Brennstoffzelle

Kein Geld mehr durch den Schornstein jagen. Reden Sie über das Sparen beim Heizen.

Moderator: Mahe [admin]

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Energiesparer119558
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Brennstoffzelle

Beitrag von Energiesparer119558 »

Hallo, mich würde mal interessieren, was die User des Energiesparkontos so vorhaben in Sachen Heizungswechsel und neue Technologien.
Wenn ein Heizungswechsel (bei bestehendem Gasanschluss) in den kommenden 5 Jahren ansteht (und man es noch rausschieben kann) sollte man besser auf die zukünftige Brennstoffzellentechnologie warten oder in ein Mikro/Nano-BHKW investieren? Nimmt jemand an Pilotversuchen mit Brennstoffzellen teil und kann seine Erfahrungen wiedergeben?
Energiesparer149267
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Energiesparer149267 »

Wir haben seit 2 Monaten eine Brennstoffzelle BlueGen eingebaut. Die macht 1,5 kWh Strom und 600 W Wärme permanent. Betrieben an Erdgas. Schon jetzt kann an sehen, dass wir pro Monat 300 Euro an Stromkosten einsparen. Da wir auch die komplette Warmwasserbereitung geändert haben können wir erst nach ein paar Monaten mitteilen ob der Gasverbrauch gestiegen oder gleichgeblieben ist.

Schön wäre wenn man so eine Brennstoffzelle auch hier im Energiesparkonto eintragen könnte.
Energiesparer233061
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Registriert: Mittwoch 16. November 2016, 21:14

Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Energiesparer233061 »

Nach 2 Monaten plus einem Nutzungsjahr Nov 2015 => Nov 2016 wäre sehr interessant zu erfahren, welche Ergebnisse zu verzeichnen sind. Interessant auch die Frage, inwieweit der permanent erzeugte 1,5 kWh Strom im betreffenden Einsatzfall tatsächlich verbraucht wurde und ggf. nicht unnötig den Gasverbrauch höher ausfallen ließ, als wirtschaftlich erforderlich.

Auch ist nachdrücklich der Vorschlag zu unterstützen, eine Brennstoffzellen-Nutzung im Energiesparkonto führen zu können.
Energiesparer216059
Beiträge: 1
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Energiesparer216059 »

Energiesparer149267 hat geschrieben:Wir haben seit 2 Monaten eine Brennstoffzelle BlueGen eingebaut. Die macht 1,5 kWh Strom und 600 W Wärme permanent. Betrieben an Erdgas. Schon jetzt kann an sehen, dass wir pro Monat 300 Euro an Stromkosten einsparen. Da wir auch die komplette Warmwasserbereitung geändert haben können wir erst nach ein paar Monaten mitteilen ob der Gasverbrauch gestiegen oder gleichgeblieben ist.

Schön wäre wenn man so eine Brennstoffzelle auch hier im Energiesparkonto eintragen könnte.
Du sparst 300€ Stromkosten im Monat???
ich zahle im ganzen Jahr für unser EFH(BJ 2015 KFW55) keine 500€ :shock:
Heizung/Warmwasser über Gasbrennwertkessel nochmal ca 500€ pro Jahr(Wetterabhängig).
ich sehe hier kaum Einsparpotential.
Die Idee ist in ein paar Jahren wenn Strom (dank auslaufender EEG Umlagenvergütungen) und Solaranlagen mit Speicher deutlich billiger sind auf eine Wärmepumpe mit Eigenstrom umzurüsten.
Ich will nicht wissen wie teuer eine Anschaffung einer Brennstoffezellenanlage ist :ugeek:
Energiesparer8425
Beiträge: 12
Registriert: Freitag 6. Dezember 2013, 21:11

Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Energiesparer8425 »

Energiesparer149267 hat geschrieben:Wir haben seit 2 Monaten eine Brennstoffzelle BlueGen eingebaut. Die macht 1,5 kWh Strom und 600 W Wärme permanent. Betrieben an Erdgas. Schon jetzt kann an sehen, dass wir pro Monat 300 Euro an Stromkosten einsparen. Da wir auch die komplette Warmwasserbereitung geändert haben können wir erst nach ein paar Monaten mitteilen ob der Gasverbrauch gestiegen oder gleichgeblieben ist.

Schön wäre wenn man so eine Brennstoffzelle auch hier im Energiesparkonto eintragen könnte.
Da hast 3.600,-€ Stromkosten pro Jahr gehabt ?
Hast Du mit Strom geheizt ?
Mit "1,5 kWh permanent" meinst Du bestimmt 1,5 kW permanent, oder ?
Das wären dann ja fast 15.000 kWh im Jahr ? Was machst Du mit dem Ganzen Strom ?
600W Heizleistung bedeuten max. 14,4 kWh pro Tag Heizleistung. Reicht denn das aus, um an richtig kalten Tagen das Haus warm zu halten ? (Meins braucht bei Null Grad schon 30 kWh)

Habe hier einen interessanten Artikel zur Brennstoffzellenheizung gefunden, der aber leider mehr verwirrt als klarstellt:

http://www.co2online.de/modernisieren-u ... 01.12.2016

Hier meine Fragen:
- Warum emittieren Brennstoffzellenheizungen bis zu 50 Prozent weniger CO2 als Gas-Brennwertgeräte ?
Wenn doch die Wärmeeffizienz nur 70% beträgt !
- Warum decken Brennstoffzellen nur den Grundbedarf an Wärme und Strom ?
Wenn sie doch so wahnsinnig effizient und CO2-verringernd sind, könnten sie doch gleich 100% abdecken.
- Wieviel kostet der Wartungsvertrag jährlich ?
Der beinhaltet schließlich den alle 10 Jahre fälligen Wechsel der verschlissenen Brennstoffzelle.
- Wieviel kostet eigentlich aus erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff, mit dem 1 kWh Wärme erzeugt werden kann ?
Könnte es sein, dass bei diesem ganzen Hin- und Her- Herumgewandele von Strom zu Wasserstoff und wieder zu Strom plus Abwärme einiges an Effizienz verloren geht ? Auch im Vergleich zu einer Wärmepumpe ?
- Wer glaubt eigentlich, das wir mit "überschüssigem" Wind- und Solarstrom günstig Wasserstoff herstellen können, um alle unsere Häuser zu beheizen ? " 2015 waren ganze 5% der erneuerbaren Stromproduktion überschüssig. Das meiste davon, weil die Netz- und Speicherkapazitäten noch nicht ausgebaut sind. Sobald sie das sind, gibt es auch keinen Überschuss mehr.

Freue mich über jede Antwort zu einer dieser Fragen.
:twisted:
Und bevor nicht alle hinreichend beantwortet sind, kommt mir keine Brennstoffzelle ins Haus !
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Mawe [admin]
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Mawe [admin] »

hallo zusammen.

danke für den Hinweis auf unsere neuen Brennstoffzellen-Artikel. Das Dossier wird 2017 noch etwas umfangreicher werden. Vorab hier schon einmal Antworten auf die oben gestellten Fragen - soweit das möglich ist.

Beste Grüße
Mawe


Warum emittieren Brennstoffzellenheizungen bis zu 50 Prozent weniger CO2 als Gas-Brennwertgeräte? Wenn doch die Wärmeeffizienz nur 70% beträgt!
Brennstoffzellen-Heizungen selbst emittieren fast gar kein CO2 – solange die integrierten Gas-Brennwertkessel nicht zum Einsatz kommen. Genauere Zahlen zu dem Vergleich liegen uns allerdings nicht vor. Wir machen uns da aber gern mal schlau. Was uns nicht klar ist: Was genau ist mit „Wärmeeffizienz“ gemeint und woher stammt der Wert „70 Prozent“?

Warum decken Brennstoffzellen nur den Grundbedarf an Wärme und Strom? Wenn sie doch so wahnsinnig effizient und CO2-verringernd sind, könnten sie doch gleich 100% abdecken.
Wenn Brennstoffzellen-Heizungen 100 Prozent des Bedarfs an Wärme und Strom abdecken sollen (also auch vergleichsweise seltene Lastspitzen), müssen sie deutlich größer/leistungsfähiger sein. Damit wären sie wesentlich teurer und unwirtschaftlich. Deshalb sind für Lastspitzen Gas-Brennwertkessel in Brennstoffzellen-Heizungen integriert.

Wieviel kostet der Wartungsvertrag jährlich? Der beinhaltet schließlich den alle 10 Jahre fälligen Wechsel der verschlissenen Brennstoffzelle.
Die Kosten für Wartungsverträge sind unterschiedlich, ebenso wie die Vertragsbedingungen. Konkrete Zahlen dazu veröffentlichen wir demnächst. Wie häufig die Stacks ausgetauscht werden müssen, lässt sich so pauschal („alle 10 Jahre“) nicht sagen. Vorteil eines Wartungsvertrags ist jedoch, dass er eine Art Vollkaskoversicherung für zehn Jahre ist bzw. sein kann. Die gibt es für andere Heizanlagen unseres Wissens so nicht.

Wieviel kostet eigentlich aus erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff, mit dem 1 kWh Wärme erzeugt werden kann? Könnte es sein, dass bei diesem ganzen Hin- und Her- Herumgewandele von Strom zu Wasserstoff und wieder zu Strom plus Abwärme einiges an Effizienz verloren geht? Auch im Vergleich zu einer Wärmepumpe?
Spannende Fragen, die wir leider nicht alle beantworten können. Klar ist, dass Verluste auftreten. Bei einer „Power to Gas“-Anlage in Hamburg sind es zum Beispiel rund 30 Prozent: http://www.wiwo.de/technologie/green/te ... 53004.html. Die genauen Kosten und Vergleiche sind jedoch von sehr vielen Faktoren abhängig. Betreiber oder Wissenschaftler, die daran mitarbeiten, wissen da möglicherweise mehr. Ganz unabhängig von Wärmepumpen (oder anderen Verbrauchern) stellt sich jedoch die Frage nach Möglichkeiten zum Speichern von Energie, zum Beispiel von Windkraft. Und da ist Wasserstoff auf jeden Fall eine interessante Option.

Wer glaubt eigentlich, das wir mit "überschüssigem" Wind- und Solarstrom günstig Wasserstoff herstellen können, um alle unsere Häuser zu beheizen ? " 2015 waren ganze 5% der erneuerbaren Stromproduktion überschüssig. Das meiste davon, weil die Netz- und Speicherkapazitäten noch nicht ausgebaut sind. Sobald sie das sind, gibt es auch keinen Überschuss mehr.
Wer hat denn vor, alle Häuser mit Wasserstoff zu beheizen? Wie so oft in Sachen Energie geht es darum, sinnvoll zu kombinieren: in diesem Fall verschiedene Heizsysteme und verschiedene Energieträger – je nach Bedarf (an Wärme und Strom zum Beispiel) und Gegebenheiten (Verfügbarkeit von Sonne, Wind, Biomasse, Gas etc.). Prognosen gehen allerdings davon aus, dass der Stromüberschuss stark ansteigen wird – und da wären besonders effiziente Speicher und Abnehmer sinnvoll.
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