Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - Tagebuch und News

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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 09/2020

Beitrag von WäPu2014 »

September 2020


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Die Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor verändert sich nur marginal. Der Verbrauch von Biodiesel erhöhte sich um 1 Prozent, Bioethanol wurde geringer nachgefragt und Biomethan bleibt konstant bei niedrigem Anteil.
Quelle Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/k ... #uberblick

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"Kann Biomethan auftrumpfen?" fragt sich finanzen.net und beantwortet dies mit Blick auf nicht näher genannte Studien mit einem klaren JA. Und je nach Vergleich punktet der Antrieb mit Verfügbarkeit und bester Umweltbilanz über die Gesamtlebenszeit des Fahrzeugs. Es geht eben nicht um die Emission am teils nicht vorhandenen Auspuff sondern um die Klimabilanz über das gesamte Autoleben - von der Produktion des Fahrzeugs und des Kraftstoffes über Transport, Lagerung und Verbrauch bis zum Lebensende.
https://www.finanzen.net/nachricht/geld ... nz-9273385

Eine dieser Studien stammt vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI aus dem September 2019. Die Ergebnisse über die Lebenszeit verschiedener PKW- und LKW-Antriebe sprechen für sich. Biomethan aus Stroh, organischen Reststoffen oder Gülle können in den nächsten 20 Jahre einen höheren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele im Verkehr leisten als 100% Ökostromer.
https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse ... w-lkw.html
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Am Flughafen München fährt seit kurzem ein Bus mit einem innovativen Antriebskonzept. Ein mit Biomethan betriebener Motor erzeugt Strom und speichert diesen in einer kleinen Batterie. Auch Bremsenergie wird an der Batterie zurück geliefert. Der Motor läuft immer im optimalen Betriebsmodus, der Antrieb an den Achsen erfolgt ausschließlich durch die Elektromotoren. So erreicht der Bus eine Reichweite von bis zu 800km und ist in wenigen Minuten neu betankt. Der Bus kommt ohne schwere Akkus aus und ist dank der Betankung mit Biomethan besonders umweltfreundlich.
https://www.aerosieger.de/news/14098/bi ... chen.html/

Der GRÜNE VERBRENNER
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Es gibt ihn - den umweltfreundlichen Verbrenner. Wir fahren ihn seit 2 Jahren und ohne jede EInschränkung. Kein ständig wechselndes Bezahlsystem, keine intransparenten Kosten, planbare Tankstellensituation, alltagstauglich ohne EInschränkung.
Noch mehr hier im Blog von CNG-Club:
https://www.cng-club.de/gruen_gruener_cng

Der nächste grüne Verbrenner - der Skoda Octavia g-tec.


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Wer umsteigt hilft der Umwelt, das ist unbestritten. An der Umfrage von Auto-Motor-Sport sieht man leider die völlig unberechtigten Vorurteile.
https://www.auto-motor-und-sport.de/neu ... asantrieb/
Zuletzt geändert von WäPu2014 am Freitag 23. Oktober 2020, 17:21, insgesamt 3-mal geändert.
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WäPu2014
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 10/2020

Beitrag von WäPu2014 »

Oktober 2020

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AEE hat einen PODCAST zur Mobilität der Zukunft aufgelegt. Ich habe mir alle 6 Folgen angehört. Manchmal mühsam, mal informativ und kurzweilig. Für alle die die verschiedenen Meinungen bezüglich des Weges in die Klimaneutralität des Verkehrssektors bis 2050 komprimiert bewerten möchten, kann ich diese Folge mit Günter Hörmandinger, stellvertretender Direktor bei Agora Verkehrswende, und Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie empfehlen.
Aus meiner Sicht wird hier deutlich, dass AGORA eine Denkfabrik ohne konkrete Verantwortung für Umsetzung und Gesetzgebung ist. Es ist ihre Aufgabe Szenerien zu entwicklen, bewerten und umsetzen müssen Politik und Industrie.
Das einseitige Setzen auf eine Technologie unter der Annahme dass man heute schon 10 Jahre in die Zukunft sehen kann halte ich für falsch. Als ich mich vor Jahren für den Ersatz meiner Ölheizung durch Wärmepumpe und PV-Anlage entschieden haben, war auch die ökonomische Entscheidung aufgrund der prognostizierten Preissteigerungen für Heizöl eine klare Sache. In der Realität ist Heizöl seit Jahren durch neue Förderungsmethoden und politische Krisen billiger als zum Zeitpunkt meiner Entscheidung. Damals war auch nicht absehbar, dass ich heute schon 100% Biomethan für eine Gasheizung beziehen kann. Unter ökonomischen Aspekten wäre das eine durchaus attraktive Alternative zu dem teuren Umstieg auf die Wärmepumpe gewesen.
Einseitige Festlegungen auf eine Technologie verhindern Innovation und Fortschritt. Man muss nutzen, was zum Zeitpunkt einer Entscheidung ökonomisch und ökologisch verfügbar und machbar ist sowie neue Ansätze fördern.
https://soundcloud.com/user-564290903/s ... raftstoffe

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12 neue CNG Busse von MAN fahren seit Oktober auf 3 Linien in unserer Nachbarkreisstadt Dachau im Probebetrieb. Aus meiner Sicht die richtige Entscheidung für den technischen Antrieb. Am Ende wird es sich entscheiden, für welchen Kraftstoff Dachau sich entscheidet. Erdgas reduziert zwar schon Lärm, Gestank und Ruß, ist aber nicht wirklich besser in der THG Bilanz als andere fossile Kraftstoffe. Erst mit Biomethan aus Abfall- und Reststoffen erreicht diese Technik derzeit die notwendigen THG Reduzierungen im ÖPNV. Keine andere Technik kann derzeit so schnell, so effektiv und ökonomisch einen positiven Klimabeitrag im Sektor beitragen. :!:
Zur Erinnerung: Berlin und München quälen sich noch mit ein paar wenigen Elektrobussen, während alleine Paris in den nächsten 2Jahren 400 Dieselbusse durch CNG Busse ersetzt und mit Biomethan betreiben möchte. Die Statdwerke Madrid mit knapp 700 CNG Bussen baut seine eigene Biomethananlage und will diese mit biologischen Abfällen der Stadt füttern. In Deutschland reden wir leider oft über späte Ziele und weniger über konkrete, bezahlbare und wirksame Maßnahmen. Ausgerecht das Technikland Deutschland verschliesst sich hier der Konkurrenz der Technologien.

https://www.busplaner.de/de/news/erdgas ... 55049.html

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Das "Schwäbische Tagblatt" bezeichnet Biomethan in einem Artikel als "Der vergessene Treibstoff". Bei etwa 80000 aktiven CNG PKW in Deutschland ist dies sicher angebracht. Warum es nicht so bleiben muss, wird im Artikel erläutert.
https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Der ... 0September

Das Fraunhoferinstitut hat Ende 2019 eine neue Studie zur "Klimabilanz, Kosten und Potenziale verschiedener Kraftstoffarten und Antriebssysteme für Pkw und Lkw" veröffentlicht. Diese Studie ist ziemlich unbemerkt geblieben und taucht erst jetzt in den Fachkreisen auf. Die Studie basiert auf Angaben von AGORA, IFEU, KBA und den Umweltämtern und ist derzeit die aktuellste zugängliche Studie zu dem Thema. Der CO2 Beitrag für die Akkukapazität kommt dabei mit 150 kg CO2e/kWh von AGORA Energiewende. Eine noch nicht veröffentlichet Studie aus den Niederlanden kommt bereits heute auf niedrigere Werte, allerdings liegt diese Studie wohl nicht öffentlich vor und ist bislang auch nirgends kommentiert worden.
https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse ... w-lkw.html

Für einen Mittelklasse-PKW haben wir die Zahlen auf Basis von realen Verbrauchswerten von Spritmonitor auf die in der Studie angegebenen 182000 km Lebenslaufzeit hochgerechnet. Die Werte beinhalten die THG Emissionen von Fahrzeugproduktion, Herstellung des Kraftstoffes, Transport, Lagerung und Verbrauch.:
  • Grünstromer: 14 Tonnen CO2e
  • Bio-CNG: 13 Tonnen CO2e
  • Mix-Stromer: 26 Tonnen CO2e
  • Diesel: 34 Tonnen CO2e
Aufbereitung als Grafik mit den Anteilen Produktion und Fahrbetrieb auf Instagram verfügbar.

Bei sinkenden Emissionswerten des Akku nähern sich die Werte dann weiter an. Ab etwa 125 kg CO2e/kWh Akkukapazität haben wir gleiche Emissionswerte unter der Annahme der gleichbleibenden Kapazität von 35 kWh in der Fahrzeugklasse.


Im Rahmen eines Auto-Abos hat der Youtube-Kanal "Ubi-testet" einen Seat Leon ST mit dem 1,5 TGI in der 2019er Version über 6 Monate getestet. Wir können sein Fazit in allen negativen und positiven Punkten voll und ganz bestätigen. Für uns war es die absolut richtige Entcheidung. Leider gab es für uns damals den TGI noch nicht in der FR Variante. Besonders bgeistert sind wir von der hervorragenden Abstimmung zwischen DSG und dem TGI Motor. Das macht einfach Spass bei niedrigem Verbrauch.
https://www.youtube.com/watch?v=2uAjF6NWBWA

Viele halten den Verbrenner bereits für tot und sehen die deutsche Automobilindustrie am baldigen Ende. Global betrachtet gibt es aktuell 1,6 Mrd. Verbrenner auf der Welt. Selbst wenn wir in Deutschland in den nächsten 10 Jahren 10-20% Martkanteil in den Neuzulassungszahlen erreichen und bis 2030 10 Mio. E-Fahrzeuge incl. der wenig klimawirksame Plug-In-Hybride in Deutschland zugelassen sind, bleiben ohne drastische Maßnahmen ca. 40 Mio Verbrenner. Viele davon releativ neu und entsprechend noch lange im Betrieb. Der größte und wichtigstes Markt für die deutsche Automobilindustrie China hat die Abkehr von der Elektro-oder-Nix Doktrin bereits beschlossen und setzt über entsprechende Grenzwerte auf die technische Konkurrenz der Lösungen. Wenn wir annähernde Klimaneutralität im Verkehr erreichen wollen, müssen wir uns auch Lösungen für den Bestand überlegen. THG-arme Kraftstoffe müssen dafür in ausreichender Menge und zu bezahlbaren Kosten verfügbar gemacht werden, sonst werden die fossil betriebenen Verbrenner noch Jahrzehnte ihren negativen Beitrag zur Klimabilanz beitragen. Dazu 2 Artikel von NTV zu synthetischen Kraftstoffen bei Porsche

https://www.n-tv.de/22101062

und von Fokus zur Situation in China.

https://www.focus.de/auto/news/neue-aut ... 46397.html


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Wer sich für den stärksten Serien-CNG PKW interessiert, den es aktuell zu kaufen gibt, sollte sich die beiden Videos von https://www.youtube.com/asphaltart über den Audi A5 g-tron ansehen und sich einen Eindruck verschaffen. Mit dem hier angegebenen realen Durchschnittsverbrauch von 5 kg Bio-CNG auf 100 km kommt man auf eine THG Emission von ca. 32 Gramm/km CO2-Äquivalente. In diesem Wert ist die Vorkette der Kraftstoffproduktion enthalten. Bei den NOx Werten liegt ein CNG Fahrzeug ohne Filter bei etwa 60% eines 6d-Diesel mit SCR Kat und bei den Partikeln auf dem gleichen Niveau eines 6d-Diesel. Und das alles ohne AdBlue und günstigeren Kraftstoffkosten. KFZ-Versicherung und KFZ-Steuer sind deutlich günstiger als beim Diesel und die Servicekosten entsprechen nach unseren Erfahrungen dem eines Benziners. Die Mehrkosten gegenüber der Diesel-Variante sind schnell eingefahren. Gerade in der Langstrecke ist CNG aufgrund des Tankstellennetzes an den Autobahnen kein Problem. Allerdings gibt es tatsächlich einige wenige weiße Flecken ohne CNG Tankstelle auf der Deutschlandkarte. Also vorher die Situation in der direkten Umgebung prüfen. 7 Liter Reservetank mit Benzin ist sicher keine dauerhafte Lösung. :D

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Die Grafik verdeutlicht die verwendeten Kraftstoffe im deutschen Verkehr in 2019. Es zeigt sich, daß Biomethan in 2019 schon einen Anteil von 32% am CNG Verkauf hatte. Das hat sich in 2020 noch deutlich weiterentwickelt. Schade, daß die EU nicht wie die Schweiz diesen Beitrag zum Klimaschutz dem Flottenverbrauch anrechnet. Ab 2021 wären dann viele CNG Fahrzeuge für die begehrten Supercredits berechtigt. Leider gibt es das nur für die klimatechnisch zweifelhaften Hybride (PHEV) und batterieelektrische Fahrzeuge (BEV). Erst in 2023 kann dies geändert werden.
https://www.heise.de/hintergrund/CO2-Fl ... 43808.html

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Im Verkehr besteht noch sehr viel Potential für erneuerbare Energieträger. Biomethan hat hier noch einen sehr kleinen Anteil, steigt aber beständig an. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Regierungsfraktion im Bayerischen Landtag hat Erdgas Schwaben besucht und zeigt sich überzeugt, daß Biomethan einen Beitrag für die Klimawende im Verkehr leisten kann. Die FREIE WÄHLER in Bayern werden die Bio-CNG Mobilität weiterhin unterstützen.
https://www.stadtzeitung.de/region/mei ... 13144.html

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Eine Studie des Fraunhofer Institut belegt nun, was in anderen Ländern schon zum Ausschluss der Förderung gesorgt hat. Plug-In-Hybride helfen die Autokonzernen, führen zu noch höheren Systemleistungen, kosten den Steuerzahler viel Geld und hilft dem Klima genau Null. In der Regel haben die Hybride sogar aufgrund der fehlenden Nutzung der elektrischen Antriebe und durch das höhere Gesamtgewicht einen höheren Verbrauch und damit mehr CO2 Emission. Ein erneuter Betrug an Autofahrer, Steuerzahler und Klima. Nur diesmal nicht im Stillen der Konzemzentralen sondern auf besonderen Wunsch der Politik. Das Institut fordert ein Umdenken. Zum einen die Verbrennerleistung zu reduzieren und Förderungen an den nachweislichen Anteil elektrischen Fahrens koppeln.
https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse ... rauch.html

Auch CNG Fahrzeuge sind Hybride, aber im Gegensatz zu einem Plug-In-Hybrid wird man zur Nutzung des ökologischeren Antriebs gezwungen. Man kann weder den CNG Betrieb aktiv abwählen noch wird man durch einen großen Benzintank zum Fahren mit Benzin verleitet. Die hier zu erfahrenden THG, NOx und PM Werte sind real und nicht fiktiv. Wer sich also für ein ökologisches Dienstfahrzeug ohne wirkliche EInschränkung interessiert und ein BEV nicht in Frage kommt, sollte sich die CNG Modelle mal ansehen und nicht nur wegen der Förderung auf einen PHEV setzen.

Ich bleibe dabei, es gibt derzeit nur 2 Antriebsvarianten, die über die Lebenslaufzeit incl. aller Vorketten von Fahrzeug und Kraftstoff eine vergleichbar niedrige THG Emission haben: Ein reiner Ökostromer oder der grüne Verbrenner mit Bio-CNG.

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SEPURAN sieht aus wie Spaghetti ist aber eine Membran, die Biogas ganz ohne weitere Hilfsmittel von CO2 befreit und zu 99% reines Biomethan erzeugt, dass problemlos in das Erdgasnetz eingespeist werden kann. Basis für unseren Kraftstoff Bio-CNG.
https://notpasta.de/

Die Influencerin Louisa Dellert hat sich in einem Blog dem Thema Biomethan angenommen.
https://www.instagram.com/stories/louis ... flkf8bv7gk
Zuletzt geändert von WäPu2014 am Sonntag 1. November 2020, 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 11/2020

Beitrag von WäPu2014 »

November 2020

Stand: 30.11.2020

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Auch das Elektrovorzeigeland Norwegen kommt offenbar nicht ohne zusätzliche alternative Antriebe im ÖPNV aus. In Bergen pfeift es im Winter schon ganz ordentlich kalt daher. Bevor ich Dieselheizungen in Elektrobusse einbaue, macht doch ein CNG Antrieb mit Biomethan die bessere Figur. Daher setzt Bergen seit November 125 CNG-Busse ein und betreibt diese mit klimafreundlichem Biomethan. Vielleicht sollten sich das so manche Stadtwerke mal ansehen.
https://press.mantruckandbus.com/natuer ... er-bergen/

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Die dunkle Seite der Energiewende. Wie unser Wunsch nach dem Luxus sauberer und grüner Energie, die Umwelt mehr verschmutzen könnte, als die fossilen Technologien. Das Vorzeigeland Norwegen bezahlt seinen Elektrohype mit dem steigenden weltweiten Bedarf an fossilen Brennstoffen. Mit den Worten von Greenpeace Norway „Es ist wie wenn man Kokain verkauft, aber nicht für die gesundheitlichen Schäden verantwortlich sein möchte“. Die grüne Technologie wird die Umwelt nicht vor uns retten, das gelingt nur wenn wir unsere Ansprüche und Verhalten überdenken.
Ein Beitrag von ARTE Frankreich, verfügbar bis 23.01.2021
https://www.arte.tv/de/videos/084757-000-A/permalink

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Leider zeigt auch der nächste Artikel wieder die Unkenntnis der Politik im Zusammenhang mit gleichwertigen Alternativen zur Elektromobilität. Ich zitiere die Bundestagsabgeordnete der Grünen für den Wahlkreis Bamberg, Lisa Badum aus dem Artikel:“Tatsächlich kann man diese Kraftstoffe (gemeint sind E-Fuels) noch nicht an der Tankstelle kaufen. Derzeit könne der Verbraucher lediglich zwischen einem Elektroauto und einem fossilen Verbrenner entscheiden. Außerdem seien E-Fuels sehr teuer in der Herstellung und ineffizient". Also für mein Fahrzeug mit einem Verbrenner und Biomethan kann ich weder das eine noch das andere bestätigen. Ein Verbrenner ist naturgemäß im Nutzungsgrad nicht so effizient wie ein Elektroauto, kann aber in Kosten und Umweltverträglichkeit einem Ökostromer trotz der hohen Förderung problemlos das Wasser reichen.
Der Antwort auf meine Information für Frau Badum, dass es sehr wohl verfügbare Alternativen gibt, entnehme ich, dass Frau Badum von der Möglichkeit mit Biomethan ebenso klimafreundlich unterwegs zu sein, wie mit Ökostromern, noch nie etwas gehört hat. Sie hat denn auch CNG mit Wasserstoff verwechselt und berechtigterweise nach Tankstellen gefragt. Frau Badum ist die klimapolitische Sprecherin der der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und setzt sich besonders für die Energiewende ein.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/bo ... ln,SGWFrcE

Und mal wieder ein Blick auf die Entwicklung der CNG Mobilität in unseren Nachbarländern. Diesmal ein Interview mit dem Bereichsleiter „Verkehr“ des finnischen Energielieferanten GASUM. GASUM betreibt ca. 100 CNG Tankstellen in den nordischen Ländern und ist der größte Biogaserzeuger in Schweden und Finnland. Hier hat man CNG mit Biomethan als umweltfreundlichem Kraftstoff noch nicht ins Abseits geschoben sondern entwickelt das Geschäftsfeld beständig weiter.
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/pol ... tober_2020

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Die Schweizer LIDL-Gruppe möchte bis 2030 ihre Filialen fossilfrei beliefern. Dabei warten sie nicht etwa auf zukünftige Wasserstoff- oder Elektro-LKW sondern handeln jetzt. Dabei sind sie in guter Gesellschaft, denn auch CocaCola geht in der Schweiz einen ähnlichen Weg. 30 LNG LKW´s sind schon im Einsatz und sollen so schnell wie möglich mit Bio-LNG versorgt werden. Bislang git es aber noch keine Verflüssigungsanlage für Biomethan, aber daran wird intensiv mit Partnern und Wissenschaft gearbeitet. Jetzt kommen 2 CNG-LKW dazu, die sofort ausschließlich mit Biomethan einer regionalen Biogasanlage versorgt werden können.
https://www.euwid-energie.de/lidl-schwe ... iogas-lkw/
Für die letzten Kilometer setzt LIDL Schweiz übrigens auf Elektro-LKW. Das ist eine wirklich sinnvolle Kombination.

Auch der Spiegel liefert nun ein Loblied auf die CNG Mobilität am Beispiel des neue Skoda Octavia G-Tec. Fast noch interessanter sind aber die Kommentare, die im Gegensatz zu sonst der Technologie eher positiv gegenüberstehen und nicht entweder nur Fossil oder nur Elektro favorisieren.
https://www.spiegel.de/auto/fahrbericht ... kommentare

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Der neue FIAT Panda wird 2021 wieder mit CNG Antrieb geliefert. Als Motor kommt der bekannte 2-Zylinder Turbomotor zum Einsatz.

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CNG hat eine deutliche höhere Oktanzahl als Benzin oder Diesel. Man geht davon aus, dass bei Nutzung einer höheren Verdichtung im Zylinder eine bis zu 40% höhere thermische Effizienz erreicht werden kann. Natürlich lässt sich dies nicht 1:1 auf den Verbrauch umlegen, aber Potential besteht. Das Problem liegt in der schlechten Kaltstartfähigkeit von Methan. Daher wird der Motor bivalent ausgelegt, muss also Benzin und Methan verkraften. Daraus resultiert die Anpassung an die schlechtere Oktanzahl von Benzin. Es gibt bereits Techniken mit variabler Verdichtung über verstellbare Kolben. Aber das ist sehr aufwendig. Eine Kombination aus Plug-In-Hybrid und CNG Motor wurde zwar schon von VW und Skoda entwickelt, ist aber technisch ebenfalls sehr aufwendig, entsprechend teuer, das Fahrzeug wird noch schwerer und macht ökologisch bei Betrieb mit Biomethan wenig Sinn. Einen Mittelweg mit optimierten Motor und integriertem Mild-Hybriden hat die Firma IAV https://www.iav.com/ vorgestellt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Motor wird ausschließlich auf CNG ausgelegt, für Spitzenlast und Starthilfe unterstützt der Elektromotor, die Technologie des Mild-Hybriden ist ausgereift und durch die kleinere Batterie umweltfreundlicher und deutlich leichter. Einen Realverbrauch um die 3kg/100km halte ich für durchaus realistisch.

https://www.cng-mobility.ch/beitrag/die ... tober_2020

Es ist schon erstaunlich, was das UBA sich alles einfallen lässt, um die Biokraftstoffe aus dem Verkehrssektor zu drängen und die Elektro-oder-nix Strategie auf Teufel komm raus zur alleinigen Technologie der Klimawende im Verkehr durchzudrücken. Ein Gesetzentwurf des Bundesumweltministeriums für die Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehr sieht jetzt sogar die Reduzierung der Biokraftstoffe in den nächsten Jahren vor. Damit soll der gesamte Verkehrssektor in den nächsten 5 Jahren keinen Beitrag zur CO2 Reduzierung leisten. Das widerspricht dem Klimaplan der Bundesregierung, den Vereinbarung mit der Wirtschaft, den zugesagten EU Klimazielen und der EU-Verordnung RED2. Noch interessanter ist, dass nicht nur Politik und die Biokraftstoffverbände sondern auch die Mineralölwirtschaft rebellieren. Hier 3 Kommentare aus unterschiedlichen Quellen zu dem Entwurf:

https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/ ... ehr-562752
https://www.cng-club.de/svenja_schulze_ ... schutz_ein
https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ser ... m-verkehr/

Argumentiert wird jetzt häufig mit falschen Investitionssignalen an die Wirtschaft. Dabei wird aber vergessen, dass Technologie sich im Feld entwickeln muss. Man kann keine zuverlässigen Aussagen über die Technologie in 10 bis 20 Jahren machen. Man erinnere sich an die euphorischen Aussagen zu Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie früherer Jahre, die Prognosen zur Preisentwicklung fossiler Energiequellen und den tatsächlichen aktuellen Sachstand. Ich glaube, dass wir auf keine verfügbare und fertig entwickelte Technologie verzichten können. Die Wasserstoffinitiative ist gesetzt, jetzt könnte man der Biomassewirtschaft ein verlässliches Umfeld für die nächsten Jahre anbieten, zumal viele Biogasanlagen der ersten Generation bald aus der EEG Umlage fallen. Allerdings benötigen die meisten Anlagen einen technischen Update samt Investition, um die Anforderungen an RED2 hinsichtlich der "fortschrittlichen" Biokraftstoffe zu genügen.
Zuletzt geändert von WäPu2014 am Donnerstag 3. Dezember 2020, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 12/2020

Beitrag von WäPu2014 »

Dezember 2020

Stand: 31.12.2020

In den letzten Wochen haben ich versucht, 3 CO2- bzw. Mobilitätsrechner von einer Aufnahme von Biomethan als CNG Alternative zu überzeugen. Klima-Aktiv, die den CO2-Rechner für das Umweltbundesamt (UBA) verantworten, sowie der Spritmonitor prüfen jetzt aktiv die Möglichkeit Biomethan in ihre Rechner aufzunehmen. Als dritten Kandidaten habe ich hier im Energiesparkonto ein entsprechendes Feedback abgegeben. Offenbar ist das Thema noch nicht auf ausreichendes Interesse gestoßen. Bitte klicken Sie zur Unterstützung das Thema an und auch eine positive Antwort zum Thema ist hilfreich.

https://forum.energiesparkonto.de/viewt ... 0b105ba41f

Ich werde berichten, falls die Initiative tatsächlich zum Erfolg führt. Aus meiner Sicht ist es wichtig, das Thema auch in solchen Portalen als Alternative in der Auswahl bekannt zu machen. Vielleicht weckt das bei dem ein oder anderen Interesse.

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Die bereits größte CNG Busflotte der EU in Madrid wird um weitere 520 CNG-Busse bis 2023 vergrößert. Bis dahin sollen alle Diesel-Busse abgelöst sein und Madrid folgt damit dem Beispiel von Paris. In Koblenz werden seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember weitere 29 CNG-Busse eingesetzt und mit Biomethan betrieben.
Biomethan hat eine vergleichbare CO2-Bilanz wie andere umweltfreundliche Antriebe bei deutlich geringeren Tankzeiten bzw. höheren Reichweiten, einem geringen Infrastrukturaufwand und ausgereifter, langlebiger Technologie. Also beste Grundlage für einen umweltfreundlichen und bezahlbaren ÖPNV.
https://www.bus.man.eu/de/de/man-welt/m ... 27073.html


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Auch unser Bio-Bier Lieferant Lammsbräu aus Neumarkt setzt für seinen zu erneuernden Fuhrpark auf den umweltfreundlichen Kraftstoff aus organischen Abfällen. Der erste CNG LKW wurde nun an Lammsbräu übergeben. Auch hier überzeugte Preis/Leitung, die Umweltbilanz und eine Reichweite von mindestens 500km. Im Laufe der Zeit soll der gesamte Fuhrpark auf CNG und Biomethan umgestellt werden.
https://www.neumarktaktuell.de/news/lam ... 14-12-2020

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Auch VOLVO gehört zu den LKW Lieferanten, die sowohl CNG- als auch LNG Fahrzeuge anbieten. CNG- und LNG-LKW sind noch bis 2023 von der Maut befreit. Zusätzlich gibt es für die Anschaffung von Lkw mit CNG und LNG pauschal Fördermittel von 12.000 Euro. Pro Unternehmen ist der Zuschuss auf 500.000 Euro begrenzt. Das Förderprogramm ist bis zum Endes des Jahres 2020 befristet. Interessant ist folgender Artikel zum Vergleich Diesel zur CNG/LNG.
https://viewer.ipaper.io/volvo-trucks-h ... bericht/#/

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Die Stadtwerke Mühlacker gehören zu den Pionieren der Biomethanherstellung mit Einspeisung in das Erdgasnetz. Seit 2007 produziert man hier etwa 1/3 des Gasbedarfs der Stadtwerke. Verarbeitet werden Mais, die langblühende „Durchwachsene Silphie“, Gras und minderwertiges Getreide, das nicht für die Produktion von Nahrungsmitteln geeignet ist, im Jahr etwa 30.000 Tonnen. Seit November werden jetzt auch die beiden öffentlichen CNG-Tankstellen mit umweltfreundlichen Biomethan aus eigener Herstellung beliefert.
https://www.stadtwerke-muehlacker.de/sw ... anlage.php

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Es gibt neue Details von dem METAMAX genannten Antrieb aus unserem Novemberbericht. Mit 27 kg Gastank und einem Verbrauch von knapp unter 3kg/100 km soll eine Reichweite von 900 km im monovalenten Betrieb möglich sein. Dabei arbeitet ein Zwei-Liter-Motor mit 115 kW/156 PS mit zwei E-Motoren mit je 40 kW/54 PS und eine 2,5-kWh-Speicherbatterie zusammen. Durch die E-Motoren wird der Verbrenner im Teillastbereich entlastet und somit Restemissionen von unverbrannten Methan vermieden. Zudem ermöglichen die E-Motoren einen Platztausch von KAT und Turbo, ohne dabei ein schlechtes Ansprechverhalten zu generieren, wie bei einem reinen Verbrennerbetrieb. Solange die EU CNG/BioCNG nicht als alternativen Antrieb mit Anrechnung auf den Flottenverbrauch akzeptiert, bleibt diese Technologie aber wahrscheinlich ein ausgereiftes Konzept.

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Bild vom Energiehof Weitenau: http://www.energiehof-weitenau.de/start/
Und mal wieder ein Blick auf die Entwicklung der CNG Mobilität in unseren Nachbarländern. Diesmal ein Interview mit dem Bereichsleiter „Verkehr“ des finnischen Energielieferanten GASUM. GASUM betreibt ca. 100 CNG Tankstellen in den nordischen Ländern und ist der größte Biogaserzeuger in Schweden und Finnland. Hier hat man CNG mit Biomethan als umweltfreundlichem Kraftstoff noch nicht ins Abseits geschoben sondern entwickelt das Geschäftsfeld beständig weiter.
https://www.cng-mobility.ch/beitrag/pol ... tober_2020

Bereits seit dem 1. Januar 2020 sind alle Autos, die mit Elektrizität, Wasserstoff oder einer Kombination von Treibstoffen angetrieben werden und weniger als 50 g/km CO2 ausstoßen, in Tschechien von der Vignettenpflicht befreit. Ab 01.01.2021 gilt dies nun auch für PKW mit CNG. Geht also auch in der EU.

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https://pbs.twimg.com/media/DiOvR5zXcAA4NhK.jpg
Die Gießener Verkehrsgesellschaft MIT.BUS hat ihre letzten Dieselbusse nun durch 8 neue CNG Busse ersetzt und ist nun die 3. Stadt in Deutschland, die ihren ÖPNV komplett klimaneutral mit Biomethan betreibt. Man mag es kaum glauben, wie schnell und einfach man Emissionen und Feinstaub nachhaltig reduzieren und trotzdem ÖPNV zu vernünftigen Preisen anbieten kann. Auch die Elektrobusse werden ihren Platz im Zusammenspiel der verschiedenen Anforderungen im ÖPNV finden, aber warum werden nicht zügig die Dieselbusse der städtischen Langstrecken durch CNG und Biomethan ersetzt? Eigentlich unerklärlich.
https://www.erdgas.info/artikel/detail/ ... len-oepnv/

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Die Firma SYNLAB hat sich im Rahmen der Erneuerung ihrer Dienstwagenflotte für 109 SKODA Octavia G-TEC Kombis entschieden, weil sich Ökologie und Ökonomie damit bestens vereinen. Jetzt noch gezielt eine der über 444 Bio-CNG Tankstellen anfahren und es passt.
https://flotte.de/artikel/110/16130/syn ... -koda.html
Zuletzt geändert von WäPu2014 am Donnerstag 31. Dezember 2020, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternativer Kraftstoff Biomethan/CNG - 01/2021

Beitrag von WäPu2014 »

Wird bis Ende Januar 2021 immer wieder ergänzt
Tip: Wer sich beim Energiesparkonto kostenlos anmeldet, kann für sich die Darstellung so einstellen, dass der aktuelle Beitrag immer oben angezeigt wird. Man spart sich das lästige Scrollen. :!:
Tip: Interessierte machen sich immer wieder die Mühe unsere Telefonnummer heraus zu finden. Einfacher geht es mit einem Account beim Energiesparkonto oder über https://www.instagram.com/liebermitcng/ und einer privaten Nachricht

Sammlung interessanter Medienbeiträge mit einem Monat Nachlauf zum aktuellen Beitrag:
https://forum.energiesparkonto.de/viewt ... 4794c302b8

Unser Fahrzeug bei https://www.spritmonitor.de/:

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https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 17963.html
Unser aktueller Bio-CNG Verbrauch:
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Unser CO2 Fußabdruck für den Kraftstoff incl. Vorkette berechnet über https://www.kraftstoffvergleich.de/:
26 gr/km

Stand: 16.01.2021

TERMINE

Noch mehr TERMINE gibt es unter https://www.cng-club.de/community-events

NEU

Die erste BIO-LNG Tankstelle in Italien ist in Rimini in Betrieb genommen worden. Weitere 20 Projekte sind in Bau, genehmigt oder im Genehmigungsverfahren. Damit sollen die 3000 LNG LKW in Italien zukünftig mit umweltfreundlich Kraftstoff versorgt werden. Italien liegt auch bei LNG meilenweit vor den anderen EU Staaten. 83 LNG Tankstellen gibt es in Italien, gerade mal 39 in Deutschland. Selbst das eher CNG arme Frankreich kommt auf 48 LNG Tankstellen. Der Verkehr könnte auch in Deutschland seinen Beitrag zu den Klimazielen leisten, wenn man denn technologieoffen und vor allem gemeinsam in UBA und Verkehrsministerium agieren würde. Die EU Verordnung RED2 mit einer Erhöhung der Anteile an fortschrittlichen Biokraftstoffen im Verkehr wird in Deutschland nicht klimawirksam umgesetzt. Im Gegenteil, durch die 4-fach Anerkennung von Ladestrom auf die THG-Quote (übrigens ohne Verpflichtung zu erneuerbarer Quellen), wird eine CO2 Reduzierung nur auf dem Papier generiert und gleichzeitig das Angebot von Biokraftstoffen für die Mineralölfirmen uninteressant. Dies drängt Tankstellen und Technologie der Biokraftstoffe weiter aus dem Markt bzw. verhindert in den nächsten 10-20 Jahren klimawirksame Veränderungen im Verkehrssektor mit Hilfe von erneuerbaren Kraftstoffen der 2. Generation.
https://bizz-energy.com/das-umweltminis ... rtuell-ein

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Nur knapp 900 CNG Fahrzeuge hat BMW trotz hohem Werbeaufwand ab 1995 verkauft und daher das Programm bald wieder eingestellt. Trotzdem fahren einige dieser Fahrzeuge noch.
https://www.spiegel.de/auto/bmw-5er-e34 ... 4364e1290c

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Die Zeitschrift „Auto Motor Sport“ hat es im Dezember mal wieder nachgewiesen - mit CNG und Biomethan fährt man nicht nur umweltfreundlich sondern auch günstig. 5 Kleinwagen mit 5 verschiedenen Antriebstechniken von Strom bis CNG mussten sich in verschiedenen Verbrauchssituationen beweisen.
https://www.auto-motor-und-sport.de/tes ... leinwagen/

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Auch 2020 verlief der Fahrbetrieb unseres SEAT Leon ST TGI wenig ereignisreich. Wir sind COVID-bedingt knapp 8800 km gefahren. In 2020 haben wir 5 Liter Benzin und 350 kg Bio-CNG für in Summe 391 EUR getankt. Damit lagen unsere reinen Tankkosten bei ca. 4,44 EUR/100 km bei einem Verbrauch von knapp unter 4kg CNG/100km. Bei 21000 KM kam die erste Serviceaufforderung. Für Service und Longlife-Ölwechsel haben wir 260 EUR gezahlt. Auffällig waren in den Monaten vor dem Service spürbar weniger Motorabschaltungen der Start/Stop-Automatik. Nach dem Service lief es wieder wie gewohnt. Im Juli 2021 wird es unsere erste HU mit einem CNG Fahrzeug geben.

NEU-ENDE

Unser Biomethanlieferant der Tankstellen der Stadtwerke München stellt seine gesamt Flotte auf reinen CNG/LNG- und Biodieselbetrieb bis 2021 um. VERBIO hat 8 weitere CNG LKW in den Fuhrpark aufgenommen und betreibt nun 18 CNG-LKW mit dem eigenen Kraftstoff.

Seit 2017 fahren in San Antonio (USA, Texas) fast 500 CNG Busse im ÖPNV. Ab Herbst 2021 soll eine eigene Biogasanlage die Busflotte mit Bio-CNG versorgen. Um 85% möchte man dann die eigenen CO2 Emissionen gegenüber den alten Dieselbussen reduziert haben. San Antonio wird schon seit langem von eher demokratisch orientierten Bürgermeistern regiert.
https://www.publicpower.org/periodical/ ... nios-buses

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Die ersten der zusätzlich 90 bestellten MAN CNG-Busse rollen jetzt durch Tiflis - natürlich umweltfreundlich mit Biomethan. Aus einem chaotischen ÖPNV wurde über wenige Jahre ein moderner und umweltfreundlicher Nahverkehr.
https://www.mantruckandbus.com/de/mobil ... iflis.html

In den letzten 10 Jahren ist die Biogaseinspeisung in das europäische Gasnetz von etwa 5 auf 20 Terrawattstunden im Jahr angestiegen. Trotzdem ist dies gerade mal ein Anteil von 0,4% am Gasverbrauch. Der Anteil erneuerbarer Kraftstoffe im Verkehr liegt seit Jahren in Deutschland stabil bei ca. 5,6 %, während im Bereich Wärme in den letzten beiden Jahren ein leichter Anstieg zu erkennen war. Wir werden sehen, ob die steigenden Verkaufszahlen für E-Autos und Hybride hier eine Trendwende ermöglichen.


Zuletzt als neu markiert von WäPu2014 am Samstag 16. Januar 2021, 16:20.
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