Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - Tagebuch und News

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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 10/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Wird bis Ende Oktober 2021 immer wieder ergänzt
Tip: Wer sich beim Energiesparkonto kostenlos anmeldet, kann für sich die Darstellung so einstellen, dass der aktuelle Beitrag immer oben angezeigt wird. Man spart sich das lästige Scrollen. :!:
Alternativ funktioniert auch dieser Link zum Speichern in den eigenen Favoriten:
https://forum.energiesparkonto.de/viewt ... 3809824d90


Tip: Interessierte machen sich immer wieder die Mühe unsere Telefonnummer heraus zu finden. Einfacher geht es mit einem Account beim Energiesparkonto oder über https://www.instagram.com/liebermitcng/ und einer privaten Nachricht

Unser Fahrzeug bei https://www.spritmonitor.de:
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https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 17963.html
Unser aktueller Bio-CNG Verbrauch:
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Unser CO2 Fußabdruck für den Kraftstoff incl. Vorkette berechnet über https://www.kraftstoffvergleich.de/:
26 gr/km

Stand: 16.10.2021
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Verwendete Kraftstoffe im Bestand und bei den Neuzulassungen 2020.
Dem gegenüber steht die Erwartungshaltung der Verbraucher bezgl. der heutigen und zukünftigen erneuerbaren und klimaschonenden Antriebskonzepte. Nur auf die Elektromobilität zu setzen, scheint für viele der falsche Weg. Wer sich ein Auto aus dem VW-Konzern zulegen möchte, sollte sich die TGI Varianten ansehen. Eine Beratung in den Autohäusern wird es dazu mit wenigen Ausnahmen leider kaum geben, wir oder der https://www.cng-club.de/ können hier helfen.
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Stand: 11.10.2021
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In München fahren 28 Müllautos mit Bio-CNG, 34 weitere kommen bis Mitte 2022 dazu und das einzige Elektrofahrzeug der Flotte ist für die Zeitung abgelichtet worden. Klar braucht es für so viele neue CNG Fahrzeuge mit großem Tank größere Druckspeicher an ausgewählten Tankpunkten, die meisten Tankstellen sind in MUC auf PKW ausgelegt und vorbildlich über die Stadt verteilt. Es bleibt einem CNG Fahrer nach einer LKW Betankung nicht viel Druck übrig und es dauert etwas bis die Kompressoren wieder aus dem Erdgasnetz nachbefüllt haben.
Berlin und andere große wie kleine Städte produzieren aus dem kommunalen Abfall in eigenen Biogasanlagen Biomethan, speisen ins Netz und verkaufen an den schon ein vorhandenen Tankstellen auch an sonstige Kunden Es gibt auch Lösungen für ein nächtliches Massentanken im Depot mit deutlich weniger Druck. Leider gibt es nur noch wenige Firmen, die solche Technik planen und realisieren können, da Politik und Industrie das Thema CNG über Jahre vernachlässigt haben.
https://amp.abendzeitung-muenchen.de/mu ... art-760923

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärte: „Klimafreundliche Kraftstoffe leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz im Verkehr. Doch was gut fürs Klima ist, darf nicht der Umwelt schaden. Daher verbannt Deutschland Palmöl ab 2023 aus dem Tank. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen [soll] insgesamt nicht weiter anwachsen. Kraftstoffe aus Gülle und Stroh oder altem Frittierfett dagegen schonen natürliche Ressourcen und senken den CO2-Ausstoß der zugelassenen Fahrzeuge.“ Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts wird die neue Verordnung voraussichtlich im Oktober verkündet und tritt am 01. Januar 2022 in Kraft. Der Anteil von fortschrittlichen Biokraftstoffen aus Stroh und Gülle soll bis 2030 von derzeit nahe null auf mindestens 2,6 Prozent steigen. Oberhalb der vorgegebenen Mindestmengen wird ihre Verwendung zusätzlich mit einer doppelten Anrechnung innerhalb der THG-Quote gefördert. Über 110 Mio. Tonnen CO2 sollen so durch nachhaltige Biokraftstoffe eingespart werden.
Quellen: BMU und BBE

Stand: 07.10.2021
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Quelle: Stadtwerke Augsburg
Man muss zwischen den vielen Elektromobilitätsförderungen schon etwas genauer hinsehen, aber Brüssel hat jetzt auch die Förderung von biomethangetriebenen Bussen im ÖPNV mit der technologieneutralen „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ genehmigt. Gefördert werden dabei Machbarkeitsstudien, Beschaffung der Busse sowie der notwendigen Infrastruktur. Die laufenden Betriebskosten müssen die Antragsteller selbst tragen. Während beispielhafte Betriebsszenarien für BioCNG-Busse schon in vielen Städten mit teils hunderten von Bussen je Flotte weltweit existieren, sind Betrieb und Kosten einer Elektroflotte noch weitgehend Neuland für die Betreiber.
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Press ... busse.html

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Quelle: auto360.de
Ein sehr realistischer Fahrbericht zum Skoda Kamiq mit dem 1,0 Liter TGI Motor kommt wieder von Dietmar Stanka. Der kleine Motor ist im UP gut aufgehoben, im Polo noch akzeptabel aber für die CrossOver einfach zu schwachbrüstig. Leider dürfen wohl weder SEAT noch SKODA den 1,5 Liter TGI in dieser Klasse seitens VW verbauen. Dieser Motor würde deutlich besser zu dem Fahrzeug passen und zudem noch sparsamer im Verbrauch sein.
https://auto360.de/test-skoda-kamiq-g-t ... r-tscheche
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 09/2021

Beitrag von WäPu2014 »

September 2021

Stand: 27.09.2021
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Laut VW emittiert ein Golf 8 TDI im Laufe seines Lebens nach 200 tkm Laufleistung 32,1t CO2.
Ein ID3 mit dem EU-Strommix „nur“ 27,9t, allerdings mit dem deutschen Strommix schon 33,7t CO2.
Dazu trickst VW auch noch mit dem CO2 Werten für Fahrzeug und Akku und setzt den Strom aus österreichischen Wasser- und Pumpspeicherkraftwerken mit einem CO2 Wert von 0 statt mit ca. 39 Gramm je kWh an.
Ein Golf 8 TGI mit dem deutschen CNG-Mix 20% Erdgas und 80% Biomethan kommt dagegen auf 14,7t CO2.
Mindestens 3500 EUR kostet also 1 Tonne CO2 Einsparung im besten Fall an Fördergeldern für die Elektromobilität.
Das geht auch effektiver:
- 64 EUR kostet 1 Tonne CO2 im Rahmen einer Wiedervernässung eines Moores
- 112 EUR ist die geforderte Klimaleistungsprämie für den Erhalt von 1 Hektar Wald und bindet 8 Tonnen CO2 pro Jahr
- 850 EUR kostet es 1 Tonne CO2 aus der Luft zu filtern (Stand 2018)
UPDATE: Auf Island wurde diesen Monat die weltweit größte Anlage zur Abscheidung von CO2 aus der Atmosphäre in Betrieb genommen. Pro Jahr sollen 4.000 Tonnen CO2 aus der Luft gefiltert und in 1000 Metern Tiefe eingelagert werden. Die Anlage wird zwischen 10 Mio und 15 Mio US$ kosten. Über eine typische Lebenszeit eines KFZ von 15 Jahren gerechnet, wären das maximal 250 US$ je Tonne CO2. Die Anlage ist sicher auf eine längere Laufzeit ausgelegt.

Stand: 24.09.2021
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In Deutschland liegen wir bei 80% Biomethan im CNG Verkauf und damit entsprechen die CO2 Emission von dem verkauften CNG ca. 45 g/km. Im Vergleich liegt damit ein CNG Fahrzeug trotz des etwas höheren CO2 Verbrauchs bei der Produktion des Autos in Summe über 200 Tkm heute schon bei knapp 15 Tonnen CO2 über seine Lebenslaufzeit. Aber trotz dieser Tatsachen, interessiert das die meisten politischen Parteien incl. EU Kommission offiziell nicht. Wir brauchen weniger und leichtere Fahrzeuge, intelligente Antriebskonzepte z.B. mit kleinen Motoren in Kombination mit kleinen Akkus und ausschließlich den Elektromotor für den Vortrieb, einen besseren ÖPNV und den Grünstrom für Haushalt, Heizung und Industrie. Die hohen Förderungen für die Elektromobilität wären an anderen Stelle effizienter angelegt und dann tatsächlich ein Beitrag für die Klimaziele 2030.
https://www.zdf.de/dokumentation/planet ... o-100.html
Quelle: planet e. / ZDF

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Quelle: auto360.de
Wer sich für einen unabhängigen Test eines aktuelle CNG Fahrzeugs interessiert, ist bei auto360.de an der richtigen Adresse. Im aktuellen Bericht wurde der AUDI A3 Sportback g-tron genau unter die Lupe genommen. Übrigens bei Kaufinteresse auch mal in der eigenen Gemeinde- oder Stadtverwaltung bzw. den Stadtwerken bezüglich einer Förderung nachfragen. Viele Kommunen bezuschussen alternative Antriebe und dazu gehört auch CNG. Förderbeträge um die 500 EUR sind durchaus möglich.
https://auto360.de/test-audi-a3-sportba ... nd-sparsam

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Quelle: Case Construction Equipment
Zukunftsträchtig vom Design bis zum Antrieb: Der Case Project Tetra mit 230 PS starken CNG-Antrieb. Der Motor basiert auf einem Diesel-Aggregat und kommt auf die gleiche Drehmomentenleistung wie ein herkömmlicher Diesel. Zu den mit Bio-CNG bis zu 90% geringeren CO2 Emissionen kommt noch eine deutlich hörbare Reduzierung der Motorengeräusche. Ein großer Vorteil des CNG Antriebs kommt auch in der notwendigen Abgasnachbehandlung bzw. eigentlich in der einfacheren Technik zum Tragen. Um aktuelle Emissionswerte einzuhalten benötigt der Motor nur einen 3-Wege-Katalysator. Die aus der Dieselwelt bekannten EGR, SCR, oder DPF benötigt ein CNG Motor nicht.
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/ein ... n-anderer/

Stand: 05.09.2021
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7. Sep '21 - 12. Sep '21
Messe München
Mobilität ist im Umbruch und neue Angebote erweitern den Mobilitätsmix in der Stadt und auf dem Land. Neue Mobilitätsträger, Technologien und Akteure wie Start-ups treten auf den Plan. Und die IAA MOBILITY 2021 trägt dieser Entwicklung Rechnung. Erstmalig mit dabei auf der neuen IAA Mobility: Der CNG-Club e. V. mit einem eigenen Stand! Clubvertreter präsentieren alle Infos rund um den klimafreundlichen Antrieb BioCNG am Stand "Summit B1.A204". Weitere Infos finden Sie auf der Besucher-Website der IAA.
https://www.iaa.de/de/mobility


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Das Thema E-Fuels, also die Herstellung von Kraftstoffen mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien, Wasser und CO2 aus der Luft, nimmt etwas Fahrt auf. Die Herstellung von eFuels basiert auf der Gewinnung von Wasserstoff. Dieser entsteht durch ein Elektrolyseverfahren, welches Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Für dieses Verfahren und für alle weiteren Produktionsschritte wird Strom benötigt.
In einem zweiten Verfahrensschritt wird der Wasserstoff mit aus der Luft gewonnenem CO2 oder Industrieabgasen mit Hilfe der Fischer-Tropsch-Synthese zu einem flüssigen Energieträger, eFuel, umgewandelt. Unter hohem Druck und mit Hilfe eines Katalysators verbindet sich der Wasserstoff mit dem CO2. Durch die Nutzung von Strom bei der Herstellung spricht man von einem „Power-to-Liquid“-Verfahren: Strom wird zu einer synthetischen Flüssigkeit umgewandelt. Der Energieaufwand ist erheblich, allerdings lässt sich diese Basis zu allen herkömmlichen Kraft- und Heizstoffen verarbeiten, über die bestehende Infrastruktur transportieren und lagern sowie ohne Einschränkungen mit der aktuellen Motor- und Brennertechnologie einsetzen.
Die Idee ist, zunächst über eine Beimischungen von ca. 4% ab 2025 den klimawirksamen CO2 Ausstoß herkömmlicher Kraftstoffe zu reduzieren und ab 2050 vollständig durch E-Fuels zu ersetzen.
Die eFuel Alliance e.V. geht davon aus, daß ein Liter Diesel im Jahr 2050 mit heutigen Abgaben und Steuern zwischen 1,38 EUR und 2,17 EUR kosten könnte.
Für die E-Fuels spricht die Tatsache, dass auch 2050 noch sehr viele Fahrzeuge weltweit mit herkömmlichen Verbrennern unterwegs sein werden und im Hinblick auf die Klimaziele 2030 eine Reduzierung der THG-Belastungen im Verkehr von 12% durch E-Fuels ein wertvoller Beitrag sein würde.
https://www.e-fuels.de/landingpage/
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 08/2021

Beitrag von WäPu2014 »

August 2021

Stand: 28.08.2021
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Die ersten New Holland T6.180 Methane Traktoren mit dem CNG-Antrieb erreichen den deutschen Markt. Deutschland ist mit über 10000 Biogasanlagen ein wichtiger Markt für den Hersteller, da sich die Betreiber ihren Kraftstoff selbst herstellen könnten und damit zu einer bessere THG Bilanz der Anlage und des Produkts beitragen. Der neue T6.180 Methane erreicht mit einem einfachen Drei-WegeKatalysator, ohne Abgasrückführung, ohne Partikelfilter und ohne Abgasnachbehandlung, gegenüber der neuesten Stufe V für Dieselmotoren folgende Reduktionen:

* 99% weniger PM (Partikel)
* 70% weniger NOX (Stickoxide)
* 90% weniger CO (Kohlenmonoxid)
* 90% weniger HC (Nicht-Methan Kohlenwasserstoffe)

Die Zahlen zeigen eindrucksvoll was alleine mit Umstellung auf CNG und bestehender Technik machbar ist. Mit dem Kraftstoff BioCNG passt dann auch noch die CO2-Bilanz. Die Industrie zeigt wie es geht und wo es mit etwas mehr planerischer Sicherheit durch die Politik noch hingehen könnte. Weitere 4 Jahre der verpassten Möglichkeiten können wir uns nicht leisten.
https://moderner-landwirt.de/der-new-ho ... 2-neutral/

Stand: 21.08.2021
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NORMA im Hunsrück und sein Frischelogistiker Meyer Logistik setzen ab sofort 25 LNG-LKW mit Bio-LNG aus Gülle und anderen Reststoffen ein. „Da haben wir, jedenfalls im übertragenen Sinne, die Kuh im Tank«, sagt Matthias Strehl, Geschäftsführer von Meyer Logistik.
https://www.frischelogistik.com/meyer-m ... h-im-tank/

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Als Nachtrag zu dem Beitrag über die IVECO S-Way CNG-LKW´s bei Edeka ein Kommentar von Giandomenico Fioretti, Head of Alternative Propulsion bei IVECO: „Wir bei IVECO sind davon überzeugt, dass Methan auf dem Weg zum CO2-neutralen Straßengüterverkehr eine Schlüsselrolle zukommt. Im Fernverkehr ist diese alternative Antriebstechnologie die ausgereifte Lösung, die bereits heute zur Verfügung steht, um den ökologischen Fußabdruck des Transportsektors zu senken. Dieser positive Einfluss lässt sich mit Biomethan noch deutlich verstärken. Heute macht Biomethan bereits 17 Prozent (Mein Kommentar: Autsch, das ist der Wert von 2018 :lol: ) des im Verkehr verwendeten Methans aus. Seine Nutzung wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, da ständig neue Tankstellen in Betrieb gehen und die Vorteile klar dafür sprechen. Mit Initiativen wie dem IVECO Ambassador-Programm wollen wir das Bewusstsein für die Vorteile von Biomethan bei den Spediteuren erhöhen."

Stand: 15.08.2021
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Quelle: VERBIO
Die indischen Bauern fahren zwei Ernten im Jahr ein – im April die Weizenernte und im Oktober die Reisernte. In der Zwischenzeit müssen die Felder neu bestellt und das Saatgut ausgebracht werden. Die Zeit ist knapp – das Verbrennen der Strohabfälle ist bisher der schnellste und billigste Weg, um die überschüssige Biomasse zu beseitigen. Zwar wurde diese Vorgehensweise schon lange verboten, aber Alternativen standen nicht zur Verfügung. In Summe geht es hier um über 300 Millionen Tonnen Stroh - jährlich.
Nun geht nach fast 6 Jahren Planungs- und Bauzeit demnächst die erste VERBIO Biogasanlage für Reststroh mit einer Leistung von 20 Megawatt und einer Kapazität zur Verarbeitung von 100.000 Tonnen Stroh pro Jahr in Indien, genauer gesagt im nordindischen Chandigarh in der Provinz Punjab, in Betrieb. Aktuell prüfen der führende indischen Energiekonzern IndianOil Corporation Ltd. und VERBIO eine weitere Zusammenarbeit mit dem Ziel das IndianOil-Netzwerk für die Vermarktung von BioCNG zu nutzen. In Indien sind mehr als 3,5 Millionen Fahrzeuge mit CNG-Antrieb zugelassen – das ist die Hälfte des gesamten Fahrzeugbestandes. Für die indische Regierung ist BioCNG aus heimischen Abfällen ein wichtiger Baustein zur Dekarbonisierung des Verkehr.
Wer sich dazu mehr anhören möchte, empfehle ich den Podcast von #strohklug:
https://www.strohklug.de/podcast/posts/ ... atmet-auf/

Stand: 07.08.2021
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Quelle: Federspiele
Die aus Südamerika eingeschleppte Wasserhyazinthe droht den Victoriasee zu ersticken. Alle 14 Tage verdoppelt sich die Biomasse im See und erstickt alles Leben. Nicht nur, daß sie das Sonnenlicht abhält und die Organismen im See langsam erstickt, sie dient auch als Wirtin für Schnecken, welche die gefährliche Wurmerkrankung Bilharziose übertragen. Moskitos als Malariaüberträger brüten gerne in ihr, und auch Schlangen fühlen sich in dem treibenden Blattwerk wohl.Tag für Tag wachsen auf dem Victoriasee vierzig Tonnen Hyazinthen nach.
In anderen Ländern wurde die Pflanze mit Chemie bekämpft. Neben der Belastung der Umwelt mit den chlor- und phosphororganischen Verbindungen sanken die Pflanzen im Anschluss zu Boden, verrotteten und entzogen dem Wasser noch mehr Sauerstoff. Auch die biologische Bekämpfung mit Rüsselkäfern scheint maximal langfristige Wirkung zu haben. Aber nun gibt es Hoffnung. In Kenia wird bereits mit Biogasanlagen für Kuhdung experimentiert und die massereiche Wasserhyazinthe scheint ebenfalls ein interessanter Futterlieferant zu sein.

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Quelle: PIXABAY
Nach den CORONA Jahr zieht der Energieverbrauch im ersten Halbjahr in Deutschland wieder an. Da weniger Strom aus Wind erzeugt wurde, stieg auch der Anteil von Braun- und Steinkohle am Energiemix an. Erdgas übernahm mit einem Anteil von 30,6 Prozent erstmals die Führungsposition, das Mineralöl fiel mit 28,6 Prozent auf Platz zwei. Die erneuerbaren Energien belegen mit einem Anteil von 16,8 Prozent Platz drei, zuvor lag ihr Anteil allerdings bei 17,7 Prozent. Die Anteile der Braun- und Steinkohle am Gesamtverbrauch erhöhten sich leicht auf zusammen 16,6 Prozent.
Schon gewusst: Der Wasserstoffanteil im Erdgasnetz darf maximal 2% betragen. Wasserstoff ist sehr aggressiv und führt zum Beispiel bei Edelstahl zu einer Versprödung. Dies ist einer der Gründe warum in der Treibstoffnorm zu CNG der Wasserstoffanteil auf max. 2% festgelegt ist. Was viele nicht wissen, CNG wird direkt aus dem Erdgasnetz entnommen und mit Kompressoren vor Ort auf den notwendigen Druck gebracht. LNG wird dagegen mit dem Tanklastzug an die Tankstellen gebracht.

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Quelle: PIXABAY
Interessant aus welchen Reststoffen man noch Energie bzw. Kraftstoff erzeugen kann. Aus den Getreideresten der Whiskyproduktion des schottischen Herstellers Glenfiddich erzeugt die Firma inzwischen in einer Biogasanlage den Treibstoff für ihre LKW teilweise selbst. Aktuell werden 3 LKW mit Bio-CNG betrieben, in naher Zukunft sollen alle 20 LKW mit dem alternativen Treibstoff fahren.

Stand: 01.08.2021
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Quelle: IVECO
Edeka Minden-Hannover achtet auf umweltfreundliche Lieferketten und setzt dafür zehn Iveco Stralis NP und  weitere  40  Iveco  S-Way  NP  in  ihrem  Fuhrpark  ein.  NP steht bei Iveco für "Natural Power" und meint den Treibstoff CNG oder LNG. Seit Ende Mai fahren 3 der LNG Trucks mit Bio-LNG von SHELL. Die zwei 540 Liter großen Tanks der 4x2-Iveco-Natural-Power-Sattelzugmaschine mit 460 PS Motorleistung fassen zusammen mindestens 390 Kilogramm flüssiges Bio-LNG. Damit ist eine rechnerische Reichweite von bis zu 1.600 Kilometern möglich. Im Vergleich zu einem Diesel-Lkw verringert sich der CO2-Ausstoß um etwa 95 Prozent. Auch wird deutlich weniger Sickoxid und Ruß ausgestoßen als bei Dieselbetrieb.
Und so sehen die weiteren Ziele von Shell-Deutschland-Chef Fabian Ziegler aus:
„Bereits im Sommer soll in den Niederlanden die Bio-LNG-Anlage von Nordsol die Produktion aufnehmen und in unser europäisches Versorgungsnetz einspeisen. Dann geht es mit großen Schritten weiter: Denn wir haben in Köln im  Frühjahr den Bauantrag für eine 100.000-Tonnen-Anlage  zur Herstellung von Bio-LNG im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland eingereicht und hoffen, noch in diesem Herbst den ersten Spatenstich setzen zu können. So könnten wir unsere LNG-Tankstellen in Deutschland bereits ab 2023 flächendeckend mit Bio-LNG versorgen und dabei helfen, den Güterfernverkehr um bis zu einer Million Tonnen CO2 zu entlasten.“
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WäPu2014
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Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 07/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Juli 2021

Stand: 24.07.2021
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Das EU-Programm „Fit for 55“ fordert von den Herstellern, dass Pkw von 2030 an 60 Prozent weniger CO2 ausstoßen dürfen, 2035 dann gar keines mehr. Alternativ könnten Fahrzeuge mit Wasserstoff, synthetischen Kraftstoffen oder Biokraftstoffen angetrieben werden.

ABER: Die EU-Kommission verweigert weiterhin die Anrechnung der CO2 Einsparungen der synthetischen Kraftstoffe auf den Flottenverbrauch. Damit erreicht schon viel früher kein Verbrenner, trotz Verfügbarkeit umweltfreundlicher Kraftstoffe, die EU-Vorgaben.
Die aktualisierten CO2-Flottengrenzwerte für Pkw schöpfen damit noch nicht das gesamte Klimaschutzpotenzial aus. Erneut wird der Tank-to-Wheel-Ansatz angewendet, wobei die Emissionen lediglich am Auspuff gemessen werden. Damit werden die Potenziale von klimaneutralen Kraftstoffen, wie Bio-CNG (compressed natural gas) außer Acht gelassen.

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Die Mitgliederversammlung des CNG Clubs fand dieses Jahr auf dem Energiehof Weitenau (http://www.energiehof-weitenau.de/start/) statt. Die Familie Vees engagiert sich hier seit Jahren mit Biogas, PV-Anlagen und CNG- wie Elektrotankstelle für den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Über 30 Clubmitglieder haben sich hier mit Ihren Fahrzeugen zum gegenseitigen Austausch, Durchführung der Mitgliederversammlung und zu einer Führung über den Hof eingefunden.
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Wir haben den Ausflug an den Neckar um Wanderungen auf der Schwäbischen Alb und im Naturpark Schönbuch ergänzt. Für die in Summe 528 km haben wir 20 kg Biomethan benötigt. Das entspricht 3,8 kg/100 km für 3,95 EUR/100 km und ca. 24 gr CO2/km.
Wir fahren Auto nur wenn es notwendig ist, aber dann bitte so umweltfreundlich und ökonomisch wie möglich.

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Quelle: Focus / CO2-Emission Strommix im Vergleich Deutschland zu Frankreich
Im Juni haben wir über die Forderung von vielen Verbänden und Wissenschaftlern berichtet, die alternativen Kraftstoffe der Elektromobilität gleich zu stellen. Ebenfalls im Juni gab es einen weiteren offenen Brief von Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie, der sich bemühte einen mathematischen Beweis zu führen, dass sich die EU bei der Kalkulation der zukünftigen CO2 Emissionen um ungefähr 100% verrechnet hatte. Diese Hypothese hat er dann von weiteren Institutionen prüfen lassen und ca. 170 Wissenschaftler aus aller Welt haben diese These unterstützt. Wie zu erwarten war, hagelte es Kritik von allen Seiten.
Eigentlich scheint klar, die Umweltbilanz der E-Fahrzeuge hängt vom Strommix ab. “Heute werden rund 70 Prozent des deutschen Energiebedarfs importiert”, sagt Professor Thomas Willner von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Das ist hauptsächlich Öl, Gas und Steinkohle, also fossile Brennstoffe, die CO2 emittieren. Will man auch die ersetzen, müssen Solaranlagen und Windräder massiv ausgebaut werden. Kommt noch mehr Strom für die E-Mobilität hinzu, wird die Vorstellung, dass man die bis 2030 CO2-neutral betreiben könnte, wohl utopisch. Abmildern könnte diese intelligente Techniken E.Fahrzeuge als mobile Speicher im Netz zu integrieren, die bei Überangebot laden und bei Bewölkung und Flaute Strom regional abgeben.
Dazu fehlen bislang die Vorgabe und Förderungen aus der Politik. Gefördert werden die Fahrzeuge und die Ladestationen. Der Ausbau der Netze, Anlagen und Speicher lässt sich politisch nicht so gut verkaufen.

Stand: 08.07.2021
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Quelle: flixbus
Auf zwei Strecken setzt Flixbus seit 1. Juli Busse mit Methan-Antrieb ein. Die Strecke zwischen Amsterdam und Brüssel wird mit einem Bus von Iveco mit CNG-Antrieb (Compressed Natural Gas) befahren. Zwischen Stockholm Oslo fährt ein Bus von Scania, der Flüssigmethan (LNG oder noch besser LBG, Liquified Biogas) tankt. Beide Busse werden ausschließlich mit zertifizierten Biomethan betrieben. ATMOSFAIR soll die Herkunft des Biomethan ständig prüfen und geht nach eigenen Angaben von einer CO2 Reduzierung von mindestens 75% gegenüber dem Diesel aus. Partner für die Versorgung in den jeweiligen Ländern sind die bekannten Bio-CNG-Lieferanten OrangeGas und GASUM.
Auch deutsche Verbindungen wurden von Flixbus für den Betrieb von Biogas-Fernlinien in Betracht gezogen. Allerdings sprachen für André Schwämmlein, Mitgründer und CEO von Flix Mobility, regulatorische Einschränkungen wie etwa eine höhere Mehrwertsteuer für klimafreundlichen Fernbusse gegen einen Einsatz. ,,Diese Diskriminierung ist nur in Deutschland zu finden, kein anderes europäisches Land geht diesen Weg", kritisiert Schwämmlein. ,,Für ökologische Fernbusfahrten gilt der volle Mehrwertsteuersatz, während für Fahrten mit Dieselloks die Steuer geringer ausfällt - und für einen Flug von Berlin nach Prag gar keine."

Schon gewusst: Weltweit ist Deutschland der größte Produzent von Biogas und Biomethan.
Deutschland produzierte 2019 rund 82 TWh Biogas und 10 TWh Biomethan. Mit 11.269 registrierten Biogasanlagen und 232 Biomethananlagen hatte Deutschland auch 2019
die höchste Anzahl an Biogas- und Biomethananlagen in Europa.
Quelle: EBA Statistical Report 2020

Auch die Stadtwerke Hattingen versorgen ihre CNG Tankstelle seit 01.07.2021 mit Biomethan und senken den Preis gegenüber fossilem Erdgas um 6 Cent pro kg. Preissteigerung für die fossile Mobilität gibt es gerade überall. Wer umweltfreundlich und günstig mit dem eigenen Auto unterwegs sein muss, sollte zu einem CNG Fahrzeug greifen.

Stand: 04.07.2021
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Quelle: https://agriportance.com/
Das Start-Up „agriportance“ bringt Landwirte und Mineralölfirmen zusammen. Was haben die beiden miteinander zu tun? Landwirte mit Biogasanlagen, die nach RED2, also mit Abfall- und Reststoffen produzieren, können ihre Anlage zertifizieren lassen und zertifiziertes Biomethan verkaufen bzw. in das Erdgasnetz einspeisen. Damit wiederum können Mineralölfirmen ihre eigene Treibhausgasquote senken. Das Prinzip ist politisch gewollt und könnte Biogasanlagenbetreibern nach dem Auslaufen der EEG Abnahmeverpflichtung eine neues Standbein bieten. Allerdings ist dies mit Investition in die Anlage und in die Zertifizierung verbunden. Über gelungen Beispiele in Verbindung mit Molkerei- und Fischzuchtabfällen haben wir hier schon berichtet.
https://f3.de/farm/biomethan-mit-co2-ze ... m=referral
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WäPu2014
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Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 06/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Juni 2021

Stand: 21.06.2021
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Der Umrüster Bürstner präsentiert sein erstes CNG-Reisemobil "Eliseo CNG" auf Basis des C543. Basierend auf einem 100 kW/134 PS starken Fiat Ducato "Natural Power" fährt dieser Eliseo hauptsächlich mit CNG, hat aber auch einen Reservetank für Benzin.
https://www.buerstner.com/uk/buerstner- ... liseo-cng/

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Quelle: www.truck-mobiles.de
Die Stadtreinigung Bochum USB hat den ersten gasbetriebenen Müllwagen in Bochum in Betrieb genommen. Der Scania L340 hat ein zugelassenes Gesamtgewicht von 26 Tonnen, kann etwa 10 Tonnen Abfall laden und wird mit Biomethan oder Erdgas betankt. Das schont die Umwelt und sorgt für bessere Luft. Dazu sind am Fahrzeug pro Seite vier Tanks montiert, die zusammen etwa 180 Kilogramm CNG fassen. Damit lassen sich nach ersten Erfahrungen zwei bis drei komplette Schichten bewerkstelligen. Der Neue wird zunächst auf einer Papiertour in Bochum-Hordel und Wattenscheid unterwegs sein. Die USB testet auch ein Wasserstofffahrzeug für die gleiche Aufgabenstellung. Dazu gibt es noch keine Erfahrungswerte hinsichtlich Betrieb und Reichweite. Interessant ist aber der Vergleich zu Anschaffungskosten und staatlichen Fördergeldern:
* Wasserstoff/Brennstoffzellen-Abfallsammelfahrzeug der Firma Faun. Kaufpreis 772.000 EUR. Fördersumme ca. 495.000 EUR
* CNG Abfallsammelfahrzeug der Firma Scania. Kaufpreis 220.000 EUR. Keine Fördergelder

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Quelle: PIXABAY
Auch in den USA kommt Biomethan langsam ins Rollen. Es gibt 133 in Betrieb befindliche Biogas-Anlagen, wobei die Mehrheit das aufbereitete Biomethan in das Gasnetz einspeist, um es als Kraftstoff für Fahrzeuge zu nutzen.
Das größte Wachstum fand im Jahr 2020 in der Landwirtschaft statt, wo sich die Anzahl der in Betrieb befindlichen Anlagen im Vergleich zu Ende 2019 auf 36 verdoppelt hat. Die Mehrheit der RNG (Renewable Natural Gas)-Anlagen sind immer noch Deponien (70), gefolgt von Kläranlagen (17). Die Staaten mit der größten Biomethanproduktion sind Wisconsin, Texas, Pennsylvania, Ohio und Kalifornien.

Stand: 16.06.2021
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Ein Überblick über Biokraftstoffe, Herstellung und Potential am Beispiel von VERBIO durch den mdr vom 18.05.2021 und eine Bewertung der Chancen für CNG im Personen- und Lastkraftverkehr. Die angepasste Entscheidung für eine Umsetzung von RED2 in Deutschland und die weitere Steuerbefreiung von CNG könnte ein weiteres Signal für eine Zukunft der Technik sein.
Wie im Beitrag zu hören ist, geht es bei CNG nicht um die Antriebstechnik von 2050 sondern um eine Alternative zu Benzin und Diesel bis 2030/2035. Längerfristig werden wir Biomethan eher als einfach zu speichernde Energiequelle für Heizung und Strom brauchen.
https://www.mdr.de/wissen/videos/biokra ... h-104.html
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschl ... s-100.html

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Quelle: VW Nutzfahrzeuge
Gute Nachrichten aus dem VW-Konzern für Freunde des CNG Antriebs. Auch die nächste Generation des VW Caddy wird es mit CNG Antrieb geben, dann mit 4 Gastanks und 130 PS auf der MQB Plattform. Bestellbar sind schon die Modelle mit TSI und TDI Motoren, TGI und ein PHEV folgen etwas später.
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Quelle: https://auto360.de/
Sofort bestellbar ist dagegen der VW Golf TGI in der neuen Version. Hier ein Test von AUTO360:
https://auto360.de/test-vw-golf-tgi-der ... -wolfsburg

Stand: 09.06.2021
Update: Wir waren heute für 1,039 EUR/kg Bio-CNG tanken. Umgerechnet wären das 69 Cent je Liter Super Benzin. Die SHELL 200 Meter weiter verlangte dafür stolze 1,53 EUR/Liter. Das ist mehr als das DOPPELTE und die Kluft wird größer werden. Wer kann schon von sich behaupten mit 4,15 EUR auf 100 km Kraftsstoffkosten für einen Kompaktkombi auszukommen. Umweltfreundlich, kostengünstig und für mich PKW-Label A+++

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Quelle: PKW-Label.de
Wer einen umweltfreundlichen und kostengünstigen PKW sucht, kommt an einem CNG Antrieb mit Biomethan nicht vorbei. Mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt die Deutsche Energie-Agentur dena die Reichweite eines Fahrzeugs je Kraftstoff und Budget, die Emissionsbelastung inkl. der Vorkette sowie die Gesamtkosten. Obwohl noch mit fossilem Erdgas gerechnet, steht hier CNG auch im Emissionsvergleich gut da. Bei aktuell 80% Biomethan Anteil im deutschen CNG-Mix kann CNG locker mit dem BEV mithalten. Und günstiger kann man ab der Kompaktklasse keinen PKW betreiben. Warum nur machen es so wenige?
https://www.pkw-label.de/alternative-an ... e-antriebe
https://www.klimareporter.de/verkehr/ta ... svergleich

Stand: 06.06.2021
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Quelle: AUTOBILD
So bewirbt BMW seinen neuen E-SUV:

„Mit seinem Design, seinem luxuriösen Lounge-Ambiente im Innenraum und innovativen Shy Tech Features ist der BMW iX als lokal emissionsfreies Automobil ein Erlebnisraum für komfortable Mobilität im Alltag und auf Reisen“
So deutlich hat noch kein Automobilhersteller den Betrug von Politik und Lobbyverbänden am Verbraucher und am Klima auf den Punkt gebracht. Vielleicht kommt ja nach dem Dieselgate irgendwann das Elektrogate. Nach den letzten Entscheidungen der Gerichte scheint hier BMW vorbeugen zu wollen.

Es tut sich was hinsichtliche Technologieoffenheit bei den Antrieben im Verkehr. Wie schon mehrfach hier thematisiert gilt Norwegen zwar als Vorreiter der E-Mobilität, steht gleichzeitig aber auch in der Kritik die dafür notwendigen Förderungen mehr oder weniger komplett über die Gewinne aus dem Verkauf seiner fossilen Energiequellen finanziert zu haben. Nun folgte das Parlament einer Empfehlung des Umweltausschusses und stellt hinsichtlich Emission und Förderung Biogas und Wasserstoff dem Elektroantrieb gleich. Dies könnte durchaus für die dieses Jahr anstehenden Entscheidungen zur Zukunft von BIO-CNG/BIO-LNG im Verkehr in der EU hilfreich sein.
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/bio ... hgestellt/

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Quelle: https://www.cng-mobility.ch/
Zeitgleich fordern 233 Verbände, Firmen und Wissenschaftler die EU-Kommission auf, ähnliches auch in der EU zu ermöglichen. Erneuerbare Treibstoffe sollen nicht mit der Elektromobilität konkurrieren sondern diese ergänzen. Die Unterzeichner stehen zu dem EU-Ziel die CO2 Emissionen bis 2050 um 55% zu senken. Sie zeigen auf, dass der aktuelle Ansatz es nur über die Auspuffemission erreichen zu wollen nicht ausreichen wird um die Klimaziele zu erreichen.
Genauso sehen wir das auch im CNG-Club und unterstützen daher diese Initiative.
Hier der Link zu noch mehr Information und zum Anschreiben:
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/kla ... ommission/

Stand: 03.06.2021
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Bild von Hermann Kollinger auf Pixabay
CNG Fahrzeuge sind im Falle eines Brandes genauso sicher wie vergleichbare Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Explosionsgefahr besteht nur bei unzureichender Wartung der Gastanks, wie z.B. nach Unfällen. Ursache spektakulärer Berichte der Vergangenheit waren in der Regel bekannte aber nicht beseitigte Korrosionsschäden oder Risse in den Druckbehältern nach Unfällen.
Alle Druckbehälter haben Überdruckventile, die weit unter den mindestens zugelassenen 400 bar öffnen und das Gas gezielt ableiten. Methan ist zudem viel leichter als Luft und verflüchtigt sich schnell nach oben. Daher ist CNG im Gegensatz zu LPG in Tiefgaragen auch kein Problem. LPG ist schwerer als Luft und sammelt sich am Boden.
https://trans.info/de/wie-sicher-sind-c ... ge-232449#
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 05/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Mai 2021

Stand: 26.05.2021
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Quelle: PIXABAY
Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages hat eine gegenüber dem ursprünglichen Entwurf des BMU abgewandelte Version der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II,  2018/2001) in deutsches Gesetzt umgewandelt. RED2 beinhaltet die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Transport bis zum Jahr 2030. Gegenüber dem Entwurf des BMU wurde der Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energiequellen sowie der Anteil der erneuerbaren Energiequellen am Gesamtverbrauch von 22% auf 25% angehoben. Die viel kritisierte 3-fach Anrechnung von Ladestrom auf die THG-Quote (Treibhausgasquote) für Mineralölfirmen ist dagegen beibehalten wurden. Damit sollen Tankstellenbetreiber zum Bau von Ladestationen animiert werden, da der Bau und Betrieb von E-Ladestationen bislang wirtschaftlich uninteressant ist. Durch die Anrechnung werden THG-Belastungen aus verkauften fossile Energiequellen kompensiert bzw. grün gewaschen.
Kritiker bemängeln, dass durch diese Maßnahme keinerlei reale THG-Einsparung erfolgt und dann in der Gesamtabrechnung beim tatsächlichen THG-Ausstoß fehlt.
Für CNG-Fahrer positiv ist die weitere Steuerbefreiung von Biomethan für die nächsten 5 Jahre, negativ die weiterhin fehlende Anrechnung einer TGH-Minderungsquote für den Hersteller des Fahrzeugs. Aber das wird dieses Jahr auf europäischer Ebene neu verhandelt.
Pressemitteilung Industriekreis CNG-Mobilität:
https://www.cng-club.de/PM_THG_Minderungsquote
Mitteilung des VDB:
https://biokraftstoffverband.de/index.p ... offen.html
Bewertung von LOGISTRA:
https://logistra.de/news/nfz-fuhrpark-l ... 69840.html

Stand: 21.05.2021
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Quelle: SOLARIS
Die Warschauer Verkehrsbetriebe hatten letztes Jahr bereits 70 CNG Busse bestellt und erhöhen nun ihre Order um weitere 30 Busse. Warschau setzt dabei auf einen Mix aus Elektro- und CNG-Bussen und möchte 2027 die Hälfte seiner 1500 Busse emissionsarm betreiben. Die EU-Flotte wächst.
https://www.busplaner.de/de/news/untern ... 64554.html

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Quelle: NGVA
In 2020 ist die Zahl der CNG Fahrzeuge in Europa auf geschätzte 13 Millionen angestiegen. Auch der Biomethananteil am CNG Verkauf in Europa hat sich auf 17% erhöht und am Ausbau wird in vielen Staaten aktiv gearbeitet. Dazu passt auch der Ausbau der Tankstelleninfrastruktur. Inzwischen sind in Europa über 4000 CNG Tankstellen in Betrieb. Im meinem März-Beitrag waren es z.B. in Frankreich noch 130 CNG Tankstellen, heute sind es schon 141.
https://www.ngva.eu/wp-content/uploads/ ... 00x227.png

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Auch ganz oben im Norden stellen die Stadtwerke Norden an ihren beiden CNG-Tankstellen zukünftig Biomethan zur Verfügung. Das Netzt wächst weiter.
https://www.stadtwerke-norden.de/kunden ... tuell.html

Stand: 16.05.2021
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Quelle: dpa
In vielen Betrieben und Forschungsstellen wird an synthetischen und klimaneutralen Kraftstoffen gearbeitet. Letztendlich geht es dabei immer darum aus grünem Strom, Wasser oder CO2 einen speicherbaren Energieträger zu erzeugen. Das Verfahren nennt sich Power to X (P2X). Das X steht für die verschiedenen Zustände. Ist das Ergebnis flüssig, nennt es sich P2L. Diese Technologie hat meiner Meinung nach eine große Zukunft, da es nach heutigem Stand z.B. die einzige sinnvolle Möglichkeit sein wird Flugzeuge klimaneutral anzutreiben. Diese Technologie existiert heute schon im realen Betrieb. So speist AUDI mit einer P2G (Power-to-Gas) Anlage heute bereits soviel Biomethan aus Windstrom in das Erdgasnetz ein, wie die CNG AUDI-Flotte in Deutschland verbraucht.
Gleichzeitig stehen diese Verfahren unter großer Kritik, da sie erhebliche Menge Strom verbrauchen. Im Vergleich zu einer direkten Ladung in einem Akku wird z.B. für Benzinersatz eine um Faktoren höhere Energiemenge benötigt. Allerdings ist der direkte Vergleich nicht so einfach, da z.B. der Energieaufwand für Abbau der Rohstoffe und die Produktion für den Akku häufig ausser Acht gelassen und der dauerhaft hohe Bestand an Verbrennern ignoriert wird. Zudem würden flüssige oder gasförmige Kraftstoffe aus überschüssigem grünen Strom in bestehende Infrastruktur gespeichert und verteilt werden können. Der gewaltige finanzielle Aufwand für den Aufbau einer H2- oder Elektroladeinfrastruktur könnte entfallen oder zeitlich gestreckt werden ohne die Klimaziele zu verfehlen. Künstliches Benzin kann sofort in heutigen Verbrennern eingesetzt werden und verbrennt dabei aufgrund der hohen Reinheit viel schadstoffärmer und effizienter als fossiles Benzin. Zudem zahlen wir Verbraucher über den Strompreis derzeit jedes Jahr 1,3 Mrd. EUR an Ausgleichszahlung im Rahmen des EEG an Erzeuger von grünem Strom für aufgrund Netzüberlastung nicht abgenommenen Strom. Strom wäre also verfügbar, wir nutzen ihn nicht.
Ein Liter Benzin aus fossilem Erdöl kostet an der Tankstelle ohne die Abgaben und Gewinnmargen etwa 40 Cent. Ein Liter P2L Benzin kommt auf ca. 1 EUR. Da stellt man sich doch die Frage, ob man nicht die 1,3 Mrd EUR anstatt in nicht verwendeten Strom zu investieren, die Steuer auf klimaneutrale Kraftstoffe aussetzen und so die mit überschüssigen Strom produzierten Kraftstoffe wettbewerbsfähig machen könnte? Der Akku wird sich im PKW und im Kurzstreckenlastverkehr durchsetzen. Erfahrungsgemäß lässt sich im Verkehr vergleichsweise teurer Kraftstoff leichter in den Markt bringen und so die Technologie für die Herstellung dieser Kraftstoffe für eine spätere Anwendung in anderen Sektoren optimieren.
Das es nicht so einfach ist klimafreundliche Brennstoffe in den Markt zu bringen, sehen wir an den Millionen von Gasheizungen, die anstatt mit 100% Biomethan mit fossilem Erdgas betrieben werden. Das Angebot existiert am Markt. Die Heizkosten würden sich allerdings gegenüber sogenanntem Klimagas mal mindesten verdoppeln.
Übrigens die „neuen“ Klimaziele des Umweltministeriums entsprechen einer Klimaerwärmung von +2,4°. Die vereinbarten Ziele liegen eigentlich irgendwo zwischen +1,5° und +2°.
UPDATE 24.05.2021: Die im neuen Klimagesetz beschlossenen Maßnahmen bis 2030 reichen nach Ansicht von GREENPEACE nur aus, um eine Begrenzung der Klimaerwärmung bis 2050 auf +2° zu erreichen. Berücksichtigt man aber den bisherigen THG Ausstoß von Deutschland in der Vergangenheit sowie die deutlich geringeren Reduzierungsmöglichkeiten vieler Entwicklungsländer im Sinne eines fairen Ausgleichs, dann reicht es effektiv nicht für das +2° Ziel.
Eine Bewertung des Deutschlandfunk:
https://www.deutschlandfunk.de/auf-dem- ... d=496894#d
Ein Beitrag des MDR:
https://www.mdr.de/investigativ/fakt-kr ... l-100.html
und von NTV:
https://www.n-tv.de/auto/E-Fuels-sind-e ... 50183.html
und über eine verfügbare Methanol-Brennstoffzelle des BR:
https://youtu.be/G3iKJ4IMick

Stand: 13.05.2021
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Quelle: VERBIO
VW Chef Herbert Diess war zu Gast in den VERBIO Produktionsanlagen im brandenburgischen Pinnow. Claus Sauter, der Vorstandsvorsitzende der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, und Herbert Diess traffen sich im Rahmen des Videopodcast „Diess spricht“ um die Herstellung von Biomethan aus Stroh zu erläutern und über das Potenzial von BioCNG zur Dekarbonisierung des LKW-Verkehrs zu sprechen.
„Die vollständige Elektrifizierung unserer LKW-Flotte wird noch einige Zeit benötigen. Bis die Produkte und die erforderliche Infrastruktur vorhanden sind, können Biokraftstoffe helfen, die Emissionen im Güterverkehr zu reduzieren. Ich war begeistert, mit Claus Sauter zu sprechen, einem der großen europäischen Visionäre im Bereich klimafreundlicher Technologien“, resümiert Herbert Diess nach dem Besuch bei LinkedIn. Und Claus Sauter konterte „Die VW-Tochter Traton hat angekündigt, dass 2030 jeder zweite SCANIA ein Elektro-LKW sein wird. Ich bin überzeugt, dass dann jeder erste SCANIA mit BioCNG oder BioLNG betrieben wird und der Diesel keine wesentliche Rolle mehr spielt. Es war ein interessanter Austausch, für den ich mich bei Herbert Diess herzlich bedanke“. Der Ausbau der BioCNG/BioLNG Infrastruktur für den Güterverkehr sichert auch die Möglichkeit CNG PKW´s umweltfreundlich zu betreiben.
Pressemitteilung Verbio:
https://www.verbio.de/presse/aktuelles/ ... ert-diess/
Podcast „Diess spricht“:
https://www.linkedin.com/feed/update/ur ... 859350528/

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Quelle: LIDL
An den deutschen LNG-Tankstellen hat sich der Absatz in 2020 verdreifacht. Das in einem früheren Beitrag schon angesprochene Förderprogramm zeigt Wirkung. 87% der Förderanträgen entfielen auf LNG-LKW, weitere 12% auf CNG-LKW.
Rein rechnerisch liegt der CO2-Vorteil von fossilem LNG gegenüber Diesel bei ca. 15%, in der Realität betrachtet über die gesamte Lieferkette sicher um einiges weniger. Relevant für den Klimaschutz wird es auch hier erst mit Biomethan. SHELL plant daher bis 2022/2023 eine Gasverflüssigungsanlage für 100000 Tonnen Biomethan. "Das Potenzial von Biomethan ist noch nicht ausgeschöpft", hat die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) festgestellt: "Das mobilisierbare Potenzial in Deutschland wird bis 2030 auf 118 Terawattstunden geschätzt. Damit könnten 12 Millionen PKW oder 185 000 LKW betrieben werden",
Quelle: https://www.gas.info/ und https://www.sueddeutsche.de
LNG steht für Liquefied Natural Gas und besteht aus durch Abkühlung auf minus 161 bis minus 164 Grad Celsius verflüssigtem Methan, entweder Erdgas oder Biomethan. LKW erreichen damit Reichweite bis 1000km.

Stand: 07.05.2021
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Der Verkaufsanteil BIO-CNG am CNG Verkauf liegt in Deutschland bereits bei 80% und ist an 525 Tankstellen verfügbar. Gleichzeitig sank der Preis für BIO-CNG seit unserem Autokauf. Bei gleichem Durchschnittsverbrauch reduzierte sich der Preis von Anfangs 4,58 EUR/100km auf 4,35 EUR/100km in den letzten 12 Monaten. :D

Während VW sich mittelfristig auch vom PKW CNG-Verbrenner verabschieden möchte, scheint RENAULT hier einsteigen zu wollen. https://www.gaz-mobilite.fr/actus/renau ... -2956.html

In der EU gibt jetzt es durchaus Vorschläge für die Anrechnung im Flottenverbrauch und CNG könnte damit wieder eine Alternative gegenüber den teuren E-Fahrzeugen werden. Das Jahr 2021 bleibt spannend.

Prof. Dr. Joachim Weimann, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, bezeichnet die Förderung von Elektroautos als „die vermutlich ineffizienteste Form von Klimapolitik“. Laut seiner Rechnung dürfte ein Elektroauto maximal 1000 EUR mehr kosten als ein Verbrenner um eine effektive Alternative zu sein. Lesen Sie eine interessante Betrachtung der Wechselwirkungen des Emissionshandels auf den Verkehrssektor sowie der Folgekosten der Elektrifizierung des Verkehrs.
https://www.focus.de/auto/news/umweltbi ... 98969.html

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Quelle: Gaznat
Ein frisch gestylter SEAT Leon fährt in der Schweiz Werbung für Biogas im Tank und klimafreundlicher Mobilität.

Stand: 05.05.2021
Unser SEAT LEON ST TGI hat seine erste HU/AU und Service erlebt. Schon vor dem Kauf hatten wir die freie Werkstatt unseres Vertrauens am Ort über die Möglichkeit der Durchführung befragt und, wie zugesagt, gab es auch keine Probleme. Das Wartungsprotokoll zeigt die wenigen Unterschiede zwischen dem TSI- und dem TGI Motor für die Werkstatt.
Im Gegensatz zu den vielen Gerüchten über häufige Zündkerzenwechsel bei CNG Betrieb erwartet uns hier der Austausch nach 48 Monaten oder 60 Tkm. :!: Für uns überraschend muss der Gastank und die Gasleitungen nicht nach 120 Monaten sondern erst nach 240 Monaten getauscht werden. :D Mal sehen, ob wir so weit kommen.
In Summe haben wir in den letzten 3 Jahre ca. 1000 EUR Spritkosten und 138 EUR KFZ-Steuer gegenüber dem Benziner trotz dem etwas teureren BIO-CNG gespart. Die Mehrkosten durch die Gaswiederholungsprüfung bei der HU von 28 EUR alle 2 Jahre sind da eher vernachlässigbar. Der Mehrpreis des TGI-Motors wurde uns damals im Rahmen einer SEAT-Aktion erlassen und hätte damals 1500 EUR betragen. Alles in allem für uns bislang ökonomisch und ökologisch eine runde Sache.
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Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 04/2021

Beitrag von WäPu2014 »

April 2021

Stand: 28.04.2021
Nach 29000 km und knapp 3 Jahren hat uns unser LEON zur großen Inspektion aufgefordert. Da auch die HU ansteht, lassen wir beides gleichzeitig in der Werkstatt machen. Mit der HU wird bei CNG Fahrzeugen auch die Gaswiederholungsprüfung (GWP) fällig. Im wesentlichen besteht diese aus der Dichtheitsprüfung der Gasanlage. An sich keine große Sache für den Prüfer, aber die Abdeckung des Tanks muss dafür durch die Werkstatt entfernt werden. Zudem muss der Tank mindestens zu 50% gefüllt sein, damit ordentlich Druck drauf ist. Wie es gelaufen ist und was es uns im Vergleich zu unserem alten Diesel-Passat gekostet hat, berichte ich im Mai.

Stand: 21.04.2021
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Quelle: hnvg.de
Auch die Stadtwerke Heilbronn setzen auf Biomethan für ihre CNG-Tankstellen, ihre Fahrzeugflotte und ihre Blockheizkraftwerke.
https://www.echo24.de/geschaeftskunden/ ... 63455.html

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Quelle: www.globalgasmobility.com
SEMITAG, der Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Grenoble, verfügt derzeit über 220 Standardbusse, darunter 56 Hybridbusse und mehr als 100 Busse mit CNG Antrieb. Jährlich werden mehr als 17 Millionen Kilometer zurückgelegt und die 49 Gemeinden des Ballungsraumes bedient. Die ersten CNG-Busse wurden im Jahr 2002 in Dienst gestellt. SEMITAG ist so angetan von der Technik, dass Scania in 2021 weitere 100 CNG-Busse an SEMITAG ausliefern wird. In Summe wird dies dann die größte CNG Busflotte von Scania in Frankreich. sein

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Quelle: NZZ
Herbie Schmidt, Autoexperte bei der Neuen Zürcher Zeitung, hat im Februar den SKODA Kamiq in der CNG- und Benzin-Version im Test miteinander verglichen. Da SKODA hier leider nur den 0.9 Liter Motor ohne DSG anbietet und das Vergleichsfahrzeug über den 1,5 TSI mit DSG verfügte, ergeben sich zwangsläufig Unterschiede in der Dynamik. Aber lesen Sie selber:
https://www.nzz.ch/mobilitaet/auto-mobi ... ld.1602270

Während für Elektroautos, fossilen Verbrennern und im Besonderen für die Hybride eher Phantasieverbrauchswerte angegeben werden, kann man sich auf die CNG Verbrauchswerte ganz gut verlassen. Das zeigt auch unsere Erfahrung.

Stand: 14.04.2021
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Quelle: www.biogaschannel.com
Auch reine Benzinfahrzeuge lassen sich auf CNG umrüsten und so mit Biomethan klimafreundlich betreiben. Was in den skandinavischen Ländern oder Indien durchaus ein Markt ist, findet in Deutschland kaum statt. Hier ein Beispiel eines von DMT Environmental Technology umgerüsteten AUDI Q5. DMT stellt unter anderem Membranen zur CO2 Reduzierung und Entschwefelung von Biogas her. Dies ist die Voraussetzung um es als Biomethan in das Erdgasnetz einspeisen zu dürfen.
https://www.biogaschannel.com/en/video/ ... cove/1749/

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Quelle: SKODA / www.cng-mobility.ch
Auf der neuen TOP10 Liste der ökologischten Verbrenner in der Umweltliste des Verkehrsclub Schweiz https://www.autoumweltliste.ch/de.html finden sich nur Gasfahrzeuge. Hybrid-PKW werden nicht mehr aufgeführt, da ihre realen CO2 Emissionen laut Studien die offiziellen Werte um das bis zu 8-Fache übersteigen. Biogas-PKW und Ökostromer geben sich aktuell in die THG Wirkung wenig, die richtige Wahl hängt vom persönlichen Einsatzzweck ab. Viel Stadtverkehr, Stop&Go und eigene Lademöglichkeit spricht ggf eher für ein Elektroauto, eine nahe gelegene Bio-CNG Tankstelle und höhere Laufleistungen eher für das Biogasfahrzeug. Allerdings empfiehlt der VCS für Fahrleistungen unter 6000 km/a eher Bio-CNG.
Die detaillierte Umweltliste mit Anmerkungen und Bewertungen gibt’s hier zum Download:
https://www.autoumweltliste.ch/fileadmi ... mit_SZ.pdf

Eine Zusammenfassung der VCS-Ergebnisse finden Sie unter
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/vcs ... maerz_2021

Stand: 07.04.2021
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Quelle: GibGas
Fast 2/3 oder 525 der deutschen CNG Tankstellen bieten Bio-CNG an.
Einfacher und kostengünstiger kann man nicht umweltfreundlich unterwegs sein.
Den Aufkleber kann man bei GibGas kaufen. Zeigen wir, was bei uns in den Tank kommt.
https://shop.gibgas.de/

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Quelle: VERBIO AG
Die Fertigstellung der ersten Biogasanlagen der VERBIO AG in Indien und den USA rückt näher. Im Herbst 2021 sollen die neuen Stroh-Biomethan-Anlagen trotz schwierigem CORONA Jahr planmäßig in Betrieb genommen werden. Sie bilden die Grundlage für weitere Projekte in diesen Ländern. „Die Marktbedingungen für unsere Expansionsprojekte in Asien und Nordamerika sind äußerst positiv. Die indische Regierung fördert zum einen den Ausbau der Gasmobilität als günstige Alternative zu teuren fossilen Kraftstoffen im Land. Zum anderen muss und will sie dringend das Problem der massiven Luftverschmutzung durch das großflächige Abbrennen der Strohreste auf den Feldern eindämmen. Unsere Stroh-Biomethan-Technologie ist bisher die einzige konkrete Antwort auf beide Herausforderungen“, sagt Vorstand Claus Sauter.
https://www.verbio.de/presse/aktuelles/ ... stumskurs/

Stand: 02.04.2021
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Im Dezember habe ich über den Wechsel der Stadtwerke Koblenz zu Biomethan-Bussen berichtet.
Jetzt gibt es ein Video über die klimafreundlichen Busse der KOVEB.
https://youtu.be/O4vlqCGZE-4

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Letzten Monat habe ich auf das Wochenthema zur Verkehrswende bei BAYERN2 hingewiesen.
Der Podcast mit unserem Beitrag zur Alternative Biomethan als CNG ist jetzt verfügbar.
https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... e-100.html

Beiträge zur Elektromobilität und Wasserstoffantriebe haben es leider nicht in den Podcast geschafft. Dafür aber ein Beitrag von Alexander Bloch. Er ist Chefreporter bei der Zeitschrift "Auto, Motor, Sport" und spricht über die Zukunft des Verbrenners.
https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... r-100.html
Diese Aussage ist vermutlich richtig, ob schon 2030 oder mangels Infrastruktur erst später. Trotzdem wäre Biomethan als CNG eine sofort verfügbare und klimawirksame Alternative, wie der VM-Redakteur Johannes Reichel in seinem Beitrag erläutert.
https://vision-mobility.de/news/wir-bra ... 82545.html
Wir würden auch heute noch als Antrieb CNG mit Biomethan wählen. Praktisch, günstig, umweltfreundlich, alltagstauglich.
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 03/2021

Beitrag von WäPu2014 »

März 2021

Stand: 26.03.2021
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Quelle: radioWelt/BR.de mit Moderator Tilman Seiler
Am 29.03. läuft in BAYERN2 im Programmteil radioWelt zwischen 06:05 und 08:30 ein Beitrag zur Wochenserie "Mobilitätswende" mit dem Titel "Bio-Methan - die umweltfreundlichste Alternative?" Auch wir kommen zu Wort.
https://www.br.de/radio/bayern2/program ... 21556.html

Stand: 24.03.2021
Die Supercredits, also die Anrechnung der „emisionsfreien“ Elektroautos auf den Flottenverbrauch der Hersteller, lagen 2020 bei Faktor 2. D.h. ein Elektroauto geht mit 0 Gramm CO2 doppelt in den Flottenverbrauch ein. Auch ein Grund warum viele Elektroautos noch kurz vor Jahresende zugelassen wurden. Für das Jahr 2021 liegt der Faktor bei 1,67, 2022 bei 1,33 und ab 2023 bei 1. Da Stromladesäulen wirtschaftlich kaum rentabel betrieben werden können, soll mit der Umsetzung RED2 den Mineralölfirmen ebenfalls nun Supercredits für ihre CO2 Emissionen für jede Ladesäule, die sie an den Tankstellen installieren, zugestanden werden. Dies führt übergreifend zu heftiger Kritik, da hiermit fossile Energieträger ein direktes Greenwashing erfahren.

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Der 1,5-l EA211 TGI evo von Volkswagen im Detail vom BolidenForum erklärt:
https://www.bolidenforum.de/artikel/art ... volkswagen

Stand: 20.03.2021

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Quelle: CNG-Mobility / Vision Automobiles Paris
Bei dem 24h Rennen von Le Mans soll 2023 für https://visionautomobiles.com/ ein 1000 PS starkers Biomethan-Fahrzeug an den Start gehen. Dazu wurde jetzt ein von dem französischen Spezialisten pipo-moteurs entwickeltes 3,5 Liter V8 Treibwerk vorgestellt, dass mit verflüssigtem Biomethan betrieben wird.
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/bio ... r-le-mans/

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Der für seine Vespas bekannte Hersteller PIAGGIO wird auch in der nächsten Generation seinen kleinen CITY-Lkw PORTER NP6 als CNG Variante anbieten.

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AMAZON setzt in den USA für einen grossen Teil seines nationalen Güterverkehrs auf mittelschwere und schweren auf LKW auf CNG und Biomethan. Die LKW´s sind für 20% der Treibhausgase in der bestehenden Flotte verantwortlich, obwohl diese nur 5% der gesamten Flotte ausmachen. Während für die letzte Meile Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen, sollen es zukünftig für den Fernverkehr bis zu 700 CNG LKW sein. Das Paket gehört zu dem Plan vom AMAZON US bis spätestens 2040 klimaneutral aufgestellt zu sein.

Stand: 14.03.2021
Verkehrsminister Scheuer hat sich in einem Zeitungsinterview für ein Ende fossiler Verbrenner bis 2035 ausgesprochen. Bis dahin sollen synthetische Kraftstoffe konkurrenzfähig gemacht werden. Allerdings bedarf es dazu einer technologieoffenen Förderung.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/sc ... n-101.html

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Quelle: BR
Scharfe Kritik äußern über 60 Wissenschaftler an der einseitigen, auf Elektromobilität ausgerichteten Klimapolitik der Bundesregierung im Verkehrssektor. Prof. Thomas Willner von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg sieht "erheblichen Nachbesserungsbedarf" und fordert eine "transparente und technologieneutrale Klimaschutzpolitik, die sich an realen physikalischen Treibhausgasminderungen über die gesamte Wertschöpfungskette orientiert".
Nach Überzeugung der Wissenschaftler wird die Elektromobilität in der "Zeitspanne bis 2030, die für den langfristigen Erfolg oder Misserfolg des Klimaschutzes entscheidend sein wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu keiner nennenswerten Treibhausgasminderung über die gesamte Wertschöpfungskette führen."
Die Wissenschaftler haben aber auch konkrete Vorschläge. Nichts davon ist neu, aber in Summe mehren sich die Stimmen für eine andere Ausrichtung. Lesen Sie dazu mehr in einem Beitrag des BR:
https://www.br.de/nachrichten/deutschla ... edium=Link

Auch die Expertenkommission für Forschung und Innovation (Efi) spricht sich gegen die einseitige Ausrichtung auf Elektromobilität aus. Wie das Handelsblatt berichtet, ist die Verwunderung über die Priorisierung dieser Technik laut dem Vorsitzenden der Kommission groß. Es reicht eben nicht, dass PKW nur in Deutschland keine Abgase in die Luft „blasen“.
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... oz5pM3-ap2

Zu Beginn dieses Jahres nahm Michael Martin, Experte für Mobilität und Automobilindustrie, als ehrenamtlicher Mobilitätsberater die Arbeit bei dem europäischen Bund der Steuerzahler (Taxpayers Association of Europe (TAE)) auf. Seine Aufgabe wird es sein, detailliert aufzuzeigen, wo und wie Steuer-Subventionen in der EU oder Deutschland für den Aufbau von Elektromobilität sinnvoll ausgegeben werden – oder auch nicht. Steuerzahler-Präsident Rolf Baron von Hohenhau dazu: „Fakten interessieren bei diesem Thema leider nicht, Kritiker sind unerwünscht. Gepredigt werden in Deutschland und in der EU Verzicht, Einschränkung, Verbote und vor allem höhere Steuern und Belastungen für die Bürger.“
Quelle: Klartext, Bund der Steuerzahler in Bayern

Im ADAC Ecotest fährt der VW UP mit CNG Antrieb regelmäßig in die Spitzengruppe. Dabei ist hier der CNG Mix in Deutschland mit über 40% Biomethananteil noch gar nicht eingerechnet. Jetzt wird der ADAC nachbessern und dies bei zukünftigen Betrachtungen berücksichtigen.

Wirklich gute Alternativen zu E-Fahrrzeugen bietet auch 2021 wieder der VW-Konzern. Der neue SEAT Leon ist seit Februar nun auch als CNG Fahrzeug bestellbar. Zwar für das alte Modell aber mit dem gleichen Motor gibt es einen interessanten Vergleichstest zwischen dem LEON mit dem 1,5 l Motor und dem Arona mit dem 1,0 l Motor.
https://youtu.be/g9BWLvayKhA

Auch Skoda bietet mit dem Octavia eine wirkliche Alternative für Familien, Vielfahrer oder mobile Umweltschützer. Auch dazu gibt es diverse Testergebnisse. Einen davon finden Sie bei unseren österreichischen Nachbarn:
https://de.motor1.com/reviews/444132/sk ... 2020-test/
UPDATE: Aktueller Test von "the car crash review" https://youtu.be/QZZgBOkVnFI

Mehr als 3,3 Mio Tonnen Bioabfälle landen jährlich in Deutschland im Restmüll und werden verbrannt.
Zitat QUARKS.de „Unsere Restmülltonnen sind fast bis zur Hälfte mit Bananenschalen, Essensresten oder verfallenen, teils noch verpackten Lebensmitteln gefüllt.“
Diese werden in der Regel verbrannt und hoffentlich zusätzlich noch zur Energie- und Wärmegewinnung genutzt. Es bleibt aber nur Asche übrig.
In der Biogasanlage können vor allem die feuchten Abfälle sehr gut zu Biogas vergoren werden. Den Unterschied zur reinen Verbrennung macht dabei vor allem die aus einer Tonne Abfall gewonnenen 500kg Gärreste und Komposterde, die wieder in den Kreislauf eingebracht werden können und einen sehr guten Dünger darstellen. Ziel muss es daher sein, die verfügbaren Rohstoffe besser zu nutzen.
https://www.quarks.de/umwelt/muell/das- ... C3%B6sung8

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Auch die französische Denkfabrik CARBONE4 hat sich die Frage gestellt, welche Strategie am effektivsten für die Decarbonisierung des Verkehrssektors geeignet ist. CARBONE4 ist ein Beratungsunternehmen aus Paris, welches sich auf CO2-arme Strategien und Klimawandel spezialisiert hat. In der Studie wurden alle aktuellen Antriebstypen verglichen. Basis war ein 2020 gebautes Fahrzeug über seinen gesamtem Lebenszyklus von 12 Jahren bis zum Betriebsende in 2031. Als Sieger wurde das vollelektrische Fahrzeug mit einer CO2- Emmission von 80gr/km auf Basis des französischen Strommix Inch. dem hohen Anteil Atomstrom gekürt. Auf den gleichen Wert kommt in der Studie auch der BIO-CNG Antrieb. Ursache für Platz 2 ist die in Frankreich derzeit zu geringe Verfügbarkeit von Biomethan. Daher wird empfohlen die vorhandenen Biomethanressourcen für den Transportsektor zu reservieren.
https://www.carbone4.com/publication-ro ... e/?lang=en

Große Erwartungen hat CARBONE4 daher in die Marktentwicklung von Biomethan im Transportsektor. Langfristig wird hier zwar die Brennstoffzelle gesehen. Allerdings geht man für das Jahr 2050 von einem Bio-CNG Anteil bei Bussen und LKW von 12% bis 25% aus.

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Quelle: Twitter J.-B. Djebbari

Dazu passt die Aussage des französischen Verkehrsministers Djebbarri, dass die Anzahl der CNG LKW von heute 5000 bis 2028 verzehnfacht werden soll. In den nächsten Jahren möchte er 700 weitere CNG Tankstellen eröffnen. Aktuell gibt es knapp 130 CNG Tankstellen in Frankreich.
Mit Frankreich und Spanien als Unterstützer einer CNG Strategie wird es vielleicht möglich sein, die anstehenden Neufassungen der verschiedenen EU Verordnungen auch wieder in Richtung CNG und Biomethan zu öffnen.
Zuletzt geändert von WäPu2014 am Freitag 2. April 2021, 09:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 02/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Februar 2021
Stand: 27.02.2021

Aufgrund des langen Ausfalls des Forums schliesse ich den Februar ab und mache direkt im März weiter.

Etwas mehr als 20 Elektrobusse der Berliner Verkehrsbetriebe sind dieser Tage bei Minustemperaturen liegen geblieben und mussten durch Diesel- oder Elektrobusse ersetzt werden. Aufgrund der Temperaturen haben die Busse nicht die vom Hersteller bei -10 Grad Celsius zugesagten 130 km durchgehalten. Die BVG führt dies auf den zusätzlichen Bedarf für die Heizung zurück. Dies ist jedoch nicht ganz richtig. Die Elektrobusse werden mit Diesel beheizt, nur die Klimaanlage wird elektrisch betrieben.
Zur Erinnerung möchten die BVG bis 2030 sämtliche 1044 Busse des ÖPNVV elektrisch betreiben, aktuell sind 123 Elektrobusse im Einsatz.

Ein Elektrobus kostet ca. 600 TEUR, ein vergleichbarer Diesel-Bus ca. 200 TEUR. Die CNG-Hybrid Busse in Augsburg dürften etwas teurer sein, sind aber in 7 Minuten mit Biomethan betankt und erreichen eine Reichweite von 350 km. Etwa 8,5% Kraftstoff sparen die Busse durch die Rekuperation und Unterstützung durch die Elektromotoren.

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Bildquelle: www.eurotransport.de

Wir haben bereits früher hier über die Pläne des Umweltministeriums (UBA) zur Treibhausminderungsquote berichtet. In einem PlusMinus-Beitrag der ARD wurde dieses Thema aufgegriffen und beleuchtet. Ein Blick auf den EU-Nachbarn Frankreich zeigt, wie man es anders machen könnte und trotzdem den EU-Vorgaben nachkommt. Das UBA und Deutschland vergeben hier eine Chance in den nächsten 10 Jahren bereits erhebliche CO2-Einsparungen im Verkehr zu realisieren, ohne die Elektrifizierung zu behindern. Die Wasserstofftechnologie wird noch Jahre bis in den wirtschaftlichen Feldeinsatz benötigen. Warum nicht jetzt handeln? Das UBA begründet sein Vorgehen mit veralteten Ansichten. Der ARD-Beitrag ist bis 12/2021 verfügbar.
https://www.ardmediathek.de/daserste/vi ... me=1215.00
Zuletzt geändert von WäPu2014 am Samstag 27. Februar 2021, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 01/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Januar 2021

Stand: 31.01.2021

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Bildquelle OrangeGas B.V.

Das holländische Unternehmen OrangeGas setzt auf Biomethan und andere erneuerbare Energien. Bereits 1/5 der CNG Tankstellen in Deutschland versorgt OrangeGas mit Hilfe seines deutschen Lieferanten Verbio mit Biomethan. Ende des Jahres 2020 erfolgte der nächste Expansionsschritt. OrangeGas übernahm Tankstellen im schwedischen Helsingborg und plant weitere 30 CNG Tankstellen in Schweden für 2021.
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/14338/


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Bildquelle CNG-Club/Verbio , zeigt unseren Strohbedarf für ca. 13000km umweltfreundliches Fahren.

Seit Anfang Januar werden auf jeden Liter Benzin oder Diesel 7 ct bzw. 8 ct CO2-Steuer erhoben. Nachhaltige Biokraftstoffe sind von dieser Steuer zunächst für 2 Jahre ausgenommen, so dass auch die nächste Erhöhung noch nicht den Preis an der Tankstelle verändern wird.
Danach hängt die CO2 Steuer von der nachhaltigen Herkunft des Ausgangsmaterials ab. Je nachhaltiger das Ausgangsmaterial desto weniger Steuer. Das sieht für Biomethan im Verkehr doch recht gut aus, da hier schon heute hohe Anforderungen an die verwendete Biomasse gestellt wird.
Wir können bestätigen, dass der CNG Preis sich an unseren Tankstellen gegenüber Dez. 2020 nicht verändert hat. Eine Tankstelle bietet aktuell sogar für 5ct/kg für 100% Bio-CNG niedriger an als 2020. Eigentlich gibt es nun keinen wesentlichen preislichen Unterschied mehr zwischen fossilem Erdgas und Biomethan. Somit besteht die Hoffnung, dass weitere CNG Tankstellenbetreiber auf Biomethan umsteigen.

Die erste BIO-LNG Tankstelle in Italien ist in Rimini in Betrieb genommen worden. Weitere 20 Projekte sind in Bau, genehmigt oder im Genehmigungsverfahren. Damit sollen die 3000 LNG LKW in Italien zukünftig mit umweltfreundlich Kraftstoff versorgt werden. Italien liegt auch bei LNG meilenweit vor den anderen EU Staaten. 83 LNG Tankstellen gibt es in Italien, gerade mal 39 in Deutschland. Selbst das eher CNG arme Frankreich kommt auf 48 LNG Tankstellen. Der Verkehr könnte auch in Deutschland seinen Beitrag zu den Klimazielen leisten, wenn man denn technologieoffen und vor allem gemeinsam in UBA und Verkehrsministerium agieren würde. Die EU Verordnung RED2 mit einer Erhöhung der Anteile an fortschrittlichen Biokraftstoffen im Verkehr wird in Deutschland nicht klimawirksam umgesetzt. Im Gegenteil, durch die 4-fach Anerkennung von Ladestrom auf die THG-Quote (übrigens ohne Verpflichtung zu erneuerbarer Quellen), wird eine CO2 Reduzierung nur auf dem Papier generiert und gleichzeitig das Angebot von Biokraftstoffen für die Mineralölfirmen uninteressant. Dies drängt Tankstellen und Technologie der Biokraftstoffe weiter aus dem Markt bzw. verhindert in den nächsten 10-20 Jahren klimawirksame Veränderungen im Verkehrssektor mit Hilfe von erneuerbaren Kraftstoffen der 2. Generation.
https://bizz-energy.com/das-umweltminis ... rtuell-ein

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Nur knapp 900 CNG Fahrzeuge hat BMW trotz hohem Werbeaufwand ab 1995 verkauft und daher das Programm bald wieder eingestellt. Trotzdem fahren einige dieser Fahrzeuge noch.
https://www.spiegel.de/auto/bmw-5er-e34 ... 4364e1290c

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Die Zeitschrift „Auto Motor Sport“ hat es im Dezember mal wieder nachgewiesen - mit CNG und Biomethan fährt man nicht nur umweltfreundlich sondern auch günstig. 5 Kleinwagen mit 5 verschiedenen Antriebstechniken von Strom bis CNG mussten sich in verschiedenen Verbrauchssituationen beweisen.
https://www.auto-motor-und-sport.de/tes ... leinwagen/

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Auch 2020 verlief der Fahrbetrieb unseres SEAT Leon ST TGI wenig ereignisreich. Wir sind COVID-bedingt knapp 8800 km gefahren. In 2020 haben wir 5 Liter Benzin und 350 kg Bio-CNG für in Summe 391 EUR getankt. Damit lagen unsere reinen Tankkosten bei ca. 4,44 EUR/100 km bei einem Verbrauch von knapp unter 4kg CNG/100km. Bei 21000 KM kam die erste Serviceaufforderung. Für Service und Longlife-Ölwechsel haben wir 260 EUR gezahlt. Auffällig waren in den Monaten vor dem Service spürbar weniger Motorabschaltungen der Start/Stop-Automatik. Nach dem Service lief es wieder wie gewohnt. Im Juli 2021 wird es unsere erste HU mit einem CNG Fahrzeug geben.

Unser Biomethanlieferant der Tankstellen der Stadtwerke München stellt seine gesamt Flotte auf reinen CNG/LNG- und Biodieselbetrieb bis 2021 um. VERBIO hat 8 weitere CNG LKW in den Fuhrpark aufgenommen und betreibt nun 18 CNG-LKW mit dem eigenen Kraftstoff.

Seit 2017 fahren in San Antonio (USA, Texas) fast 500 CNG Busse im ÖPNV. Ab Herbst 2021 soll eine eigene Biogasanlage die Busflotte mit Bio-CNG versorgen. Um 85% möchte man dann die eigenen CO2 Emissionen gegenüber den alten Dieselbussen reduziert haben. San Antonio wird schon seit langem von eher demokratisch orientierten Bürgermeistern regiert.
https://www.publicpower.org/periodical/ ... nios-buses

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Die ersten der zusätzlich 90 bestellten MAN CNG-Busse rollen jetzt durch Tiflis - natürlich umweltfreundlich mit Biomethan. Aus einem chaotischen ÖPNV wurde über wenige Jahre ein moderner und umweltfreundlicher Nahverkehr.
https://www.mantruckandbus.com/de/mobil ... iflis.html

In den letzten 10 Jahren ist die Biogaseinspeisung in das europäische Gasnetz von etwa 5 auf 20 Terrawattstunden im Jahr angestiegen. Trotzdem ist dies gerade mal ein Anteil von 0,4% am Gasverbrauch. Der Anteil erneuerbarer Kraftstoffe im Verkehr liegt seit Jahren in Deutschland stabil bei ca. 5,6 %, während im Bereich Wärme in den letzten beiden Jahren ein leichter Anstieg zu erkennen war. Wir werden sehen, ob die steigenden Verkaufszahlen für E-Autos und Hybride hier eine Trendwende ermöglichen.
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