Windkraftkleinanlage planen?

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Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Energiesparer256357 » Mittwoch 25. Juli 2018, 11:18

Hallo,

die Überlegung ist eine Windkraftkleinanlage fürs Haus zu holen, normalerweise läuft das ja immer +über eine vertikale Anlage, aber gibts auch horizontale Rotorräder direkt fürs Haus? Siehe https://www.youtube.com/watch?v=749oMbQEXEc
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Energiesparer252705 » Freitag 27. Juli 2018, 09:15

Huch, aber wie viele davon soll man sich aufs Dach bauen, damit man sein Haus damit versorgen kann? Ein ganzes Haus bräucht schon eine Menge Räder. Wenn er schon sagt: "Die durchschnittliche Leistung einer Anlage im Betrieb liegt bei etwa 100 - 150 Watt." Hallo?

Eventuell kann man sich einen Teil damit selbst finanzieren. Einziger Vorteil: Minimale finanzielle Entlastung. Wäre mir den Stress und den Kauf nicht wert - bis sich das dann rentiert, vergehen Jahre.

Natürlich gibt es Anbieter, die das schon in ihrem Programm haben. ZBO zB. Voraussetzungen sind natürlich:
- Standort des Gebäudes (Windfeldmodell checken: Steht das Haus ungünstig, bringt es nichts). Oft dauert es Monate, bis die Berechnung abgeschlossen ist.
- "Je freier die Lage, desto stärker ist auch das Windaufkommen. Windkraftanlagen auf Gebäuden in isolierter Lage erreichen somit einen achtfachen Ertrag, da mit doppelter Windgeschwindigkeit gerechnet werden kann." siehe auch: https://www.zbo.de/erneuerbare-energien/wind.html
- Schallübertragung auf Gebaäude muss bedacht werden. Zwar wird auf dem Dach mehr Strom generiert werden können, aber es ist auch erheblich lauter. Das sollte man einplanen.

Oder aber gleich direkt beim Hausbau die Anlage mit einplanen. Die Rotorblätter sollten eben besonders große sein können, damit man viel Strom generieren kann. Das kann beim Bau in Eigenleistung ganz gut eingeplant werden.

Ob sich das lohnt, müsst ihr selbst entscheiden. Solche kleinen Anlagen sehen hübsch aus, dekoratov, aber ich denke, man bräuchte mehr als nur eine, mindestens 5. Und kombinieren würde ich immer mit Solaranlage.

Bild
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Energiesparer233691 » Freitag 27. Juli 2018, 10:37

Wenn man dazu die einzelnen Spezialforen verfolgt, kommt immer meist folgendes raus:
- Alles was bewegte Teile hat (Solarpumpe, Windrad, Heizungspumpe, etc.) benötigt Wartung
- Wer die Wartung nicht selbst leisten kann bezahlt Handwerker
- Einsparungen/Erträge gehen dann flöten

Also sollte man stets auf geringe oder keine Wartung Wert legen.

Gas-,Öl-, Holz- und Kohleheizung
- Schornsteinfeger jährlich oder alle drei Jahre (bei Brennwert)
- Heizungsbauer jährlich (bei Brennwert)

Solarthermieanlage
- Heizungsbauer meist jährlich, weil die Pumpe kaputt geht (Wärme muss ja vom Dach runter, und Materialien reagieren auf große regelmäßige Temperaturwechsel nicht besonders gut...)

Windkraftanlage
- Lagertausch, etc...

Wenn man also als Doppellinkshänder Ewigkeitskosten vermeiden will, bleiben aus meiner Sicht nur
- Luftwärme- oder Solewärmepumpen
- Photovoltaik
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Axel Horn » Mittwoch 1. August 2018, 09:37

Wartungskosten sind wichtig, betreffen aber nicht nur Solarthermieanlagen und Windräder, sondern auch Wärmepumpen. Deshalb halte ich diese Aussagen letztlich für irreführend:

Energiesparer233691 hat geschrieben:- Alles was bewegte Teile hat (Solarpumpe, Windrad, Heizungspumpe, etc.) benötigt Wartung
- Wer die Wartung nicht selbst leisten kann bezahlt Handwerker
...
Solarthermieanlage
- Heizungsbauer meist jährlich, weil die Pumpe kaputt geht (Wärme muss ja vom Dach runter, und Materialien reagieren auf große regelmäßige Temperaturwechsel nicht besonders gut...)
...
Wenn man also als Doppellinkshänder Ewigkeitskosten vermeiden will, bleiben aus meiner Sicht nur
- Luftwärme- oder Solewärmepumpen
- Photovoltaik


Es ist einfach nicht wahr, dass die Pumpe einer Sonnenkollektoranlage jährlich erneuert werden müsste. Bei korrekter Ausführung und Betriebsweise (d. h. passende Einstellungen im Solarregler) läuft eine Solarthermieanlage ohne Probleme mehr als drei Jahre komplett wartungsfrei durch. Erst nach mehreren Jahren könnte es sein, dass der Druck im Kollektorkreis durch kleine Undichtigkeiten so weit abgefallen ist, dass ein Nachfüllen erforderlich ist. Das kostet auch bei Ausführung durch einen Fachmann nicht viel.

Auch Wärmepumpen sind Pumpen (wie schon der Name sagt!) und deshalb nicht wartungsfrei. Typischerweise schreiben Hersteller für die Garantie eine Wartung nach dem ersten Betriebsjahr und dann alle 24 Monate vor, das kostet jedesmal gute 300,- €. Und bei Undichtigkeiten am Kältekreis kann es richtig teuer werden, weil dafür ein Spezialist ran muss. Ständige Leckagen müssen sicher beseitigt werden, weil die meisten Kältemittel ein hohes GWP (global warming potential) haben.

Komplett unabhängig vom Heizungssystem kann man immer über eine kleine Windkraftanlage nachdenken. Voraussetzung ist eine relativ hohe Windgeschwindigkeit in Bodennähe, z. B. in Kammlagen. und eine ausreichende Entfernung von Gebäuden, insbesondere Wohngebäuden. Diese können Turbulenzen verursachen, was viel Leistung kostet, und außerdem sollte man die Geräuschentwicklung am Rotor nicht unterschätzen. Eine direkte Montage auf dem Dach überträgt das Laufgeräusch direkt per Körperschall auf das Gebäude - keine gute Idee, wenn unter dem Dach jemand schlafen will.
Axel Horn - Fachingenieur für Solarthermie - 82054 Sauerlach
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Energiesparer245027 » Mittwoch 1. August 2018, 15:13

Aus eigener Erfahrung kann ich Axel Horn (1.8.18) nur zustimmen. Meine Solarthermieanlage läuft seit 1995 komplett störungsfrei und ohne irgendwelche Wartung. In Wetterlagen wie der derzeitigen ist der Primärkreislauf fast täglich zwischen 130 und 150 Grad heiß. Das hat die Pumpe und das haben die Leitungen jetzt schon 23 Jahre ausgehalten.
Es mag andere Erfahrungen geben, die ungünstiger sind. In meinem Solarthermie-Bekanntenkreis gibt es sie nicht. Es gibt aber Menschen, die andere Interessen vertreten.
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Energiesparer233691 » Montag 13. August 2018, 09:53

Energiesparer245027 hat geschrieben:
Es mag andere Erfahrungen geben, die ungünstiger sind. In meinem Solarthermie-Bekanntenkreis gibt es sie nicht. Es gibt aber Menschen, die andere Interessen vertreten.


Aus meinem persönlichen Bekanntenkreis:
- IT Entwickler in einem Reihenhaus, Gasbrennwerttherme mit ST-Unterstützung: Da wurde innerhalb von 3 Jahren zweimal die Pumpe getauscht (ca. 800€) - das amortisiert sich in Jahrzehnten nicht wieder rein.
- Psychologe in einem Einfamilienhaus, Gastherme mit ST-Unterstützung: Durch das Energiesparkonto hat er festgestellt, das seine Gastherme auch im Sommer heizt - die ganzen Jahre hätte er sich die ST auch gleich sparen können.
- Am besten in der Familie: Heizungsbauer mit einer omnivalenten Heizungsanlage (Holz, Gas, ST mit HU). Da wurde jetzt bei diesen hohen Temperaturen einfach das heiße Trinkwasser über mehrere Minuten direkt in den Abfluß entsorgt, damit die Speichertemperatur wieder runtergeht um einer Stagnation vorzubeugen. Mit einer PV wäre der Überschuß ins Netz oder in eine Klimaanlage geflossen. Aber Heizungsbauer verteufeln den Strom wie der Teufel das Weihwasser...

Wer sich nicht um sein Zeug kümmert, bezahlt dafür - und da ist man in diesem Forum in einer Filterblase. In 90% heißt es: "Solange es warm ist, ist alles gut" und beim Verbrauch "Es kostet halt, was es kostet". Hier wird auf den Cent gekuckt und jede verursachte Tonne CO2...

In den meisten Eigenheimen mit eigenständiger Heizung hat diese in ihrer Lebenszeit - außer bei offensichtlichen Problemen - keine Wartung gesehen. Jedes Auto sieht öfter die Werkstatt - aber da gibt es ja auch einen TÜV der das indirekt erzwingt. Das ändert sich hoffentlich mit der Brennwerttechnik und dem Wärmetauscher im Auspuff...

Aber am besten war mein eigener Kaminkehrer: "Sie haben ja einen zweiten Zug, da kann man ja mal einen schönen Kaminofen ins Wohnzimmer bauen. Ist ja CO2 neutral." - Genau, her mit der Feinstaubschleuder in die eng bebaute Wohnsiedlung und dann heize ich mit gekauftem Holz aus Polen. Und er darf dann wieder jährlich vorbeikommen und muss sogar auf's Dach zum kehren....
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Energiesparer248271 » Montag 26. November 2018, 22:23

Energiesparer233691 hat geschrieben:
Energiesparer245027 hat geschrieben:
Es mag andere Erfahrungen geben, die ungünstiger sind. In meinem Solarthermie-Bekanntenkreis gibt es sie nicht. Es gibt aber Menschen, die andere Interessen vertreten.


Aus meinem persönlichen Bekanntenkreis:
- IT Entwickler in einem Reihenhaus, Gasbrennwerttherme mit ST-Unterstützung: Da wurde innerhalb von 3 Jahren zweimal die Pumpe getauscht (ca. 800€) - das amortisiert sich in Jahrzehnten nicht wieder rein.
- Psychologe in einem Einfamilienhaus, Gastherme mit ST-Unterstützung: Durch das Energiesparkonto hat er festgestellt, das seine Gastherme auch im Sommer heizt - die ganzen Jahre hätte er sich die ST auch gleich sparen können.
- Am besten in der Familie: Heizungsbauer mit einer omnivalenten Heizungsanlage (Holz, Gas, ST mit HU). Da wurde jetzt bei diesen hohen Temperaturen einfach das heiße Trinkwasser über mehrere Minuten direkt in den Abfluß entsorgt, damit die Speichertemperatur wieder runtergeht um einer Stagnation vorzubeugen. Mit einer PV wäre der Überschuß ins Netz oder in eine Klimaanlage geflossen. Aber Heizungsbauer verteufeln den Strom wie der Teufel das Weihwasser...

Wer sich nicht um sein Zeug kümmert, bezahlt dafür - und da ist man in diesem Forum in einer Filterblase. In 90% heißt es: "Solange es warm ist, ist alles gut" und beim Verbrauch "Es kostet halt, was es kostet". Hier wird auf den Cent gekuckt und jede verursachte Tonne CO2...

In den meisten Eigenheimen mit eigenständiger Heizung hat diese in ihrer Lebenszeit - außer bei offensichtlichen Problemen - keine Wartung gesehen. Jedes Auto sieht öfter die Werkstatt - aber da gibt es ja auch einen TÜV der das indirekt erzwingt. Das ändert sich hoffentlich mit der Brennwerttechnik und dem Wärmetauscher im Auspuff...

Aber am besten war mein eigener Kaminkehrer: "Sie haben ja einen zweiten Zug, da kann man ja mal einen schönen Kaminofen ins Wohnzimmer bauen. Ist ja CO2 neutral." - Genau, her mit der Feinstaubschleuder in die eng bebaute Wohnsiedlung und dann heize ich mit gekauftem Holz aus Polen. Und er darf dann wieder jährlich vorbeikommen und muss sogar auf's Dach zum kehren....



Der Anlage aus Deinem Bekanntenkreis ist leider nichts zu entnehmen außer den Kosten für den Pumpentausch.Ob das einfach Pech ist, soll es ja geben, oder am Anlagenersteller lag, kann man nur spekulieren, was der tatsächliche Grund ist.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das meine Anlage seit über 3 Jahren läuft und keine Ausfälle oder Probleme hatte. Der Wirkungsgrad der Heizungsanlage ist aber deutlich gestiegen. Heist, nach dem Kauf des Hauses 2011 lag dieser bei 65 % und mit ST nun bei Rund 90 % und Höher. Dazu gesagt ist das Haus Bj. 91 und der Niedertemperaturkessel Bj. 95 (Umstellung von E auf Gasheizung). Letzter Brenner betrieb ist jetzt Anfang Mai. Dann übernimmt die ST vollständig die Versorgung bis zum ersten Brennerstart ende September oder Oktober. Nur um den Dezember / Januar Zeitraum ist der Ertrag kaum von Interesse, sofern er Sonnenarm ist.
Das die Gas Heizung im Sommer heizt kann verschiedene Gründe haben. Zum einen Wetter bedingt oder Anlagen bedingt, ggf. auch Gebäude bedingt. Was verkauft wird, ist nicht immer optimal nur weil es von (Fach)Firmen verkauft wird. Die Kochen auch nur mit Wasser und haben auch ihre Defizite, was ihr Wissen angeht.
Meine hab ich selbst geplant und aufgebaut. Sicher geht noch mehr an Wirkung aber lohnt den Aufwand nicht. Beruflich komme ich aber nicht aus dem Bereich.

Das eine Anlage in Stagnation geht belegt nur, das eine Fehlplanung vorliegt. Noch größer ist diese Fehlplanung wenn dafür Wasser mit Wärmeüberschuß in den Abwasserkanal geht. Da braucht es nur ein Umschaltventil, das die Abwärme vom Dach über einen Wärmetauscher gehen lässt, bevor es zum Tank geht. Dabei werden nur Differenzen benötigt die kaum über 15 Grad gehen. Bei mir macht das die Heizungsanlage, die dann Wärme an einen Heizkörper abgibt und somit den Tank auf max. Betriebstemperatur hält.
Grundsätzlich lässt sich die ST nicht als Wirkungslos oder unrentabel bezeichnen. Das liegt eher an Planung und Ausführung.

Der weitere Vergleich zwischen Heizung und einem Auto geht genauso fehl, wenn man etwas darüber nachdenkt. Eine Heizungsanlage bedarf auch seine Wartung. Wie oft, darüber kann man Streiten.
Eine Heizung ist aber ganzjährig ziemlich gleichbleibenden klimatischen Einflüssen ausgesetzt was den Verschleiß deutlich reduziert. Ein Auto ist gegenüber der Heizungstechnik deutlich komplexer und steht in keinem Verhältnis. Dazu ist es in der Regel gravierenden klimatischen Einflüssen ausgesetzt, die der Technik schwer zusetzt. Aber auch hier sieht man unterschiede. Wartung nur im Problemfall und sonst nichts führt meistens im alter um 10 Jahre in die Presse. Bei regelmäßiger Wartung und Konservierung sind 20 Jahre auch kein Problem.
Bei einem Auto merkt man aber täglich im Umgang damit beginnende Probleme. Bei einer Heizung erst, wenn sie kalt bleibt.
Die Dimensionen zwischen Auto und Heizung liegen nicht selten weit auseinander, was die Kosten angeht für neu Anschaffung und Unterhalt. Selbst bei einer Intensiven Wartung der Heizung, wird man in der Regel nicht an den Kosten eines Autos auch nur kratzen können. Der Vergleich hingt einfach.

Der Kaminofen ist eine nette Anwandlung. Auch hier gibt es wohl schon nette Bestimmungen in Sachen Feinstaub. Junge Häuser, ich sag mal bis ca. 30 Jahre, sind darauf wirtschaftlich kaum angewiesen. Da wird das Wohn empfinden eher Ausschlag gebend sein. Betrachtet man Anschaffung und Kosten, kommt selten ein Plus heraus. Dazu benötigt man schon eine kostenlose Holzversorgung und dann bleibt da immer noch der Zeitaufwand um es Ofen gerecht vor zu breiten. CO² neutral setzt wohl voraus, das ein Transport ohne Fahrzeuge erfolgt.

Das eigentlich Thema ist hier aber Windkraftanlagen. Neben der vorhandenen PV-Anlage plane ich aber auch ein kleine Windkraftanlage bis ca. 400 Watt. für die Grundlast reicht es bei Wind besonders in der kalten Jahreszeit als Ergänzung. In Eigenregie ist die Wartung und Instandhaltung auch absehbar im Plus.
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Axel Horn » Donnerstag 29. November 2018, 20:53

Energiesparer233691 hat geschrieben:Aus meinem persönlichen Bekanntenkreis:
- IT Entwickler in einem Reihenhaus, Gasbrennwerttherme mit ST-Unterstützung: Da wurde innerhalb von 3 Jahren zweimal die Pumpe getauscht (ca. 800€) - das amortisiert sich in Jahrzehnten nicht wieder rein.

Wenn eine Solarkreispumpe innerhalb von drei Jahren zweimal getauscht werden muss, dann stimmt etwas an der hydraulischen Schaltung oder am Regelungskonzept nicht. Oder könnte es sein, dass sich der Heizungsbauer denkt "Oh, ein IT-Entwickler, der muss ja Geld wie Heu haben, da lohnt sich ein Pumpenwechsel immer!"? Und wieso macht der ITler keine Gewährleistungsansprüche geltend?

Energiesparer233691 hat geschrieben:- Psychologe in einem Einfamilienhaus, Gastherme mit ST-Unterstützung: Durch das Energiesparkonto hat er festgestellt, das seine Gastherme auch im Sommer heizt - die ganzen Jahre hätte er sich die ST auch gleich sparen können.

Bei einer knapp dimensionierten Kollektoranlage und schlecht gedämmten Zirkulationsleitung im Haus kann an weniger schönen Sommertagen auch mal die Nachheizung aus der Gastherme erforderlich sein. Aber trotzdem hat der Sonnenkollektor den Gasverbrauch reduziert.

Aber gehört diese Diskussion nicht eher in das Forum Solarthermie? https://forum.energiesparkonto.de/viewforum.php?f=60&sid=9b7d688177aa09878b090349de764763

Energiesparer233691 hat geschrieben:Am besten in der Familie: Heizungsbauer mit einer omnivalenten Heizungsanlage (Holz, Gas, ST mit HU). Da wurde jetzt bei diesen hohen Temperaturen einfach das heiße Trinkwasser über mehrere Minuten direkt in den Abfluß entsorgt, damit die Speichertemperatur wieder runtergeht um einer Stagnation vorzubeugen. Mit einer PV wäre der Überschuß ins Netz oder in eine Klimaanlage geflossen. Aber Heizungsbauer verteufeln den Strom wie der Teufel das Weihwasser.

Überschüssige Solarwärme muss nicht in den Gulli geleitet werden. Manche Kellerräume können auch im Hochsommer noch Wärme vertragen, damit sie weniger feucht und klamm sind. Oder man schickt einfach ein paar Grad überschüssige Temperatur nachts wieder in den Kollektor zurück, das geht mit wenigen Minuten Betrieb der Kollektorkreispumpe.

Energiesparer248271 hat geschrieben:Grundsätzlich lässt sich die ST nicht als Wirkungslos oder unrentabel bezeichnen. Das liegt eher an Planung und Ausführung.


Meine Beobachtung ist, dass es keine Sau stört, wenn ein konventioneller Heizkessel mitsamt Heizungsverteiler im Sommer auf übertrieben hohen Temperaturen betrieben werden und massive Wärmeverluste verursachen. Aber wenn ein Sonnenkollektor ein paar Wattstunden ungenutzt lässt, dann wird gleich an der Technologie als solcher gezweifelt. Das spricht allerdings dafür, dass die Solarthermie den Blick für die Anlageneffizienz schärft, den Effekt sollten wir im Sinne der Energiewende nutzen!

Aber gehört diese Diskussion nicht eher in das Forum Solarthermie? https://forum.energiesparkonto.de/viewforum.php?f=60&sid=9b7d688177aa09878b090349de764763
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Re: Windkraftkleinanlage planen?

Beitragvon Energiesparer248271 » Dienstag 4. Dezember 2018, 11:35

Ein wesentlicher Anteil dürfte im Forum für ST besser aufgehoben zu sein.
Aber langsam fangen die einzelnen Bereiche PV, ST und konventioneller Wärmeerzeuger wie auch Wärmepumpen miteinander zu verschmelzen.
Bei St und konventioneller Wärmeerzeugung ist es schon seit Jahren Standart. Langsam kommt aber auch PV und Wärmepumpen in ein Zusammenspiel mit ST. Ein direktes für sich allein stehendes Forum wird dem langsam nicht mehr gerecht um die Möglichkeiten zu diskutieren. Da wird sich absehbar die Frage stellen, hierzu ein umfassendes Themengebiet zu eröffnen.

Nachdem ich mich ein wenig in Windkraft eingelesen habe, ist das Projekt vorerst in Richtung Ablage gegangen. Wirklich gute Anbieter heraus zu filtern ist zu problematisch. Daten von Anbietern sind mit der Realität an Erträgen anscheinend nicht selten weit auseinander.
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