgleich passen. Ob dieser von mir handwerklich korrekt ausgeführt wurde, kann ich
jedoch nicht bestätigen. Zwischenzeitlich gibt es im Internet jedoch einige Abhandlungen zu diesem Thema.
Nach diesen Schriften liege ich mit meiner Vorgehensweise nicht absolut daneben.

ToDo:
Austausch von 12 Heizkörperthermostaten; Programmierung einer Nachtabsenkung
In der Regel werden Thermostate nur "von Hand" angezogen. Somit kein Werkzeug notwendig.
Bei uns musste teilweise eine Zange zum Lösen der Überwurfmutter genommen werden.
Austausch erfolgte in Eigenleistung.
Aufwand mit Dokumentation und Programmierung: ca. 12h
Schwierigkeitsgrad: einfach

Hydraulischer Abgleich über Absperrventil im Rücklauf der Heizkörper
Als Hilfsmittel ist ein Schraubendreher notwendig
Abgleich erfolgte in Eigenleistung.
Aufwand mit Dokumentation: ca. 10h - verteilt über mehrere Wochen
Schwierigkeitsgrad: mittel

Kosten:
15 Thermostate für HK: 300 DM
Verbrauch vorher: 3200 Liter / a
Verbrauch nachher: 2900 Liter / a
Sicher konnte eine Einsparung von 300 Liter Öl nachgewiesen werden.

Mittlere Kosten für Heizöl ca. 0,75DM / L

Einsparung:
300L * 0,75DM = 225DM (ca. 115€/a) :D

Amortisierungsdauer: ca. 1 Jahr und 4 Monate

Beide Maßnahmen wurden zum gleichen Zeitpunkt umgesetzt. Deshalb ist eine verlässliche Zuordnung
der Einsparung zu einer Maßnahme nicht möglich.
Energiesparer26990
 
Beiträge: 25
Registriert: Sonntag 8. Dezember 2013, 18:04

PLZ 6 - Doppelhaus - energetische Maßnahmen - 4.Update

Beitragvon Energiesparer26990 » Montag 18. September 2017, 13:26

Einbau Kachelofen sowie Holzofen im Werkstattbereich

Der Wunsch nach mehr Behaglichkeit wurde als nächster Schritt angegangen. Die "ältere" Generation
hatte schon immer von einem Kachelofen "geträumt". Ein Kachelofen ist für mich die Luxusvariante, wenn
man mit Holz heizen möchte. Behaglichkeit kann man auch mit einfachen Holzöfen erzeugen.
Die optimale gestalterische Einbindung des Ofens als "Wohnobjekt" ist jedoch mit einem Kachelofen
wesentlich besser zu erreichen. Diesen Luxus muss man dementsprechend auch bezahlen.
In unserem Fall mit einem 5-stelligen Betrag.
Wo das Holz "herkommt", machten wir uns am Anfang erst mal keine Gedanken.
Zum damaligen Zeitpunkt war das "Holzmachen im Wald" noch kein großes Problem. Die Preise für den
m³ haben sich noch bei 7€ für Weichholz und 15€ für Buchenholz bewegt. Wir hatten diese preisgünstige
Variante als Option im Blick. Kosten für den Holzerwerb beim Händler lagen so bei 50€ pro m³.
Beim Kauf des Ofens war natürlich das Thema "Heizen" auch auf der Tagesordnung.
Der Ofenbauer war optimistisch, das der Kachelofen 100m² locker beheizen könnte. Somit wäre auch eine
beträchtliche Einsparung beim Heizöl möglich. Der Heizungsbauer hat angeboten, einen Abgaswärmetauscher
mit zu integrieren. Dieser kann an das Heizungssystem angebunden werden. Gleichzeitig ist auch eine
elektronische Steuerung des Abbrandes notwendig. Wärmetauscher und el. Steuerung kosten normalerweise
ca. 3.500€. Beim Kauf des Ofens haben wir dieses Paket zum Preis von 800€ pauschal bekommen.

Auch beim Aufbau zeigte sich schnell ein Unterschied:
Der einfache Kaminofen war innerhalb eines Tages betriebsbereit. Der Aufbau des Kachelofens durch den
Ofenbauer dauerte knapp 7 Tage. Danach war eine mehrwöchige Austrocknungszeit der Züge,
vor dem ersten Abbrand, angesagt. Der Abgaswärmetauscher konnte am Anfang nicht angeschlossen werden,
da der Pufferspeicher noch nicht vorhanden war.

Ergebnis:
Der Kachelofen ist ein optischer Blickfang. Die Strahlungswärme ist klasse. Das kann man weder mit der Wärmeabgabe
eines Heizkörpers, noch mit einer Fußbodenheizung vergleichen. Überrascht waren wir über den Holzverbrauch.
Heizen mit einem Kachelofen will auch gelernt sein. Wir hatten in der Anfangsphase, bei beiden Holzöfen, einen
Verbrauch von über 20m³ Holz! Hier muß ich allerdings sagen, das hier Bauholz, Paletten usw. hauptsächlich
verbrannt wurden. An alte Paletten kam ich kostenlos dran. Die ersten 3 Jahre waren somit fast kostenloses heizen.
Die Wohnraumtemperaturen lagen zum Teil bei über 30°C. Die Temperaturregelung erfolgt über "Fenster auf - Fenster zu".
Heute liegen wir, bei täglichem heizen bei ca. 4m³ Holzverbrauch. Der Kachelofen wird, von Oktober bis ca. Mitte April,
1 x täglich angefeuert. Bei sehr kalten Minusgraden (ca. ab -5°C) wird 2 x pro Tag angefeuert. (morgens und abends)

Ein kleiner Wermutstropfen zum Energiesparkonto:
Es kann zwar 1 Zusatzheizung definiert werden, jedoch kann man nicht die einzelnen Öfen unterscheiden.
Ebenso gibt es keine Möglichkeit, die Brennwerte der einzelnen Holzsorten zu unterscheiden. Die Eingabe ist auch
in m³ oder kg. Leider wird so das Holz nicht geliefert. Das Holz wird vom Händler in der Regel als Schüttraummeter
geliefert. Deshalb ist der Verbrauch, wie ich diesen im Energiesparkonto angegeben habe, auch nur sehr vage geschätzt!
Ich bemühe hier noch immer seperate Excellisten. Anders ist eine vernüftige Auswertung nicht vorzunehmen.

Kosten:
Kachelofen: 10.500 €
Holzofen: 800 €
Invest WT: 800 €

Da der Kachelofen über den WT noch nicht an das Heizsystem angeschlossen war, konnte ich mehrere Versuche
zum Energiesparen durchführen. Interessant dabei war, das der Kachelofen in der Lage war, bei geöffneten Innentüren,
110m² zu beheizen. Einzig das Bad musste zugeheizt werden. Die Heizkörper der einzelnen Räume haben abgeregelt.
Obwohl nur das Bad mit Energie zu versorgen war, wurde kein nennenswerter Spareffekt beim Heizöl aufgetan. Dies ist scheinbar auf eine schlechte Heizungsregelung und Heizungshydraulik zurückzuführen.
Ein offener ToDo-Punkt für die Zukunft.
Interessant war auch, das einige Energieberater (ich hatte bisher 4) den Holzverbrauch des Kachelofens nicht als
Heizung werten! Wir haben hier die tollsten Berechnungen vorgelegt bekommen.
Weiteres hierzu bei späteren Ausführungen.
Energiesparer26990
 
Beiträge: 25
Registriert: Sonntag 8. Dezember 2013, 18:04


Zurück zu Projekte